Seit der Betaversion

In Ausgabe 09/2006 [2] testeten wir die Betaversion und fanden dabei ein paar kleinere Fehler. Ob SoftMaker diese ausgebessert hat, haben wir überprüft:

  • Die Betaversion hatte Schwierigkeiten mit der Darstellung von Kapitälchen: Die war zwar prinzipiell sehr schön umgesetzt (und erlaubte sogar, die relative Größe der kleinen Großbuchstaben anzupassen), dafür patzte dieses Feature aber bei Umlauten, zu denen es nicht den passenden Großbuchstaben kannte. Dieses Problem ist behoben: Aus "ä" wird "Ä" (Abbildung 3).
  • Die Laufweitenregulierung (mit der Sie Buchstaben näher zusammenziehen oder voneinander entfernen) funktionierte nicht – jetzt klappt's problemlos (auch Abbildung 3).
Abbildung 3: Das Kapitälchenproblem ist behoben (TextMaker erkennt nun auch deutsche Umlaute), und auch die Laufweitenregulierung funktioniert.

Import und Export

Beim Im- und Export hat sich gegenüber der Betaversion nichts mehr geändert: TextMaker liest zwar neben Word auch OpenOffice Writer, speichert (neben dem eigenen tmd-Format und Standards wie RTF, HTML und ASCII) aber nur für diverse Microsoft-Word-Versionen, und PlanMaker kann OpenOffice-Calc-Dateien nicht mal lesen. Nun reicht es für den Datentausch natürlich aus, wenn alle Anwendungen ein Standardformat lesen und schreiben können – über den Umweg Word/Excel arbeiten somit auch OpenOffice- und SoftMaker-Office-Anwender zusammen. Schöner wäre ein Calc-Importfilter dennoch.

In unserem separaten Import-/Export-Test stolperte TextMaker beim Import eines Microsoft-Office-2003-Dokuments, das die Importfunktionen mit einigen Finessen quälte (darunter ein eingebettetes OLE-Objekt und verschiedene Löschungen und Einfügungen im Überarbeiten-Modus), bei vielen anderen Beispieldokumenten arbeitete der Import aber fehlerfrei.

Neben der Formatkompatibilität ist auch immer die Frage interessant, wie ähnlich sich die Bedienkonzepte der Programme sind. Abbildung 4 zeigt die Format/Zeichen-Dialoge in drei Textverarbeitungen – zwar hat kein Programm exakt das gleiche Benutzer-Interface wie einer der Konkurrenten, aber wer mit Open-, Microsoft oder SoftMaker Office schon umgehen kann, arbeitet sich auch in jedes der beiden anderen schnell ein.

Abbildung 4: Geschwister sind sie nicht, und doch in vielen Dingen sehr ähnlich – von links nach rechts: OpenOffice Writer, Microsoft Word, TextMaker.

Im Test funktionierte leider auch kein formaterhaltendes Copy & Paste zwischen OpenOffice und SoftMaker-Programmen – genauer gesagt: Von TextMaker zu OpenOffice Writer funktionierte es, anders herum nicht. Einfaches Copy & Paste (unter Verlust aller Formatinformationen) gelingt natürlich immer. Welches Programm für diese Inkompatibilität verantwortlich ist, ist nicht klar – ein Indiz ist allerdings die Tatsache, dass Writer und Microsoft Word (in einer Emulation) problemlos auch Formatierungen austauschen.

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