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Kennen Sie Kate?

Dateien im Editor Kate bearbeiten

12.04.2007 Während man sich unter Windows über die Jahre so durchklickt, kommt bei Linux früher oder später der Punkt, an dem man etwas am System verändern will oder muss. Spätestens dann benötigen Sie einen guten Editor.

Einer der großen Vorteile von Linux gegenüber Windows besteht darin, dass die meisten Systemdateien in einem lesbaren Format (Klartext) vorliegen. Wenn man also nicht genau weiß, was eine bestimmte Datei bezweckt, öffnet man diese in einem geeigneten Programm und liest sich schlau. Ein Programm, mit dem man Textdateien lesen und bearbeiten kann, nennt man Editor. Im Unterschied zu einem Textverarbeitungsprogramm (OpenOffice Writer, KWord) hat der Editor nicht die Aufgabe, den Text besonders hübsch zu gestalten, sondern er soll ein möglichst effizientes Arbeiten ermöglichen. Ein Linux-Standardsystem bringt in der Regel ein halbes Dutzend Editoren mit. Dieser Workshop stellt Ihnen den KDE-Editor Kate vor.

Kate oder KWrite

Auf einem KDE-System finden Sie standardmäßig zwei Editoren: Kate und KWrite. Beide Programme lassen sich ähnlich bedienen, die Unterschiede liegen im Detail. Während KWrite jede Datei in einem eigenen Fester öffnet, arbeitet Kate in der Grundeinstellung mit einer Dateiliste im gleichen Fenster. Über den Menüpunkt Fenster / Neues Fenster können Sie aber auch in Kate mit mehreren Fenstern arbeiten. Weitere Vorteile von Kate gegenüber KWrite sind die integrierte Kommandozeile, die Funktion zur automatischen Wortergänzung und die Option zum Unterteilen des Editorfensters.

In gewissen Situationen ohne grafische Oberfläche benötigt man auch auf der Kommandozeile einen Editor. Tipps dazu finden Sie im Kasten "Editor im Textmodus".

Editor im Textmodus

Im Unterschied zur grafischen Oberfläche bietet textbasierte Editoren in der Regel kein Menü und keine Möglichkeit, Dateien per Mausklick zu öffnen oder zu speichern. Die meist benutzten Editoren für die Kommandozeile sind vi und emacs. Für Einsteiger eignen sich diese aber weniger, da bei der Bedienung einige Besonderheiten zu beachten sind. Benutzerfreundlicher sind nano und mcedit. Nano gehört bei Suse Linux und Ubuntu zur Standardinstallation, den Editor des Midnight Commanders finden Sie im Paket mc. Bei Mandriva Linux ist der Midnight Commander nach einer Standardinstallation mit an Bord, nano müssen Sie nachträglich einspielen.

Nano ist ein sehr kleiner Editor, sämtliche Funktionen erreichen Sie über Tastenkürzel, wobei das ^-Zeichen die Steuerungstaste meint. ^G bedeutet somit [Strg]+ [G] , ^X [Strg]+ [X] und so weiter. Der Editor des Dateimanagers Midnight Commander bringt zusätzliche Funktionen mit. Möchten Sie zum Beispiel die Datei /etc/fstab mit mcedit bearbeiten, geben Sie folgenden Befehl ein:

mcedit /etc/fstab

Im Editor sehen Sie unten die einzelnen Menüpunkte mit einer vorangestellten Zahl (Abbildung 2). Die Zahl weist auf die jeweilige Funktionstaste hin. Über [F1] öffnen Sie somit die Hilfe, mit [F2] speichern Sie die Datei, mit [F3] markieren Sie einen bestimmten Bereich und so weiter. Das vollständige Menü des Editors schalten Sie über [F9] ein und aus. Die meisten Menüpunkte erreichen Sie auch hier mit Funktionstasten. Kürzel wie C-u bedeuten, dass Sie die Steuerungstaste (englisch: Control) und den Buchstaben gleichzeitig drücken müssen.

Abbildung 2

Abbildung 2: Auf der Kommandozeile arbeiten Sie am besten mit dem Editor "mcedit".

Kate stellt sich vor

Zum Start von Kate drücken Sie [Alt]+ [F2] und geben dann den Befehl kate ein. Um eine Datei zu öffnen, die nur Root lesen oder schreiben darf, starten Sie den KDE-Editor über den Befehl kdesu kate. Benutzen Sie Kate zum ersten Mal, erscheint der Dialog Sitzungsauswahl Kate (Abbildung 1). Markieren Sie hier die Option Diese Auswahl merken und klicken Sie auf Sitzung öffnen. Kate öffnet dann beim nächsten Start gleich das Editorfenster, ohne die Sitzungsauswahl anzuzeigen. Details zur Sitzungsverwaltung finden Sie im Abschnitt "Sitzungen mit Kate".

Abbildung 1

Abbildung 1: Die Sitzungsauswahl zeigt Ihnen an, wie viele Dokumente Kate öffnen wird. Um sie auszuschalten, markieren Sie die Option "Diese Auswahl merken".

Das Hauptfenster des KDE-Editors (Abbildung 3) zeigt auf der linken Seite im Reiter Dokumente die Liste der geöffneten Dateien an. Beim Start öffnet Kate automatisch die zuletzt benutzten Dokumente. Gibt es keine, legt der Editor ein Dokument mit dem Titel Unbenannt an. Um eine Datei zu öffnen, wählen Sie entweder Datei / Öffnen aus dem Menü von Kate oder klicken auf den Reiter Dateisystem-Browser. Eine neue Datei legen Sie per Mausklick auf das Symbol mit dem leeren Papierblatt an.

Abbildung 3

Abbildung 3: Das Hauptfenster von Kate zeigt die Datei "/etc/fstab" an.

Auf der rechten Seite sehen Sie den Editorbereich von Kate. Hier können Sie nach Lust und Laune schreiben und Texte ändern. Ist Ihnen die ausgewählte Schrift zu klein oder zu groß, klicken Sie auf eines der zwei Lupensymbole in der Werkzeugleiste. Das Editorfenster von Kate lässt sich beliebig unterteilen. Wählen Sie dazu Fenster / Senkrecht teilen bzw. Fenster / Waagrecht teilen.

Um zwischen den einzelnen Dokumenten zu wechseln, bietet Kate gleich mehrere Möglichkeiten an. Am schnellsten arbeiten Sie mit den Pfeiltasten über die Kombination [Alt]+ [Rechts] bzw. [Alt]+ [Links] . Alternativ wählen Sie die gewünschte Datei über das Menü Dokument oder den Reiter Dokumente aus.

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