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All you need

Welche Linux-Software Sie brauchen

Internet: Browser

Jede Linux-Distribution, die KDE enthält, hat automatisch das Multifunktionswerkzeug Konqueror an Bord: Es ist der Dateimanager der Desktop-Umgebung, gleichzeitig aber ein leistungsfähiger Webbrowser, der den Apple-Softwareentwicklern so gut gefiel, dass sie ihn als Grundlage für den Apple-eigenen Browser Safari hergenommen haben.

Zusätzlich installieren die meisten Distributionen standardmäßig Firefox, der auch unter Windows immer beliebter wird. Wie nahezu alle Browser unter Linux unterstützt er Tabs, mit denen man mehrere Webseiten in einem Fenster öffnet. Besonders schätzen Firefox-Liebhaber die so genannten Extensions, mit denen sie das Programm um zusätzliche Funktionalität erweitern. So gibt es Tools, die Vorschaubilder der gefundenen Webseiten bei einer Google-Suche einblenden, Erweiterungen, die in der Statusleiste das Google-Ranking der aktuellen Seite anzeigen und noch viele mehr.

Ein weiterer Browser, den es sowohl für Linux als auch für Windows gibt, ist Opera [24]. Seit das Programm umsonst erhältlich ist und sich die kostenlose Version nicht mehr durch Werbeeinblendungen finanziert, beigeistert die Anwendung immer mehr Nutzer, da sie sich durch durchdachte Features von der Konkurrenz abhebt. So vergrößert Opera beim Skalieren einer Seite nicht nur die Schrift, sondern auch Grafikelemente; die Tab-Leiste lässt sich an der Seite des Fensters platzieren, so dass man die Beschriftung auch bei vielen geöffneten Reitern lesen kann und der Browser unterstützt Mausgesten, bei denen man durch vorher definierte Mausbewegungen Aktionen auslöst. Seit Version 9.0 lässt sich Opera durch Widgets genannte Miniprogramme ebenso leicht erweitern wie Firefox durch Extensions.

Internet: Mail

Auf dem Mail-Sektor bietet Linux etwas für jeden Geschmack: KDE bringt mit KMail einen leistungsfähigen Postverwalter mit, der POP- und IMAP-Konten unterstützt und mit einem integrierten Spamfilter dafür sorgt, dass man nicht den Überblick in der Mailbox verliert. Das Programm lässt sich auch als Komponente in den PIM Kontakt integrieren, womit man Terminverwaltung, Adressbuch, Aufgabenliste und Notizen ähnlich wie mit Outlook unter einer Oberfläche nutzen kann.

Der Standard-Mailer für den Gnome-Desktop heißt Evolution und erinnert noch stärker an Outlook, bietet allerdings weniger Features als KMail. Starke Konkurrenz für das KDE-Mailprogramm ist Thunderbird, die ehemalige Mail-Komponente von Mozilla. Thunderbird gibt es auch für Windows, und es ist möglich, von beiden Systemen aus auf denselben Datenbestand zuzugreifen [25]. Das Mailprogramm bringt einen lernfähigen Spamfilter mit, der unerwünschte Nachrichten automatisch aussortiert. Ein Nachteil gegenüber KMail ist, dass Thunderbird bei Ordnern mit mehreren Tausend Nachrichten sehr langsam wird, da er alle Mails eines Ordner im Mbox-Format speichert, bei dem alle Nachrichten in einer Datei liegen.

Trotz dieser drei Platzhirsche lohnt sich ein Blick auf alternative Anwendungen. Das Mailprogramm Sylpheed und dessen experimentelle Variante Sylpheed Claws (Abbildung 10) [25] schätzen viele Nutzer, da beide schlank und schnell sind und neben E-Mails auch Usenet-News verwaltet – ein Feature, das vor allem Umsteiger von Outlook Express unter Linux vermissen. Zusätzlich kann man aus Sylpheed heraus Skripte und externe Programme aufrufen, beispielsweise um zum markierten Text eine Google-Suche zu starten oder eine Anfrage an einen Übersetzungsdienst im Internet zu senden.

Abbildung 10

Abbildung 10: Der aus Japan stammende Mail- und News-Client Sylpheed Claws punktet besonders beim Verwalten prall gefüllter Mailordner.

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