Aufmacher Artikel

Fernseh-Archiv auf DVD

TV-Aufnahmen mit Menüs auf DVDs brennen

11.01.2007
Mit DVDStyler und ein paar kleinen Tricks und Kniffen brennen Sie Ihre digitalen TV-Aufnahmen auf DVD – wie es sich gehört, erhält die DVD auch ein komfortables Menü.

Der Videorekorder hat ausgedient: Ein Computer mit TV-Karte erledigt seine Aufgaben mindestens ebenso gut und nimmt weniger Platz weg: Weil ein Rechner schon vorhanden ist, ist es günstiger, ihn mit einer TV-Karte auszustatten, als einen vollwertigen Videorekorder zu kaufen.

Trotz der beständig steigenden Plattenkapazitäten kommen Sie, wenn Sie viele Sendungen aufnehmen, bald an den Punkt, an dem die Platte voll ist. Dann löschen Sie entweder alte Videos oder gehen einen anderen Weg, wenn Sie auf Ihre alten Aufnahmen nicht verzichten wollen: Mit den passenden Tools und Hilfsmitteln archivieren Sie Aufnahmen auf DVD – und das nicht im DVB-Format, sondern als klassische Video-DVD, so dass Sie den archivierten Film auf jedem DVD-Player abspielen können.

Format-Dschungel

Das größte Problem bei der DVD-Erstellung ist die Vielfalt der Videoformate – die diversen TV-Anwendungen unter Linux nutzen kein einheitliches Format zum Speichern der Vieodaten. Aktuelle (Hardware-) DVD-Player spielen zwar die meisten Formate ab – darauf kann man sich aber nicht verlassen, denn der DVD-Standard sieht MPEG2 vor, und im Zweifelsfall bleibt das Bild schwarz, wenn der Player ein Videoformat nicht erkennt. Darum genügt es nicht, die Dateien auf DVD zu archivieren, welche die TV-Applikation gespeichert hat.

Alle Schritte des DVD-Masterings von Hand vorzunehmen, wäre ein sehr aufwändiges Unterfangen. Zum Glück geht es leichter: Das kleine Tool DVDAuthor [1] nimmt Ihnen einen großen Teil der Arbeit ab. Weil es ein Konsolenprogramm ist, das unerfahrene Anwender kaum in den Griff bekommen, stellen wir in diesem Artikel das grafische Frontend DVDStyler [2] vor. Dieses Programm löst nebenbei noch selbständig einige der Probleme, die beim Konvertieren der Videoformate entstehen.

Bestandsaufnahme

Vor den ersten Schritten mit DVDStyler präparieren Sie zunächst das Videomaterial so, dass DVDStyler es verwenden kann. Digitale und analoge Aufnahmen unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit. Ob eine Aufnahme, die Sie auf DVD brennen wollen, also von VDR, Kaffeine oder MythTV stammt, entscheidet darüber, wie Sie mit der Datei verfahren.

Wenn Sie digitales terrestrisches, digitales Antennen- oder Satellitenfernsehen verwenden, empfangen Sie schon ein MPEG2-Signal. Dieses ist zwar in einen so genannten Transport-Stream verpackt, hat aber schon fast das richtige Formate für eine DVD – beim analogen Antennenfernsehen ist das anders. Der Tuner in der TV-Karte erzeugt aus den empfangenen analogen Daten erst in der Karte digitale Bilder, die der Rechner anschließend anzeigt. Um das Material parallel auf der Platte zu speichern, wandelt das Abspielprogramm es intern in ein Videoformat um.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Fernseh-Archiv auf DVD
    Ist die TV-Sendung aufgenommen und geschnitten, bleibt als letzter Schritt das Brennen auf DVD: Dafür verwenden Sie den DVDStyler, der auch gleich ein Menü erzeugt.
  • Scheibenmeister
    Mit DVDStyler erstellen Sie im Handumdrehen professionell wirkende DVD-Menüs und brennen das Gesamtkunstwerk direkt auf die Silberscheibe. Dank Ffmpeg unterstützt die Software obendrein alle wichtigen Video-Codecs.
  • Scheibenwelt
    Die Erstellung von DVDs mit eigenen Menüs ist mit Opensource-Programmen längst problemlos möglich. Nahezu alle Programme sind letztendlich grafische Interfaces für das kommandozeilenbasierte Programm dvdauthor. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit den beiden einfachsten davon Ihre eigenen DVDs erstellen.
  • Software
    Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor. Auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise. (Teil 1/2)
  • Software
    Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor. Auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise (Teil 1/2).
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 02/2106: Linux als Videorekorder

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Aktuelle Fragen

MS LifeCam HD-5000 an Debian
Kay Michael, 13.04.2016 22:55, 0 Antworten
Hallo, ich versuche die oben erwähnte Cam an einem Thin Client mit Debian zu betreiben. Linux...
Import von Evolution nach KMail erzeugt nur leere Ordner
Klaus-Christian Falkner, 06.04.2016 12:57, 2 Antworten
Hallo, da ich vor einiger Zeit von Ubuntu auf Kubuntu umgestiegen bin, würde ich gerne meine E...
Sophos lässt sich nicht unter Lubuntu installieren
Chrstina Turm, 30.03.2016 20:56, 3 Antworten
Hi Leute, habe mir vor paar Tagen auf ein Notebook, das ohne Linux ausgedient hätte, Linux dr...
Novell Client auf Raspbian
Chris Baum, 16.03.2016 15:13, 3 Antworten
Hallo Community, ich hätte eine Frage, und zwar geht es um folgendes: Ich möchte eine Datei...
Pantheon konfigurieren (eOS)
John Smith, 16.03.2016 13:50, 0 Antworten
Hallo ins Forum, ich bin neu in der Linuxwelt und fühle mich bereits sehr wohl. Mein neues Sys...