Aufmacher Artikel

Der Gnome-Desktop

Freundlicher Gnome

Traditionell ist KDE der bevorzugte Desktop von EasyLinux. Ubuntu setzt aber in der Standard-Variante auf Gnome. Dieser Artikel stellt Ihnen die KDE-Alternative vor.

Auch überzeugte KDE-Benutzer werden beim Gnome-Desktop von Ubuntu schwach: Der Arbeitsplatz zeigt sich aufgeräumt und die Designer von Ubuntu haben keine Mühe gescheut, den Desktop so hübsch wie möglich zu gestalten. Gnome ist allerdings für viele EasyLinux-Leser Neuland: Dieser Artikel zeigt Ihnen die ersten Schritte.

Grundlegende Elemente

Der Gnome-Desktop von Ubuntu bringt am oberen und unteren Bildschirmrand je eine Kontrollleiste mit, die die ganze Bildschirmbreite füllt. Unter Gnome heißen diese Kontrollleisten Panel. Die Programme finden Sie oben links unter Anwendungen. Ein Klick auf Orte verschafft Zugriff Ihren persönlichen Ordner, lokale Datenträger und Netzwerklaufwerke. Hier finden Sie auch die Suchfunktion. Über System / Einstellungen richten Sie das Aussehen der Gnome-Oberfläche ein. Administrative Aufgaben erledigen Sie über System / Administration. In diesem Menü befindet sich auch der Paket-Manager Synaptic und ein neues Tool, mit dessen Hilfe Sie proprietäre Treiber einrichten (Abbildung 1). Rechts von den drei Menüeinträgen sehen Sie drei Schnellstartknöpfe: einen für den Internet-Browser Firefox, einen für das E-Mail- und Kalenderprogramm Evolution und den blauen Kreis mit dem Fragezeichen für das Ubuntu-Hilfezentrum.

Abbildung 1: Ein neues Tool hilft Ihnen bei der Einrichtung proprietärer Treiber, zum Beispiel für ISDN- oder Grafikkarten.

Über den roten Knopf in der rechten oberen Ecke melden Sie sich vom System ab oder versetzen es in einen Ruhezustand. Links vom Abmelde-Button zeigt Gnome die aktuelle Uhrzeit und das Datum an. Ein Klick auf die Uhr öffnet einen Kalender. Den Bereich links neben der Uhr nennt man Systemabschnitt. Hier tummeln sich zahlreiche Miniprogramme, wie Lautstärkeregler, Netzwerk- und Batterieanzeige sowie Update-Benachrichtigung.

Möchten Sie dem Panel ein weiteres Miniprogramm hinzufügen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich der Kontrollleiste und wählen Zum Panel hinzufügen. Im neuen Dialog (Abbildung 2) wählen Sie entweder eines der Miniprogramme aus oder klicken auf Anwendungsstarter, um einen Schnellstartknopf für ein Programm anzulegen. Probieren Sie doch mal das neue Deskbar-Applet aus: es hilft Ihnen bei der Suche nach Dateien und Programmen, egal ob im Internet oder auf Ihrem Rechner.

Abbildung 2: Über diesen Dialog fügen Sie der Gnome-Kontrollleiste einzelne Miniprogramme hinzu.

Virtuelle Arbeitsflächen

Das untere Panel besteht aus vier Elementen. Ganz rechts sehen Sie den Mülleimer. Hier finden Sie (hoffentlich) Ihre versehentlich gelöschten Dateien wieder. Möchten Sie den Müll entsorgen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol und wählen Mülleimer leeren. Links vom Mülleimer stellen zwei graue Flächen den Arbeitsflächenumschalter von Gnome dar. Im Unterschied zu Windows arbeitet Linux mit mehreren so genannten virtuellen Arbeitsflächen. Sie sorgen für mehr Übersicht: So können Sie zum Beispiel auf einem Desktop einen Browser und ein Mail-Programm starten, auf dem anderen OpenOffice. Haben Sie sich erst einmal an die Vorteile der virtuellen Arbeitsflächen gewöhnt, werden Sie vermutlich bald mehr davon benötigen. Gnome erlaubt bis zu 36 Stück. Um die Zahl der Desktops zu erhöhen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Umschalter und wählen Einstellungen aus dem Kontextmenü. Jedem Desktop können Sie auch einen aussagekräftigen Namen zuordnen. Markieren Sie dazu die Option Namen der Arbeitsflächen im Umschalter anzeigen und klicken Sie dann doppelt auf den Eintrag Desk 1, um den ersten Desktop umzubenennen.

Für einen freien Blick auf den Arbeitsplatz sorgt das Symbol ganz links im unteren Panel. Es minimiert auf einen Klick sämtliche Fenster und stellt diese über einen weiteren Klick wieder her. Zwischen dem Desktop-Knopf und dem Arbeitsflächenumschalter befindet sich die Fensterleiste. Mit Klick auf einen der Buttons aktivieren Sie ein Fenster und holen es in den Vordergrund. Möchten Sie ein Programmfenster schließen, minimieren oder maximieren, geht dies ebenfalls über die Fensterleiste. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Fenster und wählen Sie Maximieren, Minimieren oder Schließen. Über Auf andere Arbeitsfläche verschieben und Auswahl eines Eintrags aus dem Untermenü befördern Sie Programme auf einen anderen Desktop. Dies funktioniert sogar per Drag & Drop über den Arbeitsflächenumschalter.

Beide Panels lassen sich optisch anpassen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich der Kontrollleiste und wählen Sie Eigenschaften.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Gnome-Tipps
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
  • Gnome-Tipps
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor. In dieser Ausgabe geht es u. a. um Nautilus, Totem, Evince und Pidgin.
  • Tipps und Tricks zu Gnome
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor. Seit Ausgabe 01/2012 zeigen wir Tricks für die dritte Generation des Desktops: die Gnome Shell.
  • Tipps und Tricks zu Gnome
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
  • Gnome-Tipps
    Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 03/2016: Sicher im Internet

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Aktuelle Fragen

Probleme mit MPC/MPD
Matthias Göhlen, 27.09.2016 13:39, 0 Antworten
Habe gerade mein erstes Raspi Projekt angefangen, typisches Einsteigerding: Vom Raspi 3B zum Radi...
Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 6 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 4 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...
windows bootloader bei instalation gelöscht
markus Schneider, 12.09.2016 23:03, 1 Antworten
Hallo alle zusammen, ich habe neben meinem Windows 10 ein SL 7.2 Linux installiert und musste...