Orwonet

Noch ein Testsieger, aber diesmal vom April dieses Jahres in der Zeitschrift "Guter Rat", ist Orwonet [4] – ganz nebenbei offensichtlich der Nachfolger des in der früheren DDR weltbekannten Filmherstellers Orwo (Original Wolfen). Der bietet nun seine Fotos unter der Marke Pixelnet an (Abbildung 5).

Abbildung 5: Hat die längste Preisliste: Orwonet bietet unter dem Namen "Pixelnet" eine beeindruckende Zahl von Dienstleistungen auch für nicht-digitales Bildmaterial an.

Auch hier das gewohnte Bild: Das Angebot ist üppig, vom einfachen Digitalbildabzug über Tassen, Bären und Elche bis hin zu Fotobüchern in reichhaltiger Form. Zwar bietet Orwonet ebenfalls Extra-Programme zum Download, etwa zum bequemen Erledigen der Bildbestellung im Offline-Betrieb, aber wieder gucken Linux-User in die Röhre: Für sie ist keine Software dabei.

Absolut konkurrenzfähig sind die Preise: In 9x13 kostet ein Bild gerade noch 9 Cent (glänzend) beziehungsweise 12 Cent (matt). Nur wenig teurer ist das Format 10x15: 12 Cent und 15 Cent. Die "Tasse weiß" kostet (ohne Kaffee) 9,50 Euro, das Fotobuch mit Hardcover-Einband und 24 Seiten 19,95 Euro. Die Lieferzeit beträgt für normale Abzüge eher langsame drei bis fünf, für Fotogeschenke gute drei bis vier und für Fotobücher passable fünf bis sieben Werktage.

Pixum

Es gibt kaum Fotodienste im Internet, die nicht irgendwo Testsieger geworden sind. Und so verwundert es nicht, dass sich mit Pixum ein weiterer Gewinner präsentiert (Abbildung 6). Software für Linux-Rechner scheint keine Siegesvoraussetzung zu sein, denn auch Pixum [5] bietet keine an.

Dafür funktioniert der Upload, wie bei den anderen Diensten auch, nach kurzem Einspielen eines Java-Applets reibungslos: Ein Klick auf die Sonne öffnet die Auswahl zum Upload.

Abbildung 6: Beste Preise, aber ebenfalls ohne Linux-Client und zudem mit wenig Flexibilität bei den Dateiformaten: Fotodienst Pixum.

Allerdings scheint es hier zwei Probleme zu geben: Als Dateityp erkennt das Applet ausschließlich JPEG-Dateien, und die Vorschau der Thumbnails funktioniert auch nicht. Die Alternative, der Upload aus dem Browser, ist besser: Hier können Sie PNG-Dateien hochladen, und die Vorschau funktioniert auch. Zudem erreichen Sie von hier leicht die verschiedenen Einkaufsoptionen, etwa die Auswahl der Bildformate oder Anzahl der Bilder mit und ohne weißen Rahmen. Auch das Mischen verschiedener Optionen ist möglich.

Da die Preise mit wachsender Länge dieses Artikels kontinuierlich abnehmen, verwundert der Grundpreis von 7 Cent für 9x13-Bilder und 9 Cent für 10x15 nicht wirklich. Günstiger geht's nimmer. Die "Tasse Rechtshänder (Handwäsche empfohlen)" kostet acht Euro, das Fotobuch in der A4-Hardcover-Version mit 24 Seiten wie anderswo auch runde 25 Euro. Dafür können die anderen Anbieter aber nicht mit einem Ökotest-Ergebnis "sehr gut" aufwarten. Das haben nur die Bücher von Pixum. Herausragend auch die Lieferzeiten: Schon nach einem Tag liegen Ihre Bilder im Briefkasten – vorausgesetzt, die Post spielt mit. Geschenke benötigen vier Tage, das Fotobuch ist nach sieben bis neun Werktagen bei Ihnen.

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