Zugang für alle
Mit Linux trotz Behinderung arbeiten
Gnopernicus verwenden
In allen Distributionen starten Sie Gnopernicus am besten über das Schnellstartfenster. Drücken Sie dazu [Alt]+[F2] und geben Sie den Programmnamen gnopernicus ein. Klicken Sie – wenn der Hinweis auf fehlende Hilfstechnologien erscheint – auf Unterstützung aktivieren. Danach müssen Sie Ihren Rechner Neu starten. Danach öffnen Sie auch Gnopernicus wieder. Anschließend sehen Sie in der Ecke links oben das Menü des Hilfsprogramms (Abbildung 7). Hier stellen Sie alle Optionen so ein, wie Sie es benötigen. Ab sofort liest Gnopernicus Tastatureingaben und Texte vor.
Navigation in YAST
| Um sich in YAST auch ohne Maus bewegen zu können, helfen Ihnen folgende Tasten bei der Steuerung: | |
| [Tab] | springt zum nächsten Element |
| [Leertaste] | aktiviert/deaktiviert Checkboxen oder Radiobuttons |
| [Pfeil nach oben] und [Pfeil nach unten] | Bewegen in Listen |
| [Eingabe] | Auswahl akzeptieren |
Programmübersicht
Im Internet finden Sie auf den folgenden Seiten Übersichten über das Software-Angebot für Menschen mit Behinderungen.
<U>www.linaccess.org/view.php?pageid=5100<U>
<U>www.barrierefrei-kommunizieren.de/datenbank/index_produkte.php?art=wwi&katid=108<U>
Zusammengefasst
Alle Linux-Distributionen und die meisten mitgelieferten Programme sind in der Lage, auf die Bedürfnisse behinderter Menschen einzugehen. Sie bieten zum Beispiel Optionen zum Vergrößern von Menüs und Schriften oder zur Auswahl von Hinter- und Vordergrundfarbe für bessere Kontraste, und sie verweigern sich einer Bedienung über die Tastatur in der Regel nicht. Zudem berücksichtigt Linux etwa mit klebenden Tasten auf Wunsch auch motorische Einschränkungen.
Leider sind diese Funktionen mitunter sehr versteckt und nur mit guten Kenntnissen der Struktur eines Linux-Systems zu entdecken. Das gilt auch für die Spezialprogramme, etwa für Screenreader und Magnifier (Bildschirmlupen). Die lassen sich nicht immer leicht installieren und tragen sich zudem nicht alle in die Programmmenüs der Distributionen ein. "Accessibility" im Sinne eines barrierefreien Zugriffs und einer leichten Bedienung bieten selbst diese Anwendungen also nicht.
Aber Besserung ist in Sicht: Das für den Herbst erwartete KDE 4 verspricht beispielsweise einen leichteren Zugriff auf alle Bedienhilfen.
Positiv für Sehbehinderte und Blinde ist zu vermelden, dass Linux die meisten auf dem Markt angebotenen Braillezeilen unterstützt. Möchte ein blinder Anwender, der bereits eine Braillezeile besitzt, auf Linux umsteigen, sollte er beim Linux-Distributor oder beim Anbieter des Geräts nachfragen, ob dieses auch unter Linux läuft.
Wenn Sie sich im Internet weiter über Programme für Menschen mit Behinderungen informieren möchten, finden Sie unter [3] entsprechende Quellen.



