Richtig speichern

Impress bietet verschiedene Möglichkeiten an, Präsentationen zu speichern. Das programmeigene Format odp (für "OpenDocument Presentation") eignet sich eigentlich nur zum Bearbeiten einer Präsentation. Zum Vorführen sind andere Formate besser: HTML: Die "HyperText Markup Language" ist das meistverbreitete Internet-Format. Jeder Webbrowser liest und zeigt HTML-Dateien an. Mit Impresss können Sie HTML-Dateien direkt erstellen. Wählen Sie Datei/Exportieren und dort das Dateiformat HTML-Dokument. Klicken Sie anschließend auf Exportieren. Im nächsten Schritt übernehmen Sie die Option Neues Design. Erst wenn Sie eigene Designs gespeichert haben, stehen Ihnen hier weitere Optionen zur Verfügung. Klicken Sie also einfach auf Weiter. Wählen Sie im nächsten Fenster unter Art der Veröffentlichung die Option Automatisch. So übernehmen Sie die eingestellten Zeiten für das Überblenden zur nächsten Folie. Das Häkchen bei Endlos bedeutet, dass die Präsentation nach der letzten wieder mit der ersten Folie startet. Klicken Sie wieder auf Weiter und stellen Sie bei Monitorauflösung zum Beispiel eine Mittlere Auflösung (800x600 Pixel) ein. Der Klick auf Fertig stellen beendet den HTML-Export. Tragen Sie zum Schluss einen Namen ein (zum Beispiel diashow.html) und klicken Sie auf Speichern. Die fertigen HTML-Dateien finden Sie im selben Verzeichnis wie Ihre Präsentation. Doppelklicken Sie auf die HTML-Datei mit dem Namen Ihrer Diashow, um sie in Ihrem Internet-Browser abzuspielen.

Beachten Sie, dass beim Export in HTML die Einstellungen für die Folienübergänge verloren gehen. Macromedia Flash: Swf ist ein Dateiformat für Animationen und Filme. Flash-Filme finden sich vor allem im Internet, können aber auch auf CD/DVD gebrannt werden. Flash ist eigentlich ein Programm, das auch zu fließenden Übergängen und Alpha-Blenden fähig ist. Leider schafft Impress es aber auch bei Flash nicht, die Folienübergänge und die eingestellten Zeiten zu erhalten. Also bleibt in der fertigen Flash-Datei nichts weiter übrig, als das Weiterschalten zum nächsten Dia per Mausklick zu steuern.

Abbildung 4: Im "Datei"-Menü finden Sie die Exportmöglichkeiten Ihrer Show, hier zum Beispiel das Exportformat "Macromedia Flash (swf).

Wenn Sie Ihre Show dennoch in Flash vorführen möchten, wählen sie den Menüpunkt Datei/Exportieren und entscheiden sich für das Dateiformat Macromedia Flash (swf). Ein Klick auf Exportieren schließt den Flash-Export bereits ab. Im Verzeichnis Ihrer Präsentation finden Sie anschließend die Datei diashow.swf. Das Portable Document Format (PDF) hat sich vor allem im Internet bewährt. PDF-Dateien brauchen relativ wenig Speicherplatz und sind zudem dokumentenecht. Das heißt: Sie geben Ihr Dokument genauso wieder, wie Sie es formatiert haben. Auch beim Speichern im PDF-Format übernimmt Impress die Animationen und Übergänge nicht.

Überraschenderweise müssen Sie ausgerechnet in diesem Format auf Ihre Animationen dennoch nicht verzichten. Allerdings benötigen Sie dafür einen anderen PDF-Viewer als den üblichen Acrobat Reader: Verwenden Sie KPDF, der mehr kann, als PDF-Dateien nur anzeigen. Um Ihre Präsentation in KPDF zu öffnen, klicken Sie die Datei diashow.pdf mit der rechten Maustaste an. Wählen Sie aus dem Kontextmenü Öffnen mit/KPDF. Im Programm KPDF entscheiden Sie sich aus dem Menü Einstellungen für KPDF einrichten und klicken dort auf die Kategorie Präsentation. Wählen Sie bei Standardübergang über den Abwärtspfeil einen Übergang aus. Nehmen Sie Zufälligen Übergang, nimmt Ihnen KPDF die Wahl zufallsgesteuert ab. Die Präsentation starten Sie über Ansicht/Präsentation oder – schneller – mit [Strg]+ [Umschalt]+ [P] . Die Präsentationseinstellungen übernimmt KPDF übrigens nicht nur für diese Datei, sondern als Grundeinstellung für alle PDF-Dateien mit.

Autorun-CD erstellen

Sie haben nun auf die eine oder andere Weise eine Präsentation erstellt und exportiert. Um diese Show überall zeigen zu können, brennen Sie sie auf eine CD-ROM. Besten Komfort bietet dabei für Windows-Rechner eine so genannte Autorun-CD, die direkt nach dem Einlegen ihre Dienste anbietet. Unter Linux funktioniert diese Autorun-Funktion leider nicht. Nach dem Autostart der CD müssen Sie daher Ihre Diashow per Mausklick auf den Dateinamen starten. Um eine Autorun-CD zu erstellen, benötigen Sie eine kleine Datei namens autorun.inf, die Sie leicht mit einem Texteditor (zum Beispiel KWrite oder Kate) erstellen. Windows liest beim Einlegen einer CD-ROM diese inf-Datei. So erstellen Sie diese Datei:

  1. Drücken Sie [Alt]+ [F2] und tippen Sie KWrite. Klicken Sie auf Ausführen.
  2. Geben Sie den folgenden Text ein:

    [autorun]
    open=ShellExe.exe diashow.html

Tragen Sie in dieser Zeile den vollständigen Dateinamen Ihrer Show ein, also zum Beispiel diashow.html, aber auch diashow.swf oder diashow.pdf – je nachdem, wie Sie Ihre Datei genannt haben. Das kleine Programm ShellExe.exe, das Sie unter Windows zum Ausführen der Startdatei benötigen, finden Sie auf der Heft-DVD [1].

  1. Wählen Sie aus dem Menü Datei/Speichern unter... und geben Sie als Dateiname bei Adresse autorun.inf ein. Klicken Sie auf Speichern.

    Abbildung 5: So sieht die Datei "autorun.inf" aus, die später Ihre Diashow von CD aus startet.

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