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Im Codec-Dschungel

Multimedia mit Medibuntu

Einige exotische Dateiformate aus der Windows-Welt bleiben Ubuntu aber auch auf den gezeigten Wegen verschlossen. In solchen Fällen könnten Sie die erforderlichen Codecs aus einer bestehenden Windows-Installation puhlen, was jedoch schnell in eine Sisyphusarbeit ausartet. Glücklicherweise bietet das externe Medibuntu-Repository ein Paket an, das alle wichtigen Windows-Codecs zusammenfasst. Um es anzuzapfen, öffnen Sie das Fenster hinter SystemSystemverwaltungSoftware-Quellen, wechseln auf das Register Software von Drittanbietern und klicken auf Hinzufügen. In das Eingabefeld tragen Sie die kryptische Zeile:

deb http://packages.medibuntu.org/ jaunty free non-free

ein (achten Sie auf korrekt gesetzte Leerzeichen) und lassen die Software-Paketquelle hinzufügen. Sobald Sie das Fenster schließen, landen Sie im Hauptfenster, in dem Sie auf Neu laden klicken. Ubuntu holt nun die Liste mit allen verfügbaren Medibuntu-Paketen aus dem Internet. Sollte es dabei fehlende Signaturen bemängeln, klicken Sie einfach auf Schließen und warten einen Moment ab. Anschließend müssen Sie lediglich das Paket w32codecs einspielen.

Das Pitfdll-Dilemma

Das allein genügt aber noch nicht: Totem muss diese Windows-Codecs auch unterstützen. Für Gstreamer wurde eigens das Plugin Pitfdll entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Art Adapter, der die Windows-Codecs unter Linux ausführt. Synaptic kennt das entsprechende Paket unter dem Namen gstreamer0.10-pitfdll. Es zu installieren, bedeutet jedoch vergebliche Liebesmüh: Die Dreierbande Totem, Gstreamer und Pitfdll arbeitet auch in Ubuntu 9.04 noch nicht ordnungsgemäß zusammen.

Um das Problem zu umgehen, installieren Sie eine alternative Version von Totem, die anstelle von Gstreamer eine Bibliothek des Medienplayers Xine nutzt. Dazu rufen Sie Synaptic auf, suchen das Paket totem-xine und installieren es. Nun liegen zwei verschiedene Totem-Versionen auf Ihrer Festplatte.

Über das Hauptmenü erreichen Sie allerdings weiterhin nur die Gstreamer-Fassung. Um einen Film mit dem Xine-Kollegen zu starten, rufen Sie AnwendungenZubehörTerminal auf, tippen totem-xine& ein und drücken [Eingabe]. Der Video-Player sieht zunächst unverändert aus – dass unter der Haube Xine werkelt, verrät der Menüpunkt HilfeXine. Um eine Videodatei direkt mit Totem-Xine abzuspielen, klicken Sie diese mit der rechten Maustaste an, wählen Mit anderer Anwendung öffnen und dann aus der Liste Video-Player (Xine).

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Kommentare
LinDVD / Fluendo DVD Player
ma rch, Donnerstag, 15. April 2010 13:02:22
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Es gibt als günstigere Alternative zu LinDVD den Fluendo DVD Player s. auch http://wiki.ubuntuusers.de/Fluendo_DVD_Player


Bewertung: 110 Punkte bei 2 Stimmen.
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Geht doch?
Trurl (unangemeldet), Freitag, 21. August 2009 13:15:58
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Also ich verstehe die Aufregung nicht.

Einfach die Paketquellen von medibuntu.org in Synaptic integrieren. Wie man das macht steht hier:
https://help.ubuntu.com/community/Medibuntu

Und danach einfach das Paket "non-free-codecs". Dann lassen sich alle Videoformate mit Totem abspielen. Wenn man Totem-Xine benutzen will, deinstalliert man das Paket "Totem" (nur dieses!) und installiert "Totem-Xine", dann ist Totem-Xine der Standardplayer und auch über das Menü zu erreichen.

Also alles ganz einfach. Sich unter Windows die ganzen Codecs zusammenzusuchen finde ich deutlich mühsamer.


Bewertung: 213 Punkte bei 14 Stimmen.
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tzz.......
S.Haberäcker (unangemeldet), Montag, 03. August 2009 19:22:06
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Wisst ihr was ich nach wie vor ne Sauerei finde?
Das sich die Linux- Gemainschaft immer noch so schwer tun muss, "Kopiergeschütze DVD 's " unterstützen zu dürfen !

Wo bleibt da mal wieder die Gerechtigkeit der Betriebssysteme auf dem Mark?


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Infos zum Autor

Tim Schürmann

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Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


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