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Effizienter arbeiten mit GIMP

Anwender-Tipps und kleine Kniffe zu Gimp

12.04.2007 Die Gimp-Tipps bringen Ihnen Gimp-Funktionen und -Arbeitstechniken näher. In dieser Ausgabe zeigen wir, wie Sie ansprechende Fotomontagen erstellen. Alle Tipps beziehen sich auf die aktuelle Gimp-Version 2.3.14, die wir in der letzten Ausgabe vorgestellt haben.

Tipp: Scherenschnitt per Bildbearbeitung

Vielleicht kennen Sie folgende Situation: Sie fotografieren ein paar Personen ohne Aufhellblitz gegen das Sonnenlicht, und auf dem Foto erkennt man nur die Schatten der Leute; die ganze Szenerie wirkt wie ein Scherenschnitt. Auf diese Art kommen jedoch auch sehr ansprechende Bilder zustande, die dann gut für die Bildbearbeitung brauchbar sind, wenn man von Personen nur Umrisse darstellen will.

In diesem Tipp zeigen wir Ihnen, wie Sie auch ohne die dafür nötigen Lichtverhältnisse eine Fotosituation wie in Abbildung 1 konstruieren.

  1. Öffnen Sie ein Foto mit einer oder mehreren Personen, die Sie später als Scherenschnitt in ein Bild einfügen möchten.
  2. Rufen Sie den Menüpunkt Farben / Invertieren auf.
  3. Öffnen Sie danach im selben Menü den Punkt Farben entfernen und wählen Sie im Dialog Grauwert bestimmen nach die Option Durchschnitt aus.
  4. Im nächsten Schritt wird nun der Kontrast zwischen hell und dunkel besser heraus gearbeitet. Hierfür öffnen Sie im Menü Farben den Punkt Schwellwert. Im Dialogfenster Schwellwert anwenden stehen Ihnen zwei Regler zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie die Kontraste besser herausarbeiten. Aktivieren Sie für diesen Vorgang unbedingt die Vorschau, um das Ergebnis kontrollieren zu können.
  5. Gibt es Stellen, die noch nicht optimal abgedeckt sind, bearbeiten Sie diese noch mit der passenden Farbe über das Pinselwerkzeug nach.
  6. Wählen Sie mit dem Zauberstab ( [U]) das Objekt aus und fügen Sie es in einer neuen Ebene in das Bild zur Fotomontage ein. Dort können Sie die Farbe ( Farbe / Einfärben) und die Deckkraft der Ebene anpassen.

    Abbildung 1

    Abbildung 1: Der Scherenschnitt wird auch gern in der Werbung eingesetzt, um die Aufmerksamkeit auf bestimmte Bildobjekte zu lenken.

Tipp: Portraits einmal anders

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Portrait nachträglich zu bearbeiten, um mehr Aufmerksamkeit auf die Person zu ziehen. Die in diesem Tipp beschriebene Portraitbearbeitung garantiert Ihnen auch ohne nachträgliche Verschönerungsarbeit die Gunst des Betrachters.

  1. Öffnen Sie das gewünschte Portraitfoto und legen Sie eine neue transparente Ebene an ( Ebene / Neue Ebene).
  2. In den nächsten Schritten erzeugen Sie die Illusion von Polaroidfotos. Dazu erstellen Sie mit dem rechteckigen Auswahlwerkzeug ( [R]) eine Auswahl, die passend zur Gesamtgröße des Portraits ein Polaroidbild darstellen soll. Füllen Sie die Auswahl mit weißer Farbe ( [Umschalt]+ [B] ), verkleinern Sie sie über Auswahl / Verkeinern um ca. fünf bis zehn Pixel und entfernen Sie den Rest mit [Strg]+ [X] . Das Ergebnis sieht noch nicht wie ein Polaroidfoto aus, da bei diesen der untere weiße Rand meist etwas breiter ist. Wählen Sie abermals das rechteckige Auswahlwerkzeug aus und platzieren Sie es im unteren Bereich. Füllen Sie die Auswahl mit weißer Farbe, so dass das Bild nun die Optik eines Polaroidfotos hat.
  3. Markieren Sie mit dem Zauberstab ( [U]) den weißen Bereich und fügen Sie der Auswahl über Filter / Licht und Schatten / Drop Shadow einen Schatten hinzu.
  4. Zum Abschluss positionieren Sie die Schattenebene unterhalb der Polaroidebene und verbinden beide Ebenen ( Ebene / Nach unten vereinen).

Nun haben Sie das Basisfoto erstellt und können über Ebene / Ebene duplizieren beliebig viele Polaroidelemente erstellen. Die einzelnen Ebenen verschieben Sie an die passenden Stellen und rotieren sie mit dem Transformationswerkzeug ( [Umschalt]+ [R] ) in verschiedene Richtungen (Abbildung 2). Mit dem Radierwerkzeug ( [Umschalt]+ [E] ) entfernen Sie überschüssige Bereiche an den sich überlappenden Stellen. So wird das Bild authentischer.

Abbildung 2

Abbildung 2: Besonders raffiniert wirkt diese Art von Portraitfoto, wenn die Person vorgibt, sie würde eines der Polaroidbilder in der Hand halten.

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