Häuschen wechseln Dich
Weg von Gnome, hin zu Unity
Software
Mit jedem neuen Release bringt Ubuntu neue Software mit und trennt sich von alten Zöpfen – meist aus Platzgründen. Nicht mehr dabei sind der Rechner-Hausmeister, der Videoeditor Pitivi und die Paketverwaltung Synaptic. Sie lassen sich nachinstallieren, finden aber auf der Standard-CD keinen Platz. Beim Wechsel zu Gnome 3 ging auch der Bildschirmschoner verloren, der aber vermutlich in der nächsten Ubuntu-Version wiederkehrt.
Neu an Bord sind die Backup-Lösung Déjà Dup und der E-Mail-Client Thunderbird in Version 7, der Evolution ablöst. Der Instant Messenger Gwibber wurde ebenso überarbeitet, wie das Software-Center. Letzteres bringt unter anderem eine Option mit, die es Ihnen erlaubt, die aktuelle Softwarekonfiguration mittels Ubuntu One auch auf andere Rechner zu übertragen.
Ganz neu ist nicht zuletzt der Log-in-Manager LightDM: Er ist schlanker als sein Vorgänger GDM und lässt sich leichter konfigurieren.
Uns sonst?
Schauen wir noch unter die Haube: Der Kernel trägt mittlerweile offiziell die Versionsnummer 3.0, was wohl die bemerkenswerteste Änderung für Ubuntu 11.10 ist. Leider haben sich die Bootzeiten von Ubuntu seit Version 10.04 wieder verschlechtert. Das dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass der Hauptentwickler in diesem Bereich das Projekt verlassen hat. Eine gute Nachricht gibt es für Benutzer von 64-Bit-Systemen: Sie können nun auch 32-Bit-Pakete auf ihrem 64-Bit-Ubuntu installieren. Alles in allem haben Ubuntus Entwickler mit Oneiric Ocelot den Sprung zu Unity und Gnome 3 abgeschlossen und feilen nun an den Details. Das ist sicher nicht verkehrt, wenn Ubuntu 12.04 eine stabile LTS-Version werden soll.
Glossar
Farbprofile
Verschiedene Geräte zeigen die Farben eines Bildes unterschiedlich an. Farbprofile sollen dieses Dilemma lösen und einheitliche Farbdarstellungen bei Druck, Bildschirmanzeige und digitaler Fotografie gewährleisten.



