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Xandros Desktop Professional 4.1

11.01.2007
Mit wenigen Klicks ans Ziel: Die Xandros-Entwickler versprechen eine unkomplizierte Installation, gute Hardwareerkennung und eine Oberfläche, in der sich Ein- und Umsteiger direkt zu Hause fühlen. Wir haben die deutsche Neuauflage der Distribution unter die Lupe genommen.

Neuigkeiten aus dem Hause Xandros [1]: Nach der englischen Ausgabe 4.0 (wir berichteten [2]) ist nun die deutsche Version der Debian-basierten Linux-Distribution erschienen. Bei Xandros Desktop Professional 4.1 werkelt unter der Haube Kernel 2.6.18, als X-Server kommt X.org 7.1 zum Einsatz. Ebenfalls mit an Bord: KDE 3.4.2, Firefox 2.0 und CrossOver Office 5.9.1. Wer es gerne bunt mag, freut sich in der neuen Version über die schicken 3D-Effekte auf dem Desktop. Screenshots der grafischen Effekte und eine Auflistung der unterstützten Grafikkarten finden Sie unter [3]. Weiterhin verbesserten die Entwickler nach Angaben von Xandros die Unterstützung von WLAN-Karten. Die getestete Professional-Version unterscheidet sich von der Home-Variante in folgenden Punkten:

  • ADS-Unterstützung (Microsoft Active Directory Service)
  • XDMS-Support (Xandros Desktop Management Server)
  • Citrix- und SAP-Client
  • Längerer Support
  • UMTS-HSDPA-Unterstützung

Kompatibilität zu Microsoft Windows erfahren Anwender nicht nur durch Codeweavers CrossOver Office [4], sondern auch mit dem Xandros-Dateimanager, der per Mausklick auf Windows-Netzwerke, freigegebene Ordner und Drucker zugreift. Darüber hinaus ist es dank Paragons "NTFS für Linux" [5] möglich, auf NTFS-Partitionen nicht nur lesend, sondern auch schreibend zuzugreifen.

Installation

Der Distributor bietet zwei Möglichkeiten an, Xandros auf die Platte zu bringen: die Expressinstallation und die benutzerdefinierte Installation. Die Express-Variante spielt Xandros Desktop Professional mit sämtlichen Standardeinstellungen ein – die Möglichkeit, selbst zu partitionieren und gezielt Software auszuwählen, bietet diese Methode nicht. Das ist ein ideales Szenario für Benutzer, die ohne große Umschweife Xandros verwenden wollen: Sie geben lediglich das Administratorpasswort, den Rechner- und Benutzernamen samt Kennwort ein, und schon geht's los. Diese Variante benötigt mindestens 2 GByte freien Festplattenspeicher.

Die benutzerdefinierte Installation lässt Ihnen mehr Entscheidungsspielraum. Zunächst wählen Sie zwischen den Installationsvorgaben

  • Minimal (nur grundlegende Komponenten werden installiert, erfordert mindestens 1,5 GByte freien Platz).
  • Standard (installiert gängige Anwendungen, erfordert 2 GByte freien Platz).
  • Vollständig (komplette Installation aller Komponenten, benötigt bis zu 2,5 GByte freien Platz).
  • Benutzerdefiniert (freie Auswahl der Programme).

Soll sich Xandros Desktop Professional 4.1 die Festplatte mit anderen Betriebssystemen teilen, ist die benutzerdefinierte Installation der richtige Weg: Der Partitionierungsassistent bietet u. a. Optionen zum Verkleinern vorhandener Partitionen (auch von Windows-Systemen) an. Im Test reduzierte der Installer die NTFS-Partition ohne Probleme auf die gewünschte Größe; einen entsprechenden Eintrag im Bootmenü legt er ebenfalls an.

Schlägt eine der beiden Installationsvarianten fehl, beispielsweise wegen falsch erkannter Hardwarekomponenten, drücken Sie kurz nach dem Rechnerstart die Leertaste, um zum Troubleshooting-Menü zu gelangen. Dieses stellt Ihnen verschiedene Bootparameter zur Verfügung, welche die mitgelieferte Dokumentation ausführlich erklärt.

Das neue Zuhause

Xandros hat sich auf die Fahnen geschrieben, Windows-Anwendern den Umstieg auf ein Linux-System so leicht wie möglich zu machen. Dazu trägt nicht nur die aufgeräumte Oberfläche, sondern auch der Dateimanager, der dem Windows Explorer nachempfunden ist, bei (Abbildung 1). Sofern Xandros neben Windows installiert wurde, hängt die Distribution die vorhandenen Windows-Partitionen automatisch ein und versieht sie mit Windows-typischen Laufwerksbuchstaben (z. B. C:\). Für den Schreibzugriff auf NTFS-Partitionen stellt Xandros als festen Bestandteil der Distribution Paragons kommerziellen Treiber "NTFS für Linux" bereit.

Abbildung 1: Der Xandros-Desktop präsentiert sich übersichtlich und aufgeräumt – hier finden sich Einsteiger schnell zurecht.

Auch im Multimediabereich punktet Xandros: Die Distribution bringt Player für alle gängigen Audio- und Videoformate mit und spielt diese anstandslos ab; Unterstützung für CSS-geschützte DVDs gibt es jedoch nicht. Dafür enthält Xandros Real- und Flash-Player, und auch die entsprechenden Browser-Plug-ins funktionieren out of the box.

Das CD- und DVD-Brennprogramm ist praktischerweise direkt in den Dateimanager integriert. Per Klick auf Alle Dateien auf Disk schreiben oder Alle Dateien zum Disk-Projekt hinzufügen wandern die Daten auf die Silberscheiben oder in einen Sammelordner. Alternativ ziehen Sie Dateien per Drag & Drop auf den Ordner DVD-Schreiber.

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