Tipp: Kooperation zwischen Nautilus und Gnome-Terminal

Gnomes Dateimanager und Terminal arbeiten mitunter Hand in Hand: Wenn Sie aus einem Nautilus-Fenster heraus eine Datei per Drag & Drop ins Terminalfenster ziehen und loslassen, erscheint dort der absolute Pfad zur Datei. Absolut bedeutet in diesem Fall: Der genaue Ort auf der Festplatte ausgehend vom Wurzelverzeichnis. Das heißt, wenn Sie aus Ihrem persönlichen Ordner zum Beispiel eine Datei namens urlaub.png ins Terminal ziehen, erscheint dort am Prompt:

/home/IhrBenutzername/urlaub.png

Tipp: Einstellungen für Wechseldatenträger

Klemmen Sie einen USB-Stick an Ihren Rechner, öffnet sich nach dem Mounten automatisch ein Fenster des Dateimanagers und schlägt eine Aktion vor. Legen Sie eine leere CD oder DVD ein, startet Nautilus den CD-/DVD-Ersteller-Dialog. Um Audio-CDs kümmert sich Sound Juicer und bietet an, diese auszulesen. Video-DVDs spielt Totem ab (sofern sie unverschlüsselt sind). Gnome hat für alle möglichen Szenarien die passende Anwendung mit an Bord und ruft diese automatisch auf den Plan.

Wer diese Automatismen nicht mag oder eine vordefinierte Anwendung durch das persönliche Lieblingsprogramm ersetzen möchte, sollte sich den Dialog Wechseldatenträger- und Medieneinstellungen (Menü System / Einstellungen oder Aufruf von gnome-volume-properties im Schnellstarter oder Terminal) anschauen.

Auf dem ersten Reiter (Speichermedien oder Speicherort) bestimmen Sie Aktionen für Datenträger, wie USB-Medien, Daten-CDs/DVDs und so weiter – per Klick in die Checkboxen entscheiden Sie, ob Gnome diese automatisch mountet, im Dateimanager öffnet und sogar Anwendungen ausführt, die sich auf den Medien befinden. Das letzte Feature deaktiviert der Desktop aus Sicherheitsgründen in der Voreinstellung. Weiterhin bestimmen Sie über den Reiter, dass beim Einlegen einer leeren CD/DVD automatisch ein Brennprogramm startet. Welche Anwendung das ist, legen Sie in den Eingabefeldern fest. Um das voreingestellte CD-/DVD-Ersteller-Fenster von Nautilus beispielsweise durch K3b zu ersetzen, klicken Sie auf den Button Auswählen, navigieren im Dateiauswahldialog zu /usr/bin/k3b oder /opt/kde3/bin/k3b und klicken auf Öffnen. Alternativ geben Sie den Pfad (und mögliche Aufrufoptionen) von Hand ein (Abbildung 5).

Abbildung 5: Mit dieser Einstellung überreden Sie Gnome dazu, beim Einlegen einer leeren CD/DVD K3b als Brennprogramm zu starten.

Auch die anderen Reiter bieten Interessantes: Unterhaltungsmedien definiert Programme für Musik- und Video-CDs sowie die Standardanwendung für Musikplayer. Unter Kameras finden Sie die Tools für Digitalkameras, der Reiter PDAs hält Programme für Palms und PocketPCs bereit. Über Drucker & Scanner rufen Sie den Gnome-CUPS-Dialog beziehungsweise XSane auf den Plan, und unter Eingabegeräte konfigurieren Sie Aktionen, die Gnome beim Einstecken von USB-Mäusen, -Tastaturen und von Grafiktabletts ausführt.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Related content

  • Tipps und Tricks zu Gnome
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
  • Tipps und Tricks zu Gnome
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
  • Gnome-Tipps
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
  • Tipps und Tricks zu Gnome
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
  • Tipps und Tricks zu Gnome
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
Kommentare

Infos zur Publikation

title_2014_03

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Schnell Multi-Boot-Medien mit MultiCD erstellen
Tim Schürmann, 24.06.2014 12:40, 0 Kommentare

Wer mehrere nützliche Live-Systeme auf eine DVD brennen möchte, kommt mit den Startmedienerstellern der Distributionen nicht besonders weit: Diese ...

Aktuelle Fragen

Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...
o2 surfstick software für ubuntu?
daniel soltek, 15.07.2014 18:27, 1 Antworten
hallo zusammen, habe mir einen o2 surfstick huawei bestellt und gerade festgestellt, das der nic...
Öhm - wozu Benutzername, wenn man dann hier mit Klarnamen angezeigt wird?
Thomas Kallay, 03.07.2014 20:30, 1 Antworten
Hallo Team von Linux-Community, kleine Zwischenfrage: warum muß man beim Registrieren einen Us...
openSUSE 13.1 - Login-Problem wg. Fehler im Intel-Grafiktreiber?
Thomas Kallay, 03.07.2014 20:26, 8 Antworten
Hallo Linux-Community, habe hier ein sogenanntes Hybrid-Notebook laufen, mit einer Intel-HD460...
Fernwartung für Linux?
Alfred Böllmann, 20.06.2014 15:30, 7 Antworten
Hi liebe Linux-Freunde, bin beim klassischen Probleme googeln auf www.expertiger.de gestoßen, ei...