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3D-Treiber für ATI-Karten einrichten

12.07.2007
Benutzer von aktuellen ATI-Grafikkarten haben es unter Linux nicht leicht, wenn es um die Einrichtung der 3D-Unterstützung geht. Dieser Artikel zeigt Ihnen Schritt für Schritt den Weg zum Erfolg.

ATI-Karten galten unter Linux lange Zeit als erste Wahl, weil es dafür – im Gegensatz zu Nvidia – freie 3D-Treiber gab. Seit rund zwei Jahren hat sich das Blatt gewendet: Auch aktuelle ATI-Karten bieten jetzt nur noch mit Closed-Source-Treibern hardwarebeschleunigte Darstellung. Glück haben Benutzer von älteren ATI-Karten. Radeon-Modelle bis zur 9800 arbeiten auch mit dem freien Treiber im 3D-Modus.

Ubuntu Feisty

Am einfachsten funktioniert die Installation der ATI-Treiber in Ubuntu Feisty unter Gnome. Hier starten Sie über System / Administration / Verwaltung eingeschränkter Treiber das neue Ubuntu-Tool zum Einrichten proprietärer Treiber und setzen dann ein Häkchen beim Eintrag Aktiviert (Abbildung 1). Ubuntu fragt daraufhin in einem neuen Dialog nach, ob der Treiber aktiviert werden soll. Wählen Sie dort Treiber aktivieren, lädt Ubuntu das Paket xorg-driver-fglrx aus dem Internet herunter und installiert es. Das neue Tool weist Sie nochmals darauf hin, dass Sie den Rechner neu starten müssen, um in den 3D-Genuss zu kommen – fertig.

Abbildung 1: Ubuntu 7.04 macht die 3D-Einrichtung für aktuelle ATI-Grafikkarten besonders leicht.

OpenSuse 10.2

Ähnlich einfach wie bei Ubuntu installieren Sie die ATI-Treiber unter OpenSuse 10.2. Hier starten Sie über [Alt]+ [F2] und den Befehl kdesu yast2 das Suse-Kontrollzentrum und wählen das Modul Software / Installationsquelle wechseln aus. Klicken Sie auf Hinzufügen / HTTP und geben Sie als Servername die Adresse www2.ati.com an. Unter Verzeichnis auf dem Server tragen Sie suse/10.2 ein. Bestätigen Sie mit OK, warnt Suse vor dem unbekannten GPG-Schlüssel der neuen Quelle. Wählen Sie hier Ja und im folgenden Dialog Importieren. Ein Klick auf Beenden schließt die Einstellung ab.

Starten Sie nun das Modul Software installieren oder löschen und suchen Sie nach fglrx. Installieren Sie das Paket ati-fglrxG01-kmp-default und beenden Sie YaST. Die Treiber sind nun installiert, und Sie müssen nur noch die grafische Oberfläche einrichten:

  1. Öffnen Sie über [Alt]+ [F2] und den Befehl kdesu konsole ein Terminalfenster mit Administratorrechten.
  2. Speichern Sie alle Arbeiten und geben Sie danach in der Konsole den Befehl init 3 ein. Das System beendet den grafischen Modus.
  3. Melden Sie sich auf der textbasierten Oberfläche als root an. Das Passwort müssen Sie blind eintippen, Linux zeigt keine Sternchen an.
  4. Starten Sie das Suse-Tool zur Konfiguration der grafischen Oberfläche über den Befehl

    sax2 -m 0=fglrx

(lies: Null gleich fglrx). In SaX richten Sie die grafische Oberfläche wie gewohnt ein und beenden das Programm mit einem Test. Hat alles geklappt, verlassen Sie SaX und gelangen über den Befehl init 5 wieder zurück zur grafischen Oberfläche. Ein Kernel-Update übersteht der so eingebundene Treiber problemlos, da YaST mit dem Update falls benötigt auch den Treiber neu installiert.

Sollte es bei der Installation zu Problemen kommen, können Sie auch folgende Anleitung für Suse Linux 10.1 probieren.

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