Home / EasyLinux / 2007 / 02 / Sturm auf die Sonderzeichen

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Eingedost
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Aufteiler
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Aufmacher Artikel

Sturm auf die Sonderzeichen

KCharSelect

12.04.2007 Buchstaben mit Akzenten, einer Tilde oder einem Zirkumflex (^) zu versehen, ist auch unter Linux keine Zauberei. Wer die so genannten Dead keys für den X-Server abgeschaltet hat oder spezielle Sonderzeichen sucht, greift zu KCharSelect.

Buchstaben wie "é" oder "ñ" finden Sie nicht auf einer Standardtastatur – Sie können solche Zeichen aber manuell zusammensetzen, wenn Sie mit den richtigen Keyboard-Einstellungen arbeiten. Dann nutzen Sie so genannte Dead keys (oft unglücklich als "tote Tasten" übersetzt): Beim Drücken einer solchen Taste erscheint nicht sofort ein Zeichen, sondern das System wartet noch auf Ihren nächsten Tastendruck, um zu erkennen, welches Zeichen Sie eingeben wollten.

Ein Beispiel für Dead keys ist die Akzenttaste (auf deutschen Tastaturen direkt neben dem scharfen S): Sind die Deadkeys in der Konfiguration des X-Servers aktiviert, sorgt ein Druck auf ['] und [E] für die Ausgabe des Zeichens "é". Auf deutschen Tastaturen sind darüber hinaus oft die Tilde ("~") und der Zirkumflex ("^") als Dead key eingerichtet. Soll das Zeichen alleine und nicht in Kombination mit einem anderen Buchstaben erscheinen, drücken Sie die entsprechende Taste gefolgt von der Leertaste.

Viele Distributionen schalten die Dead keys schon bei der Installation ab. Werfen Sie einen Blick in die Konfiguration des X-Servers (Datei /etc/X11/xorg.conf): Sehen Sie dort die Zeile

Option  "XkbVariant"  "nodeadkeys"

funktionieren die Dead keys nicht, und das jeweilige Zeichen erscheint sofort, so dass [~],[N] nicht etwa "ñ" sondern "~n" ergibt. Praktisch ist diese Einstellung vor allem für Programmierer oder LaTeX-Anwender – wer allerdings häufiger französische oder spanische Texte verfasst, vermisst das Feature oft schmerzlich.

KCharSelect zu Diensten

Einen Ausweg aus der Misere bietet das KDE-Tool KCharSelect, das Sie in allen von EasyLinux unterstützten Distributionen finden. Unter Suse Linux 10.1 und OpenSuse 10.2 installieren Sie dazu das Paket kdeutils3-extra, bei Mandriva 2007 kdeutils-kcharselect und unter Ubuntu 6.06 das Paket kcharselect. Sie rufen den Sonderzeichen-Künstler beispielsweise über den Schnellstarter [Alt]+[F2] und Eingabe von kcharselect auf den Plan.

Nach Schriftarten und Zeichentabellen sortiert präsentiert KCharSelect nun alle möglichen Buchstaben und Sonderzeichen. Um ein Zeichen aus der Anwendung heraus zu kopieren und an anderer Stelle einzufügen, markieren Sie das Symbol mit der linken Maustaste und wählen Bearbeiten / In die Zwischenablage. Schneller geht es, wenn Sie auf den Button In die Zwischenablage klicken oder die Tastenkombination [Strg]+[C] zum Kopieren verwenden. Zum Einfügen in einer anderen Anwendung verwenden Sie entsprechend den Shortcut [Strg]+[V] oder drücken die mittlere Maustaste. KCharSelect arbeitet nicht nur mit den bekannten KDE-Anwendungen, wie Kate, KWrite, KMail usw., zusammen, sondern zeigt sich mit fast jedem Progamm kooperativ, etwa OpenOffice, Evolution, AbiWord & Co.

Klein und schick als Applet

Wer bestimmte Zeichen immer wieder benötigt, kann die Zusammenarbeit mit KCharSelect über ein Applet in der KDE-Kontrollleiste weiter verbessern. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle im Panel und wählen Sie aus dem Kontextmenü Miniprogramm hinzufügen. Im sich öffnenden Dialogfenster markieren Sie den Eintrag Tabelle zur Zeichenauswahl und klicken auf Hinzufügen. (Mandriva Linux 2007 enthält dieses Applet leider nicht.)

Um die Sonderzeichenauswahl an eigene Vorstellungen anzupassen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Applet und rufen Tabelle zur Zeichenauswahl einrichten auf. Neben den dort präsentierten Symbolen passen Sie die Zeilenbreite und -höhe an. Ein Klick auf OK schließt die Einrichtung ab. Zum Kopieren eines Sonderzeichens reicht es nun aus, das entsprechende Symbol im Applet mit der linken Maustaste auszuwählen. Anschließend fügen Sie das Zeichen wie gewohnt über [Strg]+[V] oder mit der mittleren Maustaste ein.

Tip a friend    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1031 Hits
Wertung: 72 Punkte (10 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2014_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

Tipp der Woche

Bilder vergleichen mit diffimg
Bilder vergleichen mit diffimg
Tim Schürmann, 01.04.2014 12:40, 1 Kommentare

Das kleine Werkzeug diffimg kann zwei (scheinbar) identische Bilder miteinander vergleichen und die Unterschiede optisch hervorheben. Damit lassen sich nicht nur Rätsel a la „Orignial und Fäls...

Aktuelle Fragen

programm suche
Hans-Joachim Köpke, 13.04.2014 10:43, 8 Antworten
suche noch programme die zu windows gibt, die auch unter linux laufen bzw sich ähneln sozusagen a...
Funknetz (Web-Stick)
Hans-Joachim Köpke, 04.04.2014 07:31, 2 Antworten
Bei Windows7 brauche ich den Stick nur ins USB-Fach schieben dann erkennt Windows7 Automatisch, a...
Ubuntu 13.10 überschreibt immer Windows 8 Bootmanager
Thomas Weiss, 15.03.2014 19:20, 8 Antworten
Hallo Leute, ich hoffe das ich richtig bin. Ich habe einen Dell Insipron 660 Ich möchte gerne Ub...
USB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy *, 14.03.2014 13:04, 15 Antworten
ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden dam...
Treiber
Michael Kristahn, 12.03.2014 08:28, 5 Antworten
Habe mir ein Scanner gebraucht gekauft von Canon CanoScan LiDE 70 kein Treiber wie bekomme ich de...