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Video-Player

Beim Thema Videowiedergabe sieht sich Linux oft der Kritik ausgesetzt, dass es nur wenige Videoformate unterstützt. Tatsache ist, dass die Video-Player in den Programmversionen, welche die Distributoren ausliefern, viele aktuelle Video-Codecs nicht erkennen. Das liegt an den Lizenzen, unter denen die Codecs stehen, denn teilweise erlauben sie keine Verbreitung als Teil anderer Programme. Das Problem ist aber schnell gelöst: Nach einem Download der nötigen Zusatzdateien spielen die Video-Player fast sämtliches Videomaterial.

MPlayer [18] und Xine [19] sind die beiden wichtigsten Video-Player für Linux. Wie Sie für MPlayer die nötigen Zusatz-Codecs nachinstallieren, haben wir in einer älteren Ausgabe [20] beschrieben. Wichtig ist, dass die Codec-Dateien im richtigen Verzeichnis (/usr/lib/codecs) liegen (Abbildung 7).

Abbildung 7

Abbildung 7: So ist es richtig: Das Verzeichnis "/usr/lib/codecs/" enthält auch zahlreiche Windows-Codec-Bibliotheken – damit spielt MPlayer fast jedes Video ab.

Abbildung 8

Abbildung 8: Xine spielt nicht nur Video-Dateien, sondern auch DVDs ab.

Da MPlayer und Xine (Abbildung 8) keine KDE-Programme sind, fügen Sie sich optisch nicht besonders gut in den KDE-Desktop ein. Es gibt jedoch mit Kaffeine und KMPlayer zwei KDE-Anwendungen, die den Anwendungen eine Desktop-konforme Oberfläche überstülpen.

Etwas komplizierter ist die thematisch verwandte DVD-Wiedergabe: Ein großer Teil der käuflich erhältlichen Video-DVDs ist mit einem Abspielschutz namens CSS versehen, der die Wiedergabe auf solche DVD-Player beschränkt, die vom DVD-Konsortium eine Lizenz erhalten haben. Bei den Standard-DVD-Playern der meisten Linux-Distributionen ist das nicht der Fall, so dass ein Wiedergabeversuch scheitert. Es gibt zwar eine Bibliothek namens DeCSS, welche die technischen Probleme löst – allerdings ist ihr rechtlicher Status umstritten. Hinweise zur Rechtslage bietet der Wikipedia-Eintrag zu DeCSS [21].

Mplayer und Xine spielen nahezu jedes Videoformat ab, das es gibt, ein Spezialist für diese Aufgabe ist jedoch Ogle, der nur den Umgang mit DVDs beherrscht und einer der ersten Player unter Linux war, der auch die DVD-Menüs anzeigen konnte. Um mit ihm CSS-verschlüsselte DVDs anzusehen, benötigt man wie bei Mplayer und Xine die DeCSS-Bibliothek, die den Abspielschutz umgeht.

Alternativ gibt es auch einen kommerziellen DVD-Player mit gültiger Lizenz des Konsortiums: LinDVD [22] von InterVideo (Hersteller des ähnlich benannten Windows-Players WinDVD) gibt es zwar schon seit 2000, aber erst vor kurzem kam das Produkt auf den Markt. Boxversionen von Mandriva Linux enthalten LinDVD; im Internet finden sich auch einige Anbieter, die das Programm separat verkaufen.

MP3-Player

Sofern die eigene Linux-Distribution mit MP3-Unterstützung ausgeliefert wird, herrscht an Playern für das populäre Format kein Mangel. Unter Suse Linux kümmert sich der Realplayer um die Wiedergabe von MP3-Dateien, bei Mandriva Linux unterstützen alle mitgelieferten Audio-Player dieses Format. Welche Pakete man unter Suse Linux benötigt, um auch dort die freie Auswahl zu haben, steht unter anderem in den Multimedia-Artikeln der Starter Kits.

Wer unter Windows mit Begeisterung Winamp als virtuelle Jukebox genutzt hat, fühlt sich bei XMMS (Abbildung 9) sofort zu Hause. Das Programm gleicht Winamp nicht nur äußerlich, sondern hat auch fast identische Menüs, kann die Playlists des Windows-Pendants lesen und dessen Skins nutzen. EasyLinux hat den Player zuletzt im August 2005 besprochen [23].

Abbildung 9

Abbildung 9: Mit dem Programmfenster, dem Equalizer und der Playlist erinnert XMMS optisch an Winamp.

Beim Betrieb unter KDE macht das Programm allerdings öfters Ärger: XMMS versucht, direkt auf die Soundkarte zuzugreifen, doch unter KDE verwaltet diese der Sound-Server arts. Um trotzdem XMMS zu verwenden, nutzt man entweder dessen arts-Ausgabe-Plug-in oder startet das Programm alternativ mit dem Befehl artsdsp xmms aus einem Schnellstartfenster oder von der Shell.

Eine wesentlich besser in KDE integrierte und noch dazu funktionsreichere Alternative ist Amarok. Das Audio-Talent spielt die lokale Musiksammlung ebenso ab wie Streams aus dem Internet und bietet clevere Sortier- und Verwaltungsfunktionen. Amarok kann die Titel nicht nur nach Interpret, Album und Erscheinungsjahr anordnen, sondern versucht, den Geschmach der Hörer kennenzulernen. Lieder, die man besonders häufig abspielt, erhalten Plus-, selten und gar nicht gespielte Lieder und Titel, die man mitten im Stück abbricht, erhalten Minuspunkte. Darauf basierend stellt Amarok Playlists mit den Lieblingsliedern des Benutzers zusammen. Besteht eine Internet-Verbindung, lädt der Player auf Wunsch Cover und Text der Titel herunter oder zeigt den Wikipedia-Eintrag zum Interpreten an.

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