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Bling-Bling!

Von Würfeln und Karussells

Würfelautomat

Um den 3D-Effekt per Mausklick zu starten, schreiben Sie ein einfaches Skript, für das Sie dann eine Verknüpfung auf den Desktop legen.

  1. Erstellen Sie mit Kate eine neue Datei, die Sie als 3dskript.sh in Ihrem Home-Verzeichnis speichern.
  2. Tippen Sie in die erste Zeile #!/bin/bash ein, damit das System Ihr Skript später als solches erkennt.
  3. In die nächste Zeile tragen Sie 3ddesk --stop; sleep 3; 3ddeskd --acquire; sleep 3; 3ddesk --mode=cylinder --zoomspeed=10 ein – alles in eine Zeile.
  4. Öffnen Sie eine Konsole, wechseln Sie in das Home-Verzeichnis und geben Sie chmod +x 3dskript.sh ein, um das Skript ausführbar zu machen.
  5. Testen Sie das Skript, indem Sie anschließend in die Konsole ./3dskript.sh eingeben.

Was genau das Skript tut, ahnen Sie sicher schon, die Befehle trennt jeweils ein Semikolon. Zunächst stoppt 3ddesk --stop einen eventuell laufenden Daemon, was unter Umständen einen Augenblick dauert, daher die dreisekündige Pause in sleep 3. Der Daemon startet neu und fotografiert die virtuellen Oberflächen (3ddeskd --acquire), was wieder einen Augenblick Zeit braucht (sleep 3). Anschließend erzeugt der Befehl 3ddesk mit den entsprechenden Parametern einen rotierenden Würfel. Je nach der Geschwindigkeit Ihres Rechners passen Sie die "Schlafzeiten" im Skript an, sonst kommt der Computer eventuell nicht mit dem Fotografieren hinterher.

Nun brauchen Sie bloß noch eine Desktop-Verknüpfung, über die Sie das Skript per Mausklick aufrufen.

  1. Klicken Sie unter KDE mit der rechten Maustaste auf den Desktop und wählen Sie aus dem Kontextmenü Neu erstellen / Verknüpfung zu Programm.
  2. Im Reiter Allgemein wählen Sie mit einem Klick auf die Grafik ein Icon aus und tragen daneben einen Text ein, der später unter dem Icon erscheint.
  3. Im Register Programme tragen Sie als Befehl den Pfad zu Ihrem Skript ein, also /home/username/3ddesk.sh, wobei Sie username durch Ihren Benutzernamen ersetzen.
  4. Deaktivieren Sie zudem unter Erweiterte Optionen die Startrückmeldung, ein Klick auf OK schließt den Vorgang ab.

Frei schweben

Passen Sie das Skript Ihren Bedürfnissen an, indem Sie Views einbauen, die abgebildete Figur oder die Zoom-Geschwindigkeit ändern. Welche Optionen Ihnen sonst noch zur Verfügung stehen, verraten die jeweiligen Manpages. Die erreichen Sie, indem Sie in die Adressleiste des Konqueror man:/3ddeskd bzw. man:/3ddesk eingeben.

Glossar

Bling

Das Wort Bling-Bling entstammt laut Wikipedia der Hip-Hop-Welt und bezieht sich auf den stark funkelnden Schmuck.

XGL, AIGLX

Bei XGL (Novell) und AIGLX (Red Hat) handelt es sich um zwei Techniken, die das X Window System mit der Grafikbeschleunigung versöhnen. Das ermöglicht auf OpenGL basierende grafische Effekte wie wabbelnde Fenster, würfelförmige Desktops und echte Transparenz.

Compiz und Beryl

Ein Windowmanager, der die OpenGL-Beschleunigung nutzt, um rotierende Würfel und andere Special Effects zu erzeugen. Compiz ersetzt dabei Kwin und Metacity, die Standard-Windowmanager von KDE respektive Gnome. Bei Beryl handelt es sich um ein eigenständiges Projekt, das auf Compiz basiert. Es implementiert 3D-Effekte.

OpenGL

Die 3D-Grafikbibliothek ist vergleichbar mit DirectX unter Windows und arbeitet plattformübergreifend. Viele Spiele benötigen OpenGL, zum Beispiel Unreal Tournament.

Virtuelle Arbeitsfläche

Unter KDE und Gnome stehen Ihnen nicht nur eine, sondern gleich mehrere Arbeitsflächen zur Verfügung. Auf denen platzieren Sie andere Programme und wechseln beim Arbeiten zwischen den virtuellen Desktops hin und her.

Infos

[1] XGL unter Suse Linux 10.1, Marcel Hilzinger: "Würfelzauber", EasyLinux 08/2006, S. 88f.

[2] 3ddesktop: http://desk3d.sf.net

[3] Treiber für ATI und Nvidia installieren: Marcel Hilzinger, "Schön in allen Dimensionen", EasyLinux 02/2006, S. 16f.

[4] 3D unter Mandriva Linux 2007: http://www.mandrivauser.de/index.php?option=com_openwiki&Itemid=97

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