Verwandlungskünstler
Bildverarbeitung und Bildbetrachter XnView
Alle auf einmal
Um beispielsweise für mehrere große Fotos in einem Rutsch das Format oder die Kompressionsrate zu ändern, wählen Sie aus dem Menü Tools / Multi Convert... (Abbildung 6). Hier zeigt Ihnen XnView in der Liste Input alle Bilder an, die im Folgenden konvertieren wird.
Über Add... fügen Sie weitere hinzu, Add Folder... übernimmt den Inhalt eines ganzen Verzeichnisses. Im Eingabefeld hinter Directory stellen Sie das Zielverzeichnis ein, in dem die umgewandelten Bilder landen sollen. Direkt darunter wählen Sie im Pull-down-Menü eines von 40 Zielformaten. Eine gute Kompressionsrate erreichen Sie beispielsweise mit JPEG oder dem freien Format PNG.
XnView wandelt aber nicht nur das Dateiformat: Über Advanced Operations... schalten Sie zusätzlich noch einige der vorhandenen Filter ein, um so beispielsweise alle gelisteten Bilder automatisch einer Schärfkorrektur unterziehen. Wieder im Multi Convert-Fenster stoßen Sie die Umwandlung schließlich mit Go an.
Für Fotos aus Digitalkameras hält XnView einige spezielle Werkzeuge bereit. Mit Tools / Batch rename geben Sie allen im Browser markierten Dateien zunächst aussagekräftigere Namen. Aus IMG_20070201.jpg wird so ein urlaub2007_01.jpg. Im entsprechenden Fenster kreuzen sie User custom an und geben dann im darunter liegenden Eingabefeld das Präfix ein, mit dem die Dateinamen starten sollen. Für das Urlaubsbeispiel wäre dies winterurlaub2007_#. Die Raute ersetzt XnView durch eine fortlaufende Nummer.
Fazit
XnView ist klein, agil und kennt wesentlich mehr Bildformate als der Grafikkünstler Gimp. Gerade beim Verwalten umfangreicher Bildersammlungen leistet das Tool eine Menge zeitsparende Hilfestellungen, beispielsweise mit dem Batch-Konverter.
Wo Licht ist, ist auch Schatten: Zwar wartet das Programm mit einem enormen Funktionsumfang auf, jedoch ist dieser weitgehend undokumentiert. Hier hilft nur, auf Entdeckungsreise zu gehen und selbst auszuprobieren.
Glossar
EXIF
EXIF steht für Exchangeable Image File Format. Es handelt sich dabei um Zusatzinformationen wie Blende, Verschlusszeit, Filter und Aufnahmedatum von Bildern, die beinahe jede Digitalkamera automatisch dem erstellten Bild anhängen. Auch einige Fotobearbeitungsprogramme wie Photoshop schreiben solche Metadaten in die bearbeiteten Bilder. Die Formate JPEG und TIFF unterstützen das Speichern von EXIF-Daten im Bild.
[1] XnView: http://www.xnview.de



