Aufmacher Artikel

Französische Hausmannskost

Mandriva Linux 2008.0

11.10.2007
Seit Oktober liegt die neue Version von Mandriva vor: 2008.0. Wir haben uns in der letzten Beta-Version angeschaut, ob das neue Mandriva Linux hält, was der Hersteller verspricht.

Umfassende Hardwareunterstützung, große Stabilität im Betrieb, komfortables Arbeiten: Mandriva ist eine der meistverbreiteten Linux-Distributionen. Bis vor zwei Jahren hieß der aus Frankreich stammende Hersteller noch MandrakeSoft; nach Börsengang und Konkurs gelang dem Unternehmen 2004 die Kehrtwende und – nach der Übernahme diverser Firmen – auch der Umschwung: Seitdem gibt es ein- bis zweimal im Jahr neue Releases. Nach der Spring-Variante vom April dieses Jahres liegt uns nun Mandriva Linux in einer Beta-Ausgabe der Version 2008.0 vor.

Die Installation

Wer schon beim Installer Fortschritte erwartet, sieht sich ernüchtert: Bis auf den Schriftzug am oberen rechten Bildrand gleicht er seinem Vorgänger bis aufs i-Tüpfelchen. Die einzelnen Installationsschritte sind praktisch identisch, der Installer stellt die gleichen Fragen, und sogar die Werbeeinblendungen während der Paketinstallation bieten einen hohen Wiedererkennungswert. Das bestätigt einen Trend, der sich auch bei anderen Distributionen abzeichnet: Die Installationsroutinen sind mittlerweile so gut, dass tiefgreifende technische Veränderungen nur noch selten nötig sind.

Im Test hatte der Installer jedenfalls keine Probleme, eine Parallelinstallation von Windows XP zu erkennen und die Festplatte für den gemeinsamen Betrieb von Windows und Linux einzurichten. Wie beim Vorgänger verlief der Rest der Installation unproblematisch, fast alle notwendigen User-Eingaben lassen sich per Klick auf OK erledigen. Wie gewohnt, hat der Benutzer die Wahl, ob er als Oberfläche lieber mit Gnome oder mit KDE arbeiten möchte.

Erste Schritte

Nach der Installation startet der Benutzer standardmäßig auf einem normalen KDE-Desktop (Abbildung 1), der die Veränderungen zur Vorversion erst auf den zweiten Blick offenbart: So fehlt in der neuen Version KDE 3.5 zunächst der Desktop-Switcher in der Startleiste, mit dem der Benutzer zwischen einzelnen Desktops hin- und herschaltet. Die Icons sind identisch mit denen der letzten Version, und auch optisch reicht der KDE-Desktop von Mandriva Linux nicht an das heran, was Distributionen wie Ubuntu oder OpenSuse vorgelegt haben. So zeigt sich der Desktop noch immer in einem langweiligen Qt-Theme und wirkt damit eher trist. Über das KDE-Kontrollzentrum lässt sich das jedoch leicht ändern, zumal sich die Auswahl an Fensterdekorationen und Farbschematas durchaus sehen lassen kann.

Abbildung 1: Wenig Neues: Der Mandriva-Desktop ist schlicht und kaum vom Vorgängermodell zu unterscheiden.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

  • Modellpflege
    Alles neu machte in diesem Jahr schon der März – zumindest bei Mandriva: Version 2008.0 der Distribution liegt auf der Website des französischen Herstellers. Wir zeigen, was sich getan hat.
  • Tickt richtig
    Mandriva Linux gilt seit jeher als besonders einsteigerfreundlich. Die neue Version 2008 verspricht darüber hinaus eine bessere Energieeffizienz und kommt gleich mit zwei 3D-Managern.
  • Mandriva 2008 Spring ist fertig
  • Rundum-Sorglos-Paket
    Mandriva verspricht mit dem Powerpack 2008.0 dank kommerzieller DVD- und MP3-Unterstützung eine vielseitige Linux-Distribution mit allem Komfort.
  • Mandriva 2009.1 Spring ist fertig
    Der französische Distributor Mandriva verteilt gerade die neue Version Mandriva Spring (2009.1) auf die diversen Spiegelserver.
Kommentare

Infos zur Publikation

title_2015_02

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Grammatikprüfung in LibreOffice nachrüsten
Grammatikprüfung in LibreOffice nachrüsten
Tim Schürmann, 24.04.2015 19:36, 0 Kommentare

LibreOffice kommt zwar mit einer deutschen Rechtschreibprüfung und einem guten Thesaurus, eine Grammatikprüfung fehlt jedoch. In ältere 32-Bit-Versionen ...

Aktuelle Fragen

Admin Probleme mit Q4os
Thomas Weiss, 30.03.2015 20:27, 6 Antworten
Hallo Leute, ich habe zwei Fragen zu Q4os. Die Installation auf meinem Dell Latitude D600 verl...
eeepc 1005HA externer sound Ausgang geht nicht
Dieter Drewanz, 18.03.2015 15:00, 1 Antworten
Hallo LC, nach dem Update () funktioniert unter KDE der externe Soundausgang an der Klinkenbuc...
AceCad DigiMemo A 402
Dr. Ulrich Andree, 15.03.2015 17:38, 2 Antworten
Moin zusammen, ich habe mir den elektronischen Notizblock "AceCad DigiMemo A 402" zugelegt und m...
Start-Job behindert Bootvorgang, Suse 13.2, KDE,
Wimpy *, 20.02.2015 10:32, 4 Antworten
Beim Bootvorgang ist ein Timeout von 1 Min 30 Sec. weil eine Partition sdb1 gesucht und nicht gef...
Konfiguration RAID 1 mit 2 SSDs: Performance?
Markus Mertens, 16.02.2015 10:02, 6 Antworten
Hallo! Ich möchte bei einer Workstation (2x Xeon E5-2687Wv3, 256GB RAM) 2 SATA-SSDs (512GB) al...