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Aufgedeckt: Geheime Google Earth Funktionen!

Wissenswertes über Google Earth

10.01.2008 Google Earth ist nicht nur ein phantastischer 3D-Atlas, sondern auch ein Flugsimulator, Routenplaner, Planetarium und, und, und….

Der 3D-Atlas Google Earth [1] kann bei weitem mehr, als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Neben dem Darstellen von Ländern und Städten aus allen erdenklichen Perspektiven vereint das Programm unter anderem Routenplaner, Flugsimulator und Planetarium in einer Oberfläche. Wie Sie undokumentierte Funktionen nutzen und die Applikation am besten bedienen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Allgemeine Hinweise zu Google Earth finden Sie im Artikel "Weltreise zu Hause" in der Ausgabe 09/2007, den Sie auf der Heft-DVD unter programme/andere/Google-Earth-Artikel/google-earth.html finden. Online erreichen Sie ihn unter [2].

Zusatzmodule

Eine der größten Stärken von Google Earth ist die Möglichkeit, Zusatzmodule einzubinden. Es handelt sich dabei um Ebenen, die sich über die Kartenoberfläche legen und die Ansicht auf verschiedenste Arten manipulieren. So bewirkt beispielsweise die Ebene Gelände die reliefartige Darstellung von Erhebungen und Tälern, während Grenzen für die Anzeige der Staatsgrenzen zuständig ist. Die fest installierten Layer finden Sie in der Rubrik Ebenen im linken Navigationsfenster. Ein Klick auf die Checkbox vor der Kategorie aktiviert bzw. deaktiviert diese und die enthaltenen Untergruppen.

Um die 20.000 Zusatzmodule finden Sie auf der Webseite Google Earth Hacks [3]. Nach dem Herunterladen der Module genügt es, sie per Drag & Drop in das geöffnete Programmfenster von Google Earth zu ziehen, um sie zu installieren. Sie erscheinen dann in der Rubrik Orte / Temporäre Orte.

Alternative Navigation

Manchmal ist das Navigieren mit der Maus in Google Earth eher mühsam: Zu langsam übewindet man große Distanzen bei einem kleineren Kartenausschnitt, recht leicht gerät das anvisierte Ziel aus den Augen. Effektiver geht die Navigation über die Tastatur, mit der Sie wesentlich präziser Ihre Ziele erreichen.

Zur normalen Navigation (vor, zurück, links, rechts) verwenden Sie die Cursor-Tasten. Halten Sie [Umschalt] gedrückt, verändern Sie damit entweder den Neigungswinkel ([Pfeil auf] und [Pfeil ab]) oder Sie drehen mit [Pfeil links] und [Pfeil rechts] die Ansicht im Kreis um das Zentrum des Bildes. Halten Sie hingegen [Strg] gedrückt, zoomen Sie mit [Pfeil auf] und [Pfeil ab] zum Objekt hin bzw. davon weg. Drücken Sie zusätzlich [Alt], verlangsamt das die Bewegung. So drehen Sie sich beispielsweise mit [Umschalt]+[Alt]+[Pfeil rechts] langsam um das Zentrum der Darstellung.

Tipps und Tricks

Um die Karte gegen Norden auszurichten, genügt das Betätigen von [N], mit [F11] gelangen Sie zur Vollbildansicht des Programms. Bei der Navigation mit der Maus schaltet [Umschalt] die Funktion des Scrollrades vom Zoom auf die Einstellung des Neigungswinkels um. Halten Sie [Strg] gedrückt, drehen Sie mit dem Scrollrad die Ansicht um die eigene Achse. Doppelklicks mit der linken Maustaste in den Kartenausschnitt vergrößern diesen schrittweise exponentiell, während Doppelklicks mit der rechten Maustaste den Ausschnitt in denselben Schritten verkleinert.

Um die Breiten- und Längengrade ein- und auszublenden, benutzen Sie [Strg]+[L],[Strg]+[M] blendet in der oberen linken Ecke die Weltkarte ein und zeigt darin im jeweils passenden Ausschnitt, wo Sie sich gerade befinden. Um schnell weiter entfernte Punkte zu erreichen, doppelklicken Sie in der Übersichtskarte mit der linken Maustaste darauf. Der gewählte Ausschnitt bleibt dabei erhalten.

Mit [Strg]+[G] starten Sie die Flugansicht. Gegenüber der Standardansicht, die Sie mit [Strg]+[T] aufrufen, wechselt die Karte dann in einem kontinuierlichen Bewegungsmodus, der das Gefühl von Fliegen vermittelt, allerdings nichts mit dem enthaltenen Flugsimulator zu tun hat (siehe Kasten Versteckter Flugsimulator). Zum Öffnen des aktuellen Ausschnitts auf der Webseite Google Maps [4] verwenden Sie [Strg]+[Alt]+[M].

Um die Entfernungen zwischen zwei Punkten zu ermitteln, verwenden Sie den Wegrechner, den Sie mit einem Klick auf das stilisierte Lineal-Icon in der Menüleiste öffnen. Während Sie im Modus Linie die Entfernung wie mit einem Lineal von Punkt zu Punkt ausmessen, erlaubt die Pfad-Variante mehrerer Zwischenpunkte einzubeziehen (Abbildung 1).

Abbildung 1

Abbildung 1: Das Lineal von Google Earth eignet sich hervorragend, um Wegstrecken und Entfernungen zu vermessen.

Versteckter Flugsimulator

Seit Version 4.2 enthält Google Earth als undokumentierte Funktion einen rudimentären Flugsimulator (Abbildung 2). Da das Programm während des Flugs kontinuierlich eine große Anzahl Bilder aus dem Internet nachlädt, ist eine schnelle Internetanbindung zwingende Voraussetzung, um den Simulator zu verwenden.

Sie starten diesen mit [Strg]+[Alt]+[Umschalt]+[A]. Danach erreichen Sie ihn auch unter dem Menüpunkt Tools / Flugismulator starten.... Im erscheinenden Fenster wählen Sie zunächst zwischen den Flugzeugtypen F16 (Jet) und SR22 (Propellermaschine).

Abbildung 2

Abbildung 2: Der integrierte Flugsimulator in Google Earth erlaubt spektakuläre Rundflüge durch die Landschaft – erfordert aber eine sehr schnelle Internetanbindung.

Verwenden Sie für die ersten Versuche die leichter manövrierbare Propellermaschine. Als Startposition stehen Ihnen sowohl die aktuelle Ansicht als auch diverse verschiedene Flughäfen wie Frankfurt oder Heathrow zur Auswahl.

Um das Flugzeug mit der Maus zu navigieren, klicken Sie nach dem Start in die Simulation. Alternativ verwenden Sie die Cursor-Tasten. Die Geschwindigkeit regeln Sie mit [Bild auf] und [Bild ab] mit [G] fahren Sie das Fahrwerk ein. Um die Landeklappen ein- und auszufahren verwenden Sie [F] bzw. [Umschalt]+[F]. Zum Ausblenden des HUD (Head up Display] betätigen Sie [H], mit der Leertaste halten Sie die Simulation an, [Esc] beendet sie. Eine Liste aller Funktionen und Tastenkürzel finden Sie unter [5].

Eye in the Sky

Seit Version 4.2 beschränkt sich Google Earth nicht mehr auf die Darstellung der Erde, sondern hat mit der Erweiterung Sky (Abbildung 3) auch den Weltraum mit aufgenommen. Sie schalten die Ansicht mit einem Klick auf das Icon mit dem stilisierten Saturn in der Button-Leiste um.

Abbildung 3

Abbildung 3: Die in Version 4.2 neu hinzugekommene Funktion Sky lässt Sie das Firmament wie in einem Planetarium betrachten.

Im Weltraum navigieren Sie wie auf der Erde. Passend zum Ortswechsel finden Sie im Ebenen-Fenster andere Ebenen, mit denen Sie beispielsweise die Sternenbilder aus- und einblenden oder die Mondumlaufbahn anzeigen. Aktivieren Sie den Layer Hubble-Schaufenster, bettet das Programm an der richtigen Stelle hochauflösende Bilder des berühmten Weltraumteleskops ins Firmament ein. Ein Klick auf das Hubble-Icon (zwei ineinander liegende blaue Kreise) öffnet eine Detailbeschreibung samt Bild.

Infos

[1] Google Earth: http://earth.google.com/intl/de/

[2] EasyLinux 09/2006: "Weltreise zu Hause" http://www.easylinux.de/2006/09/068-google-earth/

[3] Googe Earth Hacks: http://www.gearthhacks.com

[4] Google Maps: http://maps.google.de

[5] Google Earth Flugsimulator Hilfe: http://earth.google.com/intl/de/userguide/v4/flightsim/index.html

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