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Effizienter arbeiten mit GIMP

Anwender-Tipps und kleine Kniffe zu Gimp

12.07.2007 Unsere Tipps und Tricks bringen Ihnen Gimp-Funktionen und -Arbeitstechniken näher. Wir zeigen, wie Sie mit dem Programm kreativ in die Bildgestaltung eingreifen und Effekte richtig einsetzen.

In EasyLinux 01/2007 stellten wir Ihnen das neue Gimp 2.3.13 vor. Mit dieser Version änderte sich die Struktur und Bezeichnung einiger Menüs. Abweichende Menüeinträge in Gimp 2.3.13 sehen Sie deshalb in Klammern gesetzt.

Tipp: Filmstreifen

Wollten Sie auch schon einmal aus beliebigen Bildern einen Filmstreifen erzeugen? Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

  1. Öffnen Sie die Bilder, die auf dem Filmstreifen angezeigt werden sollen. Damit der Streifen gut zur Geltung kommt, wählen Sie am besten mindestens fünf Bilder aus.
  2. Rufen Sie nun im Bildmenü des ersten Fotos den Punkt Filter / Kombinieren / Film (Filter / Kombinieren / Filmstreifen) auf. Im Dialogfeld Film (Filmstreifen) markieren Sie die Bilder in der Box Vorhandene Bilder und fügen diese mit einem Klick auf Hinzufügen dem Filmstreifen bei.
  3. Das Dialogfeld ermöglicht weitere Optionen, mit denen Sie das Aussehen des Filmstreifens verändern: Im Reiter Auswahl geben Sie die Nummerierung des Filmstreifens, dessen Schriftart und -farbe an. Bei Bedarf ändern Sie im ReiterErweitert die Bildhöhe, den -abstand und die Anordnung der Löcher auf dem Filmstreifen. Arbeiten Sie zum Test erst einmal mit den Standardeinstellungen, da Sie schon mit diesen ein gutes Ergebnis erzielen. Nach einem Klick auf OK erstellt Gimp den Filmstreifen. Falls Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, öffnen Sie den Dialog ein weiteres Mal.
  4. Wenn Sie ein optimales Ergebnis gefunden haben, kopieren Sie den Filmstreifen mit [Strg]+[C]. Fügen Sie ihn in ein neues, größeres Bild ein. Achten Sie darauf, dass um den Filmstreifen herum ausreichend Platz für die folgende Verformung bleibt.
  5. Für den letzten Bearbeitungsschritt wählen Sie im Bildmenü Filter den Punkt Verzerren / Verbiegen. Aktivieren Sie die Checkbox Automatische Vorschau. Jetzt verändern Sie die Form des Filmstreifens, indem Sie mit der Maus an verschiedenen Knotenpunkten der Linie ziehen. Tun Sie dies für den oberen und den unteren Rand des Streifens und verändern Sie die übrigen Einstellungen nicht. Entspricht die Vorschau nicht Ihrer Vorstellung, verwenden Sie einfach die Rücksetzen-Schaltfläche. Mit einem Klick auf OK wenden Sie den Filter an.

    Abbildung 1: In wenigen Schritten erstellen Sie mit Gimp einen tollen Filmstreifen mit Ihren Lieblingsfotos.

Tipp: Werden Sie zum Pop-Art-Künstler

Der folgende Tipp zeigt Ihnen, wie man aus einem Portraitfoto ein Pop-Art-Bild in vielen Farbvariationen erstellt (Abbildung 2).

  1. Öffnen Sie ein Portraitfoto mit möglichst hellem Hintergrund.
  2. Rufen Sie den Dialog Schwellwert über Ebene / Farben / Schwellwert (Farben / Schwellwert) auf. In der Vorschau sehen Sie jetzt das Foto als Schwarz-Weiß-Bild. Um eine bestmögliche Vorlage für die weitere Bearbeitung zu haben, schieben Sie den Regler nach links oder rechts, bis die Umrisse des Gesichts gut zu erkennen sind (Abbildung 3, Bild links unten). Störende Stellen bessern Sie mit dem Pinselwerkzeug ([P]) entweder mit schwarzer oder weißer Farbe aus. Runden Sie eckige Kanten im Bild ebenfalls mit dem Pinsel ab.
  3. Danach legen Sie über Ebene / Neue Ebene je eine transparente Ebene für die Hautbereiche, die Augen, den Mund und die Haare an.
  4. Wählen Sie für die jeweilige Ebene eine passende Farbe aus und malen Sie mit dem Pinselwerkzeug Haut, Augen, Mund und Haare nach (Abbildung 3, Ebenenansicht und oberes Bild). Anschließend stellen Sie den Ebenenmodus jeder Ebene auf Multiplikation: So bleiben die eventuell mit Farbe übermalten Schattenbereiche erhalten. Experimentieren Sie ruhig mit den verschiedenen Modi.
  5. Sobald Sie die einzelnen Bereiche eingefärbt haben, speichern Sie das Bild im JPG-Format.
  6. Erstellen Sie nun über Datei / Neu mehrere neue Bilder in der Größe des Originalfotos. Füllen Sie die jeweiligen Hintergrundebenen mit Hilfe des Füllen-Werkzeugs ([Umschalt]+[B]) mit peppigen Farben. Legen Sie jeweils eine neue transparente Ebene darüber. In diese Ebene kopieren Sie das JPG-Bild. Testen Sie auch hier verschiedene Ebenenmodi, um das Portraitfoto abwechslungsreich darzustellen. Sobald Sie mit den verschiedenen Bildern zufrieden sind, kopieren Sie diese ([Strg]+[C]) und ordnen sie in einem neuen Bild wie in Abbildung 2 an.

    Abbildung 2: Promi-Portraits im Pop-Art-Stil, den der amerikanische Grafiker und Künstler Andy Warhol bekannt gemacht hat.

    Abbildung 3: Das schwarz-weiße Basisbild wird mit Farbe versehen und in verschiedenen Variationen gespeichert.

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