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Den Künstler wecken

Anwender-Tipps und kleine Kniffe zu Gimp

11.01.2007 Unsere Tipps und Tricks bringen Ihnen Gimp-Funktionen und -Arbeitstechniken näher. Wir zeigen in dieser Ausgabe, wie Sie Haare freistellen, Schriften mit Chromeffekten verschönern, zu dunkel geratene Fotos aufhellen und Bildbereiche spiegeln.

Tipp: Nachregulieren

Das Foto auf Abbildung 1 (rechts) zeigt den Bamberger Dom von innen. Viele Details, vor allem an der Decke, sind durch die dunkle Aufnahme kaum zu erkennen. Durch manuelles Nachregeln der Farbwerte gelangen Sie zu einem vergleichbar guten Ergebnis: Das Deckengewölbe wird besser sichtbar.

Öffnen Sie den Dialog Farbwerte, indem Sie im Bildmenü Ebene / Farben / Werte wählen. Achten Sie darauf, unter Kanal die Option Wert auszuwählen und die Vorschau-Funktion zu aktivieren. Im oberen Bereich (Quellwerte) sehen Sie unter dem Schwarz-Weiß-Verlauf drei kleine Regler in Dreiecksform. Um dunkle Schattenbereiche eines Bilds aufzuhellen, verwenden Sie den mittleren und den rechten Regler. Ziehen Sie zunächst den mittleren Regler leicht nach links, um die Schatten aufzuhellen. Sollte das Bild dadurch zwar heller, die Farben aber trüber werden, ziehen sie den rechten Regler ebenfalls nach links. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, damit das Bild nicht unnatürlich hell wird. Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, beenden Sie die Nachbesserung, indem Sie auf OK klicken.

Abbildung 1: Mit Hilfe des "Farbwerte"-Dialogs hellen Sie dunkle Bildbereiche einfach auf.

Tipp: Chromeffekt – einfach und schnell

In diesem Tipp erzeugen sie auf die Schnelle einen Text mit Chromeffekt.

  1. Wählen Sie den passenden Schrifttyp aus und schreiben Sie einen Text auf hellem Hintergrund.
  2. Danach klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Textebene, wählen Auswahl aus Alphakanal und füllen den ausgewählten Text mit einem Farbverlauf ([L]) von dunkelgrau nach hellgrau.
  3. Invertieren Sie anschließend die Auswahl (Auswahl / Invertieren) und fügen Sie dem Text einen inneren Schatten über Skript-Fu / Schatten / Schlagschatten hinzu. Dabei können Sie die Standardeinstellungen verwenden.
  4. Aktivieren Sie per Mausklick die Ebene mit dem Schlagschatten und vereinen Sie diese mit der darunter liegenden Textebene über Nach unten vereinen aus dem Kontextmenü.
  5. Nun verleihen Sie dem Ganzen die Chromoptik, indem Sie über Werkzeuge / Farben / Kurven den Dialog Farbkurve aufrufen. Hier ist ein wenig Feingefühl gefragt: Aktivieren Sie die Vorschau und beobachten Sie jede Änderung, damit das Ergebnis möglichst optimal wirkt. Versuchen Sie, eine Kurve wie in Abbildung 2 zu erzeugen. Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, führen Sie die Aktion aus, andernfalls brechen Sie den Vorgang ab und rufen den Dialog neu auf.

    Abbildung 2: Die Chromoptik kommt vor allem bei Schriftzügen gut zur Geltung.

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