Die nächste Amarok-Version wird es wieder so richtig krachen lassen. Neben einem komplett neuen VLC-Backend für Phonon, das mit einer absolut überragenden Sound-Qualität aufwartet und dank des VLC-Codes auch für Windows und Mac OS X funktioniert, warten die Entwickler mit zahlreichen Detailverbesserungen und neuen Miniprogrammen auf. Wir haben uns die aktuelle Beta-Version mit dem Codenamen "Dark Star" angeschaut [1].
Neue Features
Nikolaj Hald Nielsen arbeitet zum Beispiel an einem Umfangreichen Support für Audio-Abbilddateien im CUE-Format [2]. Damit lassen sich längere Audiodateien, die aus mehreren Stücken bestehen in Amarok aufstückeln und quasi wie einzelne Songs handhaben. Der zugehörige Code befindet sich allerdings noch nicht im Haupt-Repository von Amarok. Hier hält er erst nach einigen Tests Einzug.
Ben Cooksley, der auch auf den KDE-Foren sehr aktiv ist, hat für Amarok das längst überfällige Phonon-VLC-Backend [3] fertigprogrammiert. Wie der Amarok-Gründer Mark Kretschmann in seinem Blog berichtet [4], ist das neue Backend nicht nur über die Maßen stabil, sondern es löst dank der plattformübergreifenden VLC-Bibliotheken auch gleich die Amarok-Soundausgabe für Linux, Mac OS X und Windows. Zurzeit ist es allerdings noch relativ umständlich das neue Plugin einzurichten, da es auf LibVLC in der Version 1.1 setzt, für die die meisten Distributionen noch keine fertigen Pakete bereitstellen.
Fürs Auge
Damit Amarok neben dem akustischen Genuss auch für's Auge etwas bietet, befindet sich in der aktuellen Entwicklerversion ein paar zusätzliche Miniprogramme. Coverbling (Abbildung 2) blättert durch die Albumbilder und lässt sich wahlweise im gesamten Bereich des Kontext-Browsers anzeigen oder nur einem kleinen Bereich. Löst man den Kontext-Browser aus dem Amarok-Fenster hinaus (über Ansicht | Lock Layout), lässt sich so auch eine Art Vollbildmodus einrichten.
Abbildung 2 zeigt ein weiteres neues Miniprogramm: Anstehende Ereignisse fürht eine Liste, wann der geliebte Star wo auf Konzertreise halt macht. Ein Link zur Event-Homepage erleichter die Ticket-Bestellung. Die Amarok-Entwickler nutzen dazu Daten, die von Last.fm bereitgestellt werden.
Von Banshee übernommen haben die Amarok-Entwickler das Last.fm- alias Audioscrobbler-Plugin zur Anzeige ähnlicher Interpreten. Auch dieses Element lässt sich im Kontext-Broser als Miniprogramm einrichten und setzt auf Daten von Last.fm.
Sehr gut verbessert haben die Entwickler zudem den Browser für die Albumbilder. Wählt man per Rechtsklick auf ein leeres Cover den Eintrag Cover holen aus, dann muss man sich nicht mehr einzeln durch die teilweise identischen Bilder klicken, sondern erhält gleich eine großzügige Auswahl, aus der man das beste aussuchen kann.



