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Mandriva Linux 2007 PowerPack Pro

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Einmal im Jahr erscheint eine neue Version von Mandriva Linux. Neben der im Internet frei erhältlichen Variante Free Mandriva bietet die französische Firma mit dem PowerPack Pro auch ein Box-Produkt an, daszusätzliche Treiber und Software enthält. EasyLinux testet, ob sich der Kauf lohnt.

Bereits in der letzten Ausgabe haben wir die freie Version von Mandriva Linux einem ersten Test unterzogen. Neben der guten Hardware-Erkennung und der umfangreichen Software-Ausstattung gab es jedoch einige Kritikpunkte. Nachdem der Distributor seit Anfang Oktober das PowerPack Pro anbietet, werfen wir diesmal einen Blick auf die Box-Version. Wir verraten, ob die Fehler aus unserem Test der freien Version inzwischen behoben sind, und zeigen, welche zusätzlichen Pakete dem PowerPack Pro beiliegen. Sie erhalten es zu einem Preis von ca. 60 Euro, beispielsweise im Online Shop von Mandriva Deutschland [2].

Einfache Installation

Die Installationsroutine des PowerPack Pro unterscheidet sich nur in Details von jener der freien Version: Die Software-Auswahl umfasst wesentlich mehr Pakete und kopiert in der Standardeinstellung auch die wichtigsten Entwicklerpakete auf die Festplatte (Abbildung 1). Wer mit seinem Plattenplatz haushalten muss, kann diese Paketgruppe deaktivieren – man benötigt sie nur, wenn man Software aus den Quellen übersetzen oder gar selbst programmieren will.

Abbildung 1: Beim PowerPack Pro umfasst die Software-Auswahl standardmäßig mehr Pakete als bei Free Mandriva 2007.

Steckt im Rechner eine Grafikkarte von NVidia oder ATI, weist der Installer darauf hin und fragt, ob er den Herstellertreiber mit 3D-Beschleunigung einspielen soll (Abbildung 2). In der Zusammenfassung der Installation besteht dann die Option, 3D-Desktop-Effekte zu aktivieren und die gewünschte Bildschirmauflösung einzustellen. Möchten Sie dort auch gleich den Drucker einrichten, sollten Sie zuvor das Netzwerk bzw. Ihre Internetverbindung konfigurieren – das gelingt bei der kommerziellen Version der Distribution im Gegensatz zur letzten Monat getesteten freien Version auch dann, wenn der Computer seine IP-Adresse per DHCP erhält. Der Druckerassistent benötigt die Netzwerkkonfiguration, um zu entscheiden, ob er nur nach lokalen oder auch nach Netzwerkdruckern suchen soll. Wer nur einen lokalen Drucker nutzt, kann die Warnmeldung des Assistenten einfach wegklicken und sich später um die Netzwerkeinstellungen kümmern.

Abbildung 2: Das PowerPack Pro bringt viele Herstellertreiber, wie etwa für NVidia-Karten, mit und richtet diese direkt bei der Installation ein.

Nach dem ersten Start des neu installierten Systems funktioniert im Gegensatz zu der in EasyLinux 09/2006 getesteten freien Version die Maus auf Anhieb, so dass man sofort anfangen kann, Mandriva Linux 2007 zu erkunden.

Multimedia-Talent

Die kommerzielle Version bringt vor allem im Multimediabereich viele zusätzliche Pakete mit, die besonders Linux-Neulingen viel Arbeit und Recherche abnehmen. MP3-Dateien spielt auch Free Mandriva von Haus aus ab, das PowerPack Pro punktet zusätzlich mit dem Flash- und Realplayer und den dazu passenden Browser-Plug-ins. Ein echtes Highlight ist der DVD-Player LinDVD, der out of the box CSS-verschlüsselte DVDs [3] abspielt. Nach dem Einlegen einer DVD lässt sich das Programm über die Auswahlbox in Abbildung 3 starten und bietet, sofern noch nicht geschehen, an, die DVD-Region des Laufwerks zu setzen. Im Äußeren und in der Bedienung ähnelt die Anwendung von Intervideo dem Programm WinDVD derselben Firma (Abbildung 4).

Bislang bringt nur Mandriva Linux 2007 LinDVD von Haus aus mit, Anwender von Suse und Ubuntu Linux können das Programm unter [4] für 40 Euro bestellen.

Abbildung 3: Beim Einlegen einer DVD bietet Mandriva Linux automatisch den Start des Players LinDVD an.
Abbildung 4: LinDVD ermöglicht es auch unter Linux, CSS-verschlüsselte DVDs abzuspielen, ohne eine Bibliothek zu nutzen, die diesen Kopierschutz umgeht.

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