Kopie anlegen

Um von einem bestehenden Verzeichnis eine Sicherung anzulegen, klicken Sie im Keep-Hauptfenster (Abbildung 1) auf das Icon mit dem Karton und dem grünen Plus-Symbol (Add directory to backup).

Abbildung 1: Das Hauptfenster von Keep mit den Knöpfen zum Einrichten und Starten von Backups. Die grüne LED zeigt an, dass der Keep-Daemon aktiv ist.
  1. Der erste Dialog trägt die Überschrift Directory to backup. Hier wählen Sie das Verzeichnis aus, das Sie sichern möchten. Tragen Sie die Adresse in das Textfeld ein (zum Beispiel /home/marcel/Documents) oder klicken Sie auf das Ordnersymbol, um ein Verzeichnis auszuwählen. Da Keep keine einzelnen Dateien oder Ordner zurückspielen kann, sondern nur das komplette hier angegebene Verzeichnis, lohnt es sich, anstelle einer einzigen Sicherheitskopie mehrere kleine Backups einzurichten. Fahren Sie mit einem Klick auf Next fort.
  2. Im Dialog Backup location geben Sie an, wo Keep die Dateien speichern soll. Für minimale Sicherheit sollte sich das Verzeichnis mindestens auf einer separaten Partition befinden, ein zweites Laufwerk schützt allerdings besser. Um einen externen Datenträger auszuwählen, geben Sie den Mountpoint des Verzeichnisses an (zum Beispiel /media/usbdisk/backup). Adressen wie media:/sda1/backup versteht das KDE-Tool nicht.
  3. Jetzt stellen Sie die allgemeinen Optionen ein (Abbildung 2). Backup interval entscheidet nicht, wie häufig Keep eine Sicherheitskopie erstellt (das tut es stündlich), sondern wie oft das Programm Wiederherstellungspunkte anlegt. Mit den Voreinstellungen geschieht dies alle drei Tage. Gleich darunter legen Sie fest, nach wie vielen Tagen das Programm Dateien löschen soll, die es im Originalverzeichnis nicht mehr gibt. In der Grundeinstellung sind dies 60 Tage. Möchten Sie, dass Keep keine Dateien löscht, markieren Sie die Checkbox Never delete.

    Unter Extra options bietet Keep einige Einstellungsmöglichkeiten für Experten. Die bereits markierte Option Use compression bewirkt, dass Keep die Unterschiede gegenüber der Originaldatei komprimiert speichert. Mit Exclude special files schließt das KDE-Tool einige Spezialdateien, die das Linux-System intern verwendet vom Backup aus. Für beste Ergebnisse sollten Sie an diesen Einstellungen nichts ändern. Möchten Sie einzelne Parameter des Programms rdiff-backup manuell festlegen, markieren Sie Use advanced configuration und fügen dann per Mausklick Optionen hinzu. Details dazu erhalten Sie, indem Sie in einem Terminalfenster den Befehl

    man rdiff-backup

    eingeben.

  4. Ein Klick auf Finish schließt die Konfiguration ab.

    Abbildung 2: In diesem Dialog legen Sie die zentralen Parameter fest. Mit den Grundeinstellungen legt Keep alle drei Tage ein Backup an.

Sicherung durchführen

Um die Einstellungen zu testen, führen Sie am besten gleich ein Backup durch. Klicken Sie dazu im Hauptfenster von Keep auf die Schaltfläche Backup now und markieren Sie im neuen Dialog den Eintrag, den Keep speichern soll. Haben Sie mehrere Aufträge eingerichtet, markieren Sie diese mit gedrückter Strg-Taste. Ein Klick auf OK startet den Vorgang, der je nach Umfang der Daten einige Zeit dauert. Da sämtliche Prozesse im Hintergrund stattfinden, merken Sie jedoch davon nichts. Manuelle Backups haben den Vorteil, dass Keep dann jeweils einen Wiederherstellungspunkt speichert. Haben Sie sich zum Beispiel für den Dreitageszyklus entschieden, können Sie so vor bestimmten Experimenten eine zusätzliche Sicherungskopie erstellen.

Werfen Sie nun einen Blick in den Ordner des Backup-Verzeichnisses, finden Sie dort Ihre Dateien sowie ein zusätzliches Verzeichnis rdiff-backup-data. In diesem Verzeichnis speichert Keep die Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen. Damit das Programm eine bestimmte Datei wiederherstellen kann, ist es auf die Originaldatei und die Informationen im Verzeichnis rdiff-backup-data angewiesen. Löschen Sie also niemals Dateien in diesem Ordner! Möchten Sie ein größeres Backup nicht auf der Festplatte speichern (weil Sie zum Beispiel nur eine besitzen oder zu wenig Platz vorhanden ist), können Sie den Backupordner auch auf eine CD oder DVD brennen. Beim Wiederherstellen wählen Sie dann manuell diesen Ordner auf der DVD aus. Details dazu lesen Sie im folgenden Abschnitt.

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