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Doppelt gemoppelt

Sicherheitskopien mit dem KDE-Tool Keep

14.01.2009 Jeder weiß, wie wichtig regelmäßige Sicherheitskopien sind. Dass trotzdem so viele Benutzer darauf verzichten, hängt nicht zuletzt auch daran, dass es unter Linux nur wenige leicht zu bedienende Backup-Tools gibt. Hier setzt Keep an.

Wie leicht ist es doch geschehen: Einmal auf den falschen Knopf gedrückt oder im falschen Verzeichnis einen Befehl ausgeführt, und schon verschwinden sämtliche Daten im Nirvana. Gelöschte Dateien wiederherzustellen, ist unter Linux – je nach Dateisystem – nur mit sehr hohem Aufwand möglich. Umso wichtiger ist es, die eigenen Dateien vor Bedienfehlern und einem eventuellen Hardware-Ausfall zu schützen.

Verschiedene Strategien

Der perfekte User speichert seine Dateien mindestens täglich, wobei von geänderten Dateien auch verschiedene Versionen erhalten bleiben sollten. Die Sicherheitskopie befindet sich idealerweise auf einem entfernbaren Medium und nicht im gleichen Raum. Ein echtes Backup gehört in einen feuer- und diebstahlsicheren Safe.

Diese fast illusorischen Anforderungen erfüllen wohl die wenigsten Heim-PCs. In der Realität stehen Aufwand und Kosten eines Backups immer in einem relativen Verhältnis zum Wert der Daten. Ein feuersicherer Tresor und ein Bandlaufwerk müssen es also nicht sein. Dennoch sollten Sie folgende Aspekte beachten:

  • Wenn Sie die Sicherheitskopie auf der gleichen Festplatte wie die Originaldaten speichern, hilft das zwar, versehentlich gelöschte Dateien wiederherzustellen. Es nützt jedoch nicht bei einem Hardwaredefekt der Festplatte.
  • Eine RAID-Lösung hilft lediglich bei Hardwarefehlern, eine Backup-Lösung stell RAID nicht dar.
  • Komplizierte Sicherungsmechanismen benötigen in der Regel weniger Speicher und arbeiten effizienter. Das Wiederherstellen einer Datei ist dann aber auch aufwändiger.

Einfach sicher

Das einfachste und beste Backup-Werkzeug für KDE heißt Keep [1]. Es erstellt in frei wählbaren Abständen Sicherheitskopien von Verzeichnissen. Keep speichert diese in lokalen Verzeichnissen. CDs oder DVDs brennen, auf entfernte Rechner zugreifen oder mit Bandlaufwerken umgehen kann das Programm zurzeit nicht.

Für diese einfache Sicherheitskopie sollten Sie sich eine zweite Fesplatte zulegen. Sie verhindern damit, dass Original und Backup verlorengehen, wenn eine der beiden Festplatten kaputt geht. Am besten bauen Sie dazu eine zweite Platte in Ihren Rechner ein. Lösungen mit einem externen Laufwerk sind auch möglich. Hier müssen Sie sich allerdings selbst darum kümmern, dass die externe Platte eingeschaltet und gemountet ist.

Keep ist bei Kubuntu Teil der Standardinstallation. RPM-Pakete für Suse und Mandriva Linux finden Sie inklusive Installationsanleitung auf der Heft-DVD. Sie starten das Programm über [Alt]+[F2] und die Eingabe von keep. Für die Oberfläche des Programms soll es in Kürze eine deutsche Übersetzung geben, dieser Artikel beschreibt noch die englische Version.

Keep benutzt für das Ausführen der Backups das Programm rdiff-backup[2]. Zusätzlich achtet ein kleines Hilfsprogramm – der Keep-Daemon – darauf, dass die Sicherungen rechtzeitig ausgeführt werden. Dazu klinkt sich Keep ins KDE-System ein. Das Programm arbeitet also nur, wenn KDE läuft.

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Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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