Umfassende Hardwareunterstützung, große Stabilität im Betrieb, komfortables Arbeiten: Mandriva ist eine der meistverbreiteten Linux-Distributionen. Bis vor zwei Jahren hieß der aus Frankreich stammende Hersteller noch MandrakeSoft; nach Börsengang und Konkurs gelang dem Unternehmen 2004 die Kehrtwende und – nach der Übernahme diverser Firmen – auch der Umschwung: Seitdem gibt es ein- bis zweimal im Jahr neue Releases. Nach der Spring-Variante vom April dieses Jahres liegt uns nun Mandriva Linux in einer Beta-Ausgabe der Version 2008.0 vor.
Die Installation
Wer schon beim Installer Fortschritte erwartet, sieht sich ernüchtert: Bis auf den Schriftzug am oberen rechten Bildrand gleicht er seinem Vorgänger bis aufs i-Tüpfelchen. Die einzelnen Installationsschritte sind praktisch identisch, der Installer stellt die gleichen Fragen, und sogar die Werbeeinblendungen während der Paketinstallation bieten einen hohen Wiedererkennungswert. Das bestätigt einen Trend, der sich auch bei anderen Distributionen abzeichnet: Die Installationsroutinen sind mittlerweile so gut, dass tiefgreifende technische Veränderungen nur noch selten nötig sind.
Im Test hatte der Installer jedenfalls keine Probleme, eine Parallelinstallation von Windows XP zu erkennen und die Festplatte für den gemeinsamen Betrieb von Windows und Linux einzurichten. Wie beim Vorgänger verlief der Rest der Installation unproblematisch, fast alle notwendigen User-Eingaben lassen sich per Klick auf OK erledigen. Wie gewohnt, hat der Benutzer die Wahl, ob er als Oberfläche lieber mit Gnome oder mit KDE arbeiten möchte.
Erste Schritte
Nach der Installation startet der Benutzer standardmäßig auf einem normalen KDE-Desktop (Abbildung 1), der die Veränderungen zur Vorversion erst auf den zweiten Blick offenbart: So fehlt in der neuen Version KDE 3.5 zunächst der Desktop-Switcher in der Startleiste, mit dem der Benutzer zwischen einzelnen Desktops hin- und herschaltet. Die Icons sind identisch mit denen der letzten Version, und auch optisch reicht der KDE-Desktop von Mandriva Linux nicht an das heran, was Distributionen wie Ubuntu oder OpenSuse vorgelegt haben. So zeigt sich der Desktop noch immer in einem langweiligen Qt-Theme und wirkt damit eher trist. Über das KDE-Kontrollzentrum lässt sich das jedoch leicht ändern, zumal sich die Auswahl an Fensterdekorationen und Farbschematas durchaus sehen lassen kann.



