WPA

Haben Sie das Passwort für die WPA-Verschlüsselung im Access Point gesetzt, brauchen noch WLAN-Karte und -Stick das richtige Passwort, um sich dort anzumelden. Um diese Daten einzugeben, klicken Sie auf Ihr Netz und dann auf Konfigurieren. Als Betriebsmodus wählen Sie gewöhnlich Geführt aus dem Drop-down-Menü, als ESSID tragen Sie die Ihres Access Points ein. Dann folgt im nächsten Drop-down-Menü die Art der Verschlüsselung: Je nachdem, welche der Access Point beherrscht – WPA oder WPA2 –, wählen Sie diese aus und geben in die Zeile darunter den erzeugten Schlüssel ein. Im Test kam das in wpa_password angegebene Textpasswort pinguinekoennenfliegen zum Einsatz. Der Grund: Der schon ältere Router, der zugleich als Access Point dient, kam nur mit 32-stelligen Schlüsseln klar. Wenn es geht, tragen Sie aber den 64-stelligen hexadezimalen Schlüssel ein, den wpa_password generiert.

Neben dem WPA-Schlüssel braucht die WLAN-Hardware auch eine IP-Adresse. Vermutlich vergibt der Access Point diese automatisch über DHCP. Andernfalls tragen Sie IP-Adresse, Gateway und Name-Server manuell ein – letztlich unterscheidet sich dieser Punkt nicht von der Konfiguration einer gewöhnlichen Ethernet-Karte. Ein Klick auf OK schließt die Konfiguration ab. Im Fenster Wireless Verbindung wählen Sie nun Verbinden, um sich bei Ihrem Access Point anzumelden. Klappt das, erscheint links neben dem Router ein entsprechendes Symbol. Gewöhnlich taucht unten rechts in der Fußzeile zugleich eine Erfolgsmeldung auf.

Mandriva-Problem nach dem Neustart

Ein Problem ergab sich mit Mandriva Linux 2007 und dem Netgear WG111T: Nach dem Neustart lud Mandriva zwar das Ndiswrapper-Modul, erkannte aber den Stick nicht. Ein Workaround für das Problem besteht darin, den Stick erst nach dem Hochfahren des Rechners anzuschließen. Dann erkennt Linux ihn, wählt den richtigen Treiber und meldet die Hardware automatisch beim Access Point an.

Fazit

Die von KDE mitgelieferten grafischen Konfigurationstools erfüllen zwar ihren Zweck, unterliegen aber noch Einschränkungen. Während einige von ihnen dem Benutzer nur die Möglichkeit lassen, die unsichere WEP-Verschlüsselung (Kwifi-Manager, Wlassistant) einzurichten, unterstützen andere (Drakroam) nur eine Handvoll WLAN-Hardware. Zudem besteht die komplette Konfiguration noch immer aus zwei Schritten: Sie müssen zuerst die Treiber installieren, um in einem zweiten Schritt die Verschlüsselung einzurichten. Das ginge einfacher und komfortabler. Hoffnung macht aber, dass die Kernel-Entwickler zur Zeit an einem neuen Grundgerüst für den Umgang mit WLAN-Hardware arbeiten, was das Einrichten des WLAN zukünftig erleichtern dürfte. (kki)@K:Hardware,WLAN

Glossar

Versteckte ESSID

Die Option sorgt dafür, dass die Nachbarn Ihr WLAN-Netz nicht ohne Weiteres entdecken. Die meisten Access Points unterstützen diese Möglichkeit. Mit speziellen Programmen lassen sich aber auch versteckte WLAN-Netze entdecken.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Kein Salat
    Kabelsalat ist out – WLAN ist in. Am einfachsten gestaltet sich der Umstieg auf die drahtlose Technologie mit einem USB-Adapter. EasyLinux stellt acht Geräte vor, die auch unter Linux funktionieren.
  • Positive Wellen
    Hersteller aktueller WLAN-Produkte versprechen traumhafte Übertragungsraten von bis zu 300 MBit/s. In der Realität fällt die Geschwindigkeiten deutlich geringer aus.
  • G-Schwindigkeit
    Im letzten WLAN-Test des LinuxUser funktionierten nur drei von sieben USB-Sticks mit Linux. Seither hat sich in der Treiberlandschaft einiges geändert – zu Gunsten von Open Source.
  • Ungebunden
    Kabel sind out, WLAN ist in. Dieser Artikel beschreibt, wie Sie unter den EasyLinux-Distributionen OpenSuse, Ubuntu und Mandriva mit Bordmitteln eine drahtlose Verbindung aufbauen.
  • Wellenfänger
    Wer schnell und unkompliziert eine WLAN-Verbindung aufbauen möchten, kommt zurzeit am Networkmanager nicht vorbei. Es sei denn, Wifi-Radar ist im Einsatz.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 08-10/2017: BACKUP

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 2 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...