Entwicklerlösung

Programmierer freuen sich über eine mit Plugins vollgestopfte Eclipse Galileo Entwicklungsumgebung. Zu den Erweiterungen zählen unter anderem ein Verlilog/VHDL-Editor, die Doxygen-Integration eclipse-eclox und der Remote System Explorer. Alternativ greifen Java-Entwickler auf die neueste Version der NetBeans IDE zurück.

Des Weiteren hat Fedora 12 nun Perl 6 an Bord, die komplette Haskell Plattform 2009-2.0.2 (mit ghc in Version 6.10.4), sowie PHP 5.3. Das Testwerkzeug SystemTrap 1.0 analysiert laufende Anwendungen, ohne sie dafür speziell patchen zu müssen und integriert sich auf Wunsch vollständig in Eclipse.

Mit dem X.Org Server 1.7 halten auch die X Input Extension in Version 2.0 (XI2) Einzug in Fedora. Diese Erweiterung bietet eine neue Programmierschnittstelle für den Umgang mit Eingabegeräten. Dank der Multi-Pointer X (kurz MPX) kommt der X Server endlich mit mehreren Eingabegeräten gleichzeitig zurecht und zeichnet sogar für jedes von ihnen einen eigenen, unabhängige Mauszeiger auf den Bildschirm. Diese Fähigkeiten können Anwendungen beispielsweise für Multitouch-Eingaben verwenden. Denkbar sind auch Programme oder Spiele, die mehrere Nutzer an einem Computer erlauben, wie etwa in Klassenräumen, wo sich zwei Schüler einen Arbeitsplatz teilen. Bis solche ersten Anwendungen erscheinen, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen.

An der Quelle

Fedora 12 steht auf der Homepage entweder als 4,5 GB großes DVD-Image oder in Form von fünf CD-Images zum Download bereit. Obendrauf gibt es noch verschiedene, unterschiedlich ausgestattete Live-CDs. Im Gegensatz zu vielen anderen Distributionen ist Fedora neben den obligatorischen 32-Bit und 64-Bit Fassungen für x86-Prozessoren auch noch für PowerPC-Systeme erhältlich. Letztere müssen allerdings auf die Live-CDs verzichten.

Durch die Eingangs erwähnten Optimierungen stiegen auch die Systemanforderungen. So verlangt Fedora 12 mindestens einen Computer mit Pentium Pro-Prozessor und 256 MB Hauptspeicher. Alle mitgelieferten Programmpakete verschlingen zusammen 9 GB auf der Festplatte.

Eigens für Netbooks produziert das Fedora-Projekt eine spezielle Remix Live-CD. Sie nutzt die Bedienoberfläche der eigentlich von Intel initiierten Moblin-Distribution. Wer sie auch unter dem normalen Fedora 12 nutzen möchte, muss die Moblin Desktop-Umgebung über den Paketmanager nachinstallieren und am Anmeldebildschirm Moblin als Desktop-Manager wählen.

Sämtliche Images mit einem Live-System lassen sich zudem direkt per dd-Kommando auf einen USB-Stick schreiben:

dd if=imagename.iso of=/dev/sdc

wobei /dev/sdc für den Namen des USB-Sticks steht. Der Befehl macht ihn gleichzeitig bootfähig, der Computer lässt sich also direkt vom Stick starten. Da dieser Weg jedoch die Daten auf dem USB-Medium ohne Rückfrage überschreibt, empfehlen die Fedora-Macher auf den Fedora Live USB Creator für Windows oder die livecd-tools für Fedora auszuweichen.

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