Einstellungssache

Da die Standardeinstellungen nicht perfekt passen, tunen Sie Google Desktop, bevor Sie das Tool auf die eigenen Dateien loslassen. In das Konfigurationsmenü gelangen Sie, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Google-Desktop-Symbol klicken und Einstellungen auswählen. Ein anderer Weg ist, neben Googles Eingabezeile dem Link Desktop-Einstellungen zu folgen.

Das Konfigurationsmenü besteht aus vier Reitern. Ein Klick auf den Button Einstellungen speichern sichert die vorgenommenen Änderungen. Die zentralen Einstellungen verpassen Sie dem Spürhund über Lokale Indizierung (Abbildung 5). Hier müssen Sie sich die Frage stellen, ob es wirklich Sinn ergibt, nach sämtlichen Suchtypen zu fahnden. Das dauert länger und manche Dateitypen werden Sie mit recht hoher Wahrscheinlichkeit nie suchen, etwa OpenOffice-Impress-Dateien.

Abbildung 5: In den Einstellungen verpassen Sie der Desktop-Suche eine Verhaltenstherapie: Es spart zum Beispiel Zeit, wenn Sie nicht alle Dateitypen indizieren lassen.

Darunter fügen Sie externe Ordner hinzu, die Google Desktop ebenfalls durchforsten soll, das können zum Beispiel über das Netzwerk erreichbare Ordner sein oder gemountete Festplatten und Partitionen. Direkt darunter – neben Diese Elemente nicht durchsuchen – nehmen Sie wiederum Dateien und Ordner von der Suche aus. Sogar ganze Webadressen ignoriert Google auf Ihren Wunsch hin. Geben Sie dazu einfach den absoluten Pfad zum Verzeichnis oder zur Adresse im Internet an. Wollen Sie nicht, dass Google auch Dateien anzeigt, die nicht mehr auf Ihrem Rechner existieren, setzen Sie ein Kreuzchen unter Entfernen Sie gelöschte Dateien aus den Suchergebnissen.

Das Register Google Mail interessiert nur Benutzer mit einem Gmail-Account [7]. Geben Sie hier die Nutzerdaten ein, durchforstet die Suchmaschine zusätzlich Ihre E-Mails, die Google ohnehin bereits im Internet für Sie aufbewahrt.

Der Reiter Anzeige widmet sich dem Äußeren der Schnellsuche. Sie bestimmen, wie viele Ergebnisse diese anzeigen soll und ob Sie beim Aufrufen der regulären Google-Seite auch den bereits weiter oben erwähnten Desktop-Link wollen.

Fazit

Leicht zu bedienen und effektiv, so stellt sich Googles Desktop-Suche für Linux auf den ersten Blick dar. Wer nun aber schon die Füße hochlegt, überliest das Kleingedruckte. Legen Sie Wert auf Privatsphäre, sollten Sie sich den Einsatz der Software überlegen – zumal es freie Alternativen wie Beagle [8] oder Recoll [9] gibt.

Glossar

Ksnapshot

KDE-Programm, um Screenshots aufzunehmen. Sie starten es über [Alt]+[F2] und die Eingabe von "ksnapshot".

Infos

[1] Webseite von Google Desktop: http://desktop.google.com/linux/

[2] Kritik an Google in der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Google#Datenschutz

[3] Telepolis-Beitrag zum selben Thema : http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/18/18603/1.html&words=Google%20desktop&T=google%20desktop

[4] Datenschutzrichtlinien von Google: http://desktop.google.com/de/linux/privacypolicy.html

[5] Google Desktop und die "Erweiterten Funktionen" (Teil 1): http://desktop.google.com/support/linux/bin/answer.py?answer=63220&topic=11384

[6] Google Desktop und die "Erweiterten Funktionen" (Teil 2): http://desktop.google.com/support/bin/answer.py?hl=de&answer=24819

[7] Google Mail: http://mail.google.com

[8] Freie Suchmaschine Beagle: http://beagle-project.org

[9] Such-Alternative Recoll: http://www.lesbonscomptes.com/recoll/

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