Originaldateien schützen

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen: Bevor Sie ein Bild bearbeiten, sichern Sie das Original an anderer Stelle. So passiert es nicht, dass Sie aus Versehen das Ausgangsbild mit einem experimentellen Zwischenergebnis überschreiben. Arbeiten Sie auch in Gimp am besten mit einer Kopie des Bildes. Mit der können Sie dann nach Herzenslust spielen und Einstellungen ausprobieren. Wählen Sie dazu aus dem Menü Ebene die Funktion Ebene duplizieren. Blenden Sie anschließend über [Strg]+ [L] die Ebenenpalette ein und klicken Sie auf das Auge neben der Ebene Hintergrund. Damit blenden Sie das Originalbild aus und schützen es so vor ungewolltem Verändern. Aktivieren Sie nun die Ebene Hintergrund-Kopie. Speichern Sie dann das Bild: Wählen Sie aus dem Menü Datei / Speichern unter und klicken sie auf Dateityp: Nach Endung. Entscheiden Sie sich für die Option GIMP XCF image und klicken Sie auf Speichern.

Retusche

Der erste Arbeitsschritt besteht im Ausbessern kleiner Bildfehler. Als Faustregel gilt: Sie bessern all' das aus, was Sie beim Betrachten des Bildes stört. Das können Staubfuseln im Foto sein, Kratzer auf Gegenständen im Bild, aber durchaus auch manche Gegenstände selbst, die die Bildkomposition beeinträchtigen. Allerdings sollten Sie vermeiden, Bilder komplett anders aussehen zu lassen als in der Wirklichkeit, weil es nur schwer möglich ist, große Bildteile unsichtbar zu retuschieren.

Auch das Bearbeiten von Personen hat Grenzen: Haben Sie alle Falten und Hautunreinheiten aus einem Porträt entfernt, wirkt der abgebildete Mensch oft zu perfekt und tendenziell leblos. Hier ist eine gesunde Mischung von Natur und Kunst am besten.

Um Retuschen vorzunehmen, rufen Sie in Gimp mit [C] den Kopierstempel auf. Halten Sie [Strg] gedrückt und wählen Sie mit der Maus eine Originalstelle aus. Dann lassen Sie [Strg] los und bessern auf der Grundlage des ausgewählten Originalbereichs einzelne Bildteile aus. Sauberer werden die Korrekturen, wenn Sie sich oft eine neue Originalstelle aussuchen und nur kleine Stellen mit einer Einstellung ausbessern. So verhindern Sie unschöne Wiederholungen in den ausgebesserten Bereichen.

Beachten Sie beim Bearbeiten auch die Werkzeugeinstellungen des Klonwerkzeugs (Abbildung 4). Klicken Sie auf den runden Kreis, können Sie andere Werkzeugspitzen auswählen. Hier müssen Sie einfach ausprobieren, welches Werkzeug zu welcher Korrektursituation am besten passt. Dabei ist nicht nur die Größe wichtig, sondern auch die Form: Gute Erfahrungen haben wir bei unseren Tests beispielsweise mit den unregelmäßigen Werkzeugspitzen wie Confetti, Galaxy oder Sand Dunes gemacht, weil sie für eine Struktur in den geklonten Bereichen sorgen, die das Ergebnis verbessert.

Abbildung 4: Die Werkzeugspitzen des Klon-Stempels bieten zahlreiche Optionen zum besseren Arbeiten.

Um nach Ihren Korrekturen eventuell entstandene harte Korrekturübergänge zu glätten, drücken Sie [S]. Damit rufen Sie das Werkzeug Bild verschmieren auf. Fahren Sie mit gedrückter linker Maustaste über korrigierte Stellen, um die Retuschen etwas organischer aussehen zu lassen.

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