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Erholung pur

Die schönsten Urlaubsbilder

12.07.2007 Es ist Juli, und der Urlaub steht vor der Tür, um Sie mitzunehmen. Wir packen Ihnen ein paar Tipps für gute Urlaubsfotos mit in den Koffer. Damit die Erholung lange anhält.

"Ich packe meinen Koffer und stecke Sonnencreme, meine Badehose und ein Schlauchboot ein." So beginnt ein altes Kinderspiel. Die moderne Fortsetzung sieht so aus: "…und meine Digitalkamera, mein Stativ, eine mobile Festplatte, mein Notebook, ein paar Ersatz-Akkus, eine spritzfeste Tasche und zusätzliche Speicherkarten."

Da brauchen Sie aber einen großen Koffer! Ist das wirklich nötig? Die Antwort ist ein klares "Jein". Natürlich machen Sie Ihre Schnappschüsse in den Ferien auch ohne Stativ. Natürlich reichen auch 50 Fotos aus drei Wochen. Ja, und wenn der Akku leer ist, dann ist halt Schluss mit Knipsen. Muss auch so gehen.

Bessere Urlaubsfotos, Teil I

Scott Kelby, US-amerikanischer Bestseller-Autor, Fotograf und Designer, hat Das Digitale Fotografie Buch geschrieben (siehe Kasten "Buch-Tipp"). Wir veröffentlichen mit Erlaubnis des Verlags ein paar passende Tipps für das richtige Bild im Urlaub.

Die richtige Tageszeit für Fotos ist entweder die Morgendämmerung oder der frühe Abend. Das "goldene, magische Licht", so Kelby, eigne sich nicht nur für Landschaftsaufnahmen hervorragend. Auch Stadtbilder schössen sich morgens am besten, weil die Straßen noch leer seien: So lassen sich Gebäude und Plätze ungestört fotografieren.

Und das ist ja auch ansonsten eine gute Nachricht für den Urlaub: Sie planen Ihre Fototrips so, dass die besten Bilder morgens oder abends entstehen, und haben den ganzen Rest des Tages Zeit zum Entspannen!

Gehören Sie zu den Menschen, die nicht so denken, sollten Sie Ihre Urlaubsbilder ein wenig planen. Dazu gehört eine passende Ausrüstung: Ein Stativ ist fast immer wichtig; Profifotografen benutzen es, weil es für jede Aufnahmesituation eine ruhige Hand verspricht. Die besten Fotos werden Ihnen morgens und abends in der Dämmerung gelingen. Genau dann brauchen Sie ein Stativ, um scharfe Bilder schießen zu können. Also: Rein damit in den Koffer(raum)!

Eine mobile Festplatte nehmen Sie mit, wenn Sie zwischendurch Ihre Bilder sichern möchten. Das ist nicht nur dann sinnvoll, wenn die Speicherkarte Ihrer Kamera voll ist. Das sollten Sie vor allem tun, wenn Sie auf jeden Fall Bilder aus dem Urlaub mit heimbringen möchten. Die Traumreise nach Bali, der Städte-Trip nach New York: Wie oft machen Sie solche Ausflüge? Und selbst der Deutschland-Urlaub in Clausthal-Zellerfeld findet nicht jeden Tag statt; mit einer mobilen Festplatte als Bildspeicher gehen Sie hier auf Nummer Sicher: Auch nach Ihrer Rückkehr werden Sie von Ihrem wahrscheinlich einmaligen Urlaub zehren.

Aber es muss nicht unbedingt eine mobile Festplatte sein – zusätzliche Speicherkarten oder ein Notebook, auf dem Sie Ihre Bilder sichern, tun's auch. Der tragbare Computer ist zwar unhandlicher und benötigt zudem Strom, der im Ausland oft nur schwer zu kriegen ist, weil Stecker oder Netzspannung nicht passen. Dafür können Sie am Notebook schon vor Ort Ihre Fotos bearbeiten.

Ersatz-Akkus sind einfach wichtig, um gerade dann nicht mit leeren Batterien dazustehen, wenn der ultimative Urlaubsschnappschuss auf Sie wartet – eine reine Vorsichtsmaßnahme also. Um Vorsicht geht es auch beim letzten Zubehörteil, das wir Ihnen empfehlen, der spritzfesten Tasche: Die hält Staub und Dreck ebenso ab wie Spritzwasser.

Bessere Urlaubsfotos, Teil II

Nichts ist langweiliger, als Aufnahmen in der Totalen, die weniger zeigen, als sie verbergen. Daher zwei Ratschläge von Scott Kelby:

Konzentrieren Sie sich auf Details, anstatt ganze Gebäude oder große Panoramen zu fotografieren. Ornamente, Fenster, ein Wasserspeiher: Solche Bilder erzählen Geschichten.

Halten Sie nach starken, leuchtenden Farben Ausschau. Eine farbige Wand, Geschäfte, Zeichen, Autos: Je mehr man sich umschaue, so Kelby, desto mehr Farbe finde man. Und: Auch für das Aufnehmen von Farben eignen sich Morgen- und Abenddämmerung am besten.

Damit haben Sie die Fotoausrüstung für Ihren Urlaub zusammen. Und wie machen Sie gute Urlaubsbilder? Hinweise dazu finden Sie in unseren "Fototipps I-IV" in diesem Artikel. Denken Sie aber grundsätzlich daran, dass Urlaubsfotos festgehaltene Erinnerungen sind. Fotografieren Sie Ihre Eindrücke: das Essen am Hafen, das mit dem frischen, superleckeren Fisch; der Sonnenuntergang auf dem Felsen, hoch über der Bucht; der lustige Straßenmusiker in Badehose, als "Naked Cowboy" in New York am Times Square weltbekannt. Oder die Milchkannen, die morgens immer so scheppern, wenn der Bauer sie an die Straße stellt (Abbildung 1): Das sind die Bilder, mit denen Sie später an Ihren Urlaubsort zurückkehren können. Das sind gute Urlaubsfotos.

Abbildung 1

Abbildung 1: Fotografieren Sie nicht, erzählen Sie mit Ihren Bildern Geschichten aus Ihrem Urlaub, etwa von einem gelungenen Ausflug.

Die guten ins Töpfchen

Zu den wichtigsten Aufgaben nach Ihrer Rückkehr gehört – neben dem Auspacken des Koffers und der großen Wäsche – das Sichten Ihrer Bilder. Davon haben Sie, wenn alles geklappt hat, mehr als genug. Nur eine kleine Anzahl aber verdient es wahrscheinlich aufgehoben zu werden. Daher ist es wichtig auszusortieren; es erspart Ihnen wiederholtes stundenlanges Sichten.

Unter OpenSuse 10.2 bietet sich das Programm Gwenview dazu an, das Sie über das K-Menü im Bereich Anwendungen / Grafik / Bildbetrachter finden (Abbildung 2). Kubuntu präsentiert Gwenview im Untermenü Graphik. Bei Mandriva Linux 2007 nehmen Sie am besten Kuickshow. Sie erreichen es über das K-Menü im Bereich Multimedia / Grafik.

Abbildung 2

Abbildung 2: Mit Gwenview sichten und sortieren Sie Ihre Urlaubsbilder.

Mit diesen Programmen betrachten Sie Ihre Fotos als kleine Vorschaubilder (Thumbnails) oder – per Doppelklick – auch in voller Größe. Mit Gwenview können Sie zum Beispiel Kommentare zu den Bilder schreiben, die Ihnen später beim Erinnern helfen. Über das Kontextmenü der rechten Maustaste benennen Sie Bilder um, kopieren, verschieben oder löschen sie. In der Kuickshow starten Sie über [F2] eine Diashow aller Fotos aus Ihrem Bilderverzeichnis. Auch hier löschen Sie einzelne Aufnahmen. Markieren Sie eins, drücken Sie [Entf] und klicken Sie auf In den Mülleimer werfen.

Bessere Urlaubsfotos, Teil III

Machen Sie ein Backup Ihrer Fotos schon vor Ort. Urlaubsziele haben es an sich, dass man nicht oft hinfährt. Manchmal nur einmal. Fotos, die im Urlaub nichts werden, lassen sich später nicht mehr nachmachen. Also: Nehmen Sie sich ein Notebook mit, eine mobile Festplatte mit Anschluss an Ihre Digitalkamera oder überspielen Sie Ihre Fotos direkt ins Internet. So gehen Sie auf Nummer Sicher.

Bilder-Basisarbeit

Vielleicht haben Sie in Ihrem Urlaub mit verschiedenen Bildformaten gearbeitet. Auf jeden Fall hat Ihre Digitalkamera den Urlaubsbildern kryptische Namen wie DSC80447.jpg gegeben, die Ihnen nichts über die Aufnahmen verraten. So wäre es schön, wenn Sie alle Fotos in einem Rutsch – fremddeutsch "batch processing" – zum Beispiel in Alpenurlaub_2007#1 fortlaufend umbenennen könnten.

Leider haben wir für Linux kein Werkzeug gefunden, dass solche Basisarbeiten, dazu gehört auch das Ändern der Größe, der Farbtiefe oder des Dateiformats, an Ihren Bildern zufriedenstellend erledigt. Zwar gehört in den gängigen Distributionen das Programm ImageMagick zum Lieferumfang. Das lässt sich für solche Tätigkeiten aber nur über die Kommandozeile befriedigend bedienen. Wenn Sie es dennoch versuchen möchten: Unter [1] finden Sie ein Guru-Training zu ImageMagick, in dem Sie alle wichtigen Schritte kennen lernen. Ansonsten bleibt Ihnen nur übrig, diese Arbeiten von Hand auszuführen. Schade!

Bessere Urlaubsfotos, Teil IV

Auch Porträts gelingen am besten in der Dämmerung. Um zu verhindern, dass Ihr Modell als Silhouette erscheint, weil die Sonne noch zu hell ist, oder "verwaschen", weil Sie schon mit Blitz fotografieren müssen, rät Ihnen Scott Kelby: Schalten Sie den Blitz aus und zielen Sie auf den Himmel. Drücken Sie den Auslöser halb durch, um die Belichtung für den Himmel auszumessen. Richten Sie die Kamera mit halb gedrücktem Auslöser nun auf die Person, die Sie fotografieren möchten. Aktivieren Sie den Blitz, um die Person mit einem Aufhellblitz auszuleuchten. So haben Sie beides: Einen eindrucksvollen Himmel und ein gut ausgeleuchtetes Porträt.

Stellen Sie bei Porträts immer auf die Augen scharf. Die Augen gehören außerdem in das obere Drittel des Bildes. Achten Sie bei Porträts darauf, dass sie das ganze Bild ausfüllen.

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