Das Genre der so genannten Shoot-em-Ups bildet die Urform aller Ballerspiele. Mit einem kleinen Raumschiff fliegt man durch einen langsam scrollenden Level und schießt aus allen Rohren auf die unablässig auftauchenden Feinde. Diese verfügen jeweils über ihre ganz eigenen Angriffsstrategien, die auch schon einmal aus Masse statt Klasse bestehen. Jeder erfolgreiche Treffer erhöht das eigene Punktekonto, frei geschossene Bonusgegenstände verstärken die Feuerkraft des eigenen Schiffs oder vervielfachen den Punktestand. Am Ende eines jeden Levels wartet ein überdimensionaler Endgegner, dessen ganz spezielle Angriffsstrategie es zu erkennen und geschickt auszunutzen gilt.

Wassserwelt

Während andere Genre-Kollegen für gewöhnlich im Weltall spielen, versetzt Irukandji das Geschehen in den Ozean. Anstelle futuristischer Raumschiffe treten schießwütige Quallen, Seepferdchen und überdimensionale Krabben. Eine Hintergrundgeschichte gibt es nicht, hier feuert man einfach von Anfang an auf alles, was sich bewegt.

Dabei zündet Irukandji ein wahres Grafikfeuerwerk. Die Explosionen und butterweichen Animationen lassen sich in den hier veröffentlichten Standbildern nur erahnen. Allerdings schießt das Shoot-em-Up an einigen Stellen über das Ziel hinaus. Insbesondere in hektischem Schlachtgetümmel sieht man häufig nur noch einen bunten Grafikbrei und kann die gegnerischen Geschosse bestenfalls erahnen. Das ungeheure Spieltempo erhöht den Schwierigkeitsgrad noch weiter.

Spiels noch einmal

Im späteren Verlauf schaltet man weitere Schiffe frei, die alle über ihre ganz eigenen Waffen und Schwimmeigenschaften verfügen. Zu Beginn des Spiels entscheidet man sich für eines der Unterwasservehikel und somit für eine ganz bestimmte Taktik. Es reizt folglich, jeden bereits bekannten Level noch einmal mit den anderen Schiffen von allen Seemonstern zu befreien.

Ziel des Spiels ist es, die Oberkrabbe zu besiegen, alle Schiffe frei zu spielen und mit ihnen jeweils möglichst viele Punkte zu sammeln. Den dabei erreichten Highscore darf man auf die Homepage der Irukandji-Macher laden und sich so mit anderen Spielern auf der ganzen Welt messen. Für weitere Motivation sorgen zehn spezielle Herausforderungen (siehe Abbildung 3).

Kleingeld

Für das kommerzielle Irukandji wählten die Entwickler ein äußerst ungewöhnliches Vertriebsmodell: Jeder Käufer darf so viel für das Spiel zahlen, wie er möchte – mindestens aber einen Dollar. Wer nicht die Katze im Sack kaufen will, schaut sich das Video auf der Homepage an [1] oder greift zur kostenlosen Demoversion. Diese bietet allerdings nur zwei steuerbare Schiffe, verweigert den Zugriff auf die Online-Punktestände und ermöglicht nur einen Teil der Herausforderungen.

Um die Demoversion zu installieren, entpackt man einfach das heruntergeladene Archiv und startet das darin enthaltene Programm.

Jedes Schiff steuert man mit den Pfeiltasten, über [z],[x] und [c] feuert man ins Meer oder löst Sonderfunktionen aus. Welche der drei zuletzt genannten Tasten zu welcher Aktion führt, hängt vom gewählten Schiff ab ? nicht jedes Modell nutzt auch alle Tasten. Da [z] auf deutschen Tastaturen abseits von [x] und [c] liegt, sollte man nach dem Start von Irukandji als erstes das Setup ansteuern und dort die für [z] vorgesehene Funktion auf das [y] umlegen. Alternativ darf man die Tastatur auch ganz links liegen lassen und zu Joystick oder Gamepad greifen.

Fazit

Irukandji bietet eine effektvolle Grafikschlacht, tolle Level und Dank der verschiedenen Schiffe sogar taktische Abwechslung. Dies alles lässt vergessen, dass sich unter der Haube ein simples Shoot-em-up mit recht hohem Schwierigkeitsgrad verbirgt. Unter dem Strich kann sich Irukandji mit Vollpreisspielen dieses Genres messen und ist eindeutig mehr Wert als der erbetene Dollar.

Irukandji-Details

Bezugsquelle http://www.charliesgames.com/wordpress/?page_id=399
Lizenz proprietär
Preis mindestens 1$, sonst soviel man möchte
Voraussetzungen Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Beschleunigung

Infos

[1] Irukandji Homepage: http://www.charliesgames.com/wordpress/?page_id=399

[2] Hersteller Charlie's Games: http://www.charliesgames.com

Ähnliche Artikel

Kommentare
cooles spiel
BiBaBuzemann , Samstag, 16. Januar 2010 21:53:32
Ein/Ausklappen

Also ich liebe diese spiele, graphisch sehr schön und mal eben was für zwischendurch, keine Handbücher lesen, einfach nur mal spielen.

Leider werde ich wohl warten müssen bis ich eine Bezugsmöglichkeit gibt, die ich benutzen kann.
Habe keine Kredit-karte und kann nicht ausreichend englisch.
Vielleicht nimmt sich ja eine der Linux-Seiten wie zum beispiel ixsoft.de dieses Spieles an, und vertreibt es bei uns.

Ich wünsche den Entwicklern jedenfalls viel erfolg.


Bewertung: 188 Punkte bei 43 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: cooles spiel
Unknown (unangemeldet), Sonntag, 17. Januar 2010 15:54:13
Ein/Ausklappen

Schreib die Entwickler doch mal an. Vielleicht erlauben sie ja auch eine weitere Zahlungsart.


Bewertung: 237 Punkte bei 41 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht