Wer unterstützt was?

Natürlich kann es gut sein, dass sich die Metadaten in den nächsten 20 Jahren noch einmal deutlich ändern. Wenn Sie aber aktuell daran denken, Ihre Fotos zu taggen, sollten Sie entweder zu Picasa [4], Digikam [5] oder den Exiftools [6] greifen. Alle drei unterstützen bereits die von der Metadata Working Group entworfene Spezifikation. Während Picasa aber eine proprietäre Bildverwaltung von Google ist, die sich nach Aussage eines Mitarbeiters an den MWG-Richtlinien orientiert [7], steht mit dem KDE-Programm Digikam eine freie Software mit einem brillanten Funktionsumfang bereit, die nach Aussage des Projekts den MWG-Richtlinien folgt [9]. Nicht zuletzt lassen sich mit den Exiftools gezielt Metadaten beeinflussen – allerdings über die Kommandozeile. Die Software bringt eine MWG-Option mit, die Sie gezielt als Modul aktivieren und dann über einen Schalter anwenden [8].

Wie aber sieht es mit den gängigen Ubuntu-Programmen aus: Gimp und Shotwell. Letzteres Programm ist Ubuntus offizieller Bildbetrachter und noch nicht soweit. Die Entwickler kennen jedoch die MWG-Richtlinien und denken darüber nach, sie zu implementieren [10]. Immerhin kann Shotwell ab Version 0.8 Tags in den Formaten Exif, XMP und IPTC in die Fotos schreiben.

Anders sieht es in Gimp aus: Zwar arbeitet aktuell ein Entwickler an den Metadaten, aber dabei geht es offenbar zunächst darum, die Metadaten auszulesen und darzustellen [10]. Es dauert vermutlich noch etwas, bis die Software zu den anderen aufschließt – allerdings sind Metadaten auch nicht das Kerngeschäft von Gimp.

Quo vadis?

Niemand weiß, wie die Welt in 20 Jahren aussieht. Wenn Sie aber jetzt sofort eine Fotosammlung inklusive Tags aufbauen wollen, würden wir empfehlen, das JPG- oder TIFF-Format zu verwenden und zu Digikam oder Picasa zu greifen. Alternativ stehen noch die Exiftools bereit, wenn es Ihnen nur um das reine Taggen der Fotos geht. Wer RAW-Fotos bevorzugt, sollte wohl Adobes DNG-Format nutzen, mit dem auch Ufraw und RawTherapee umgehen können.

Glossar

XML

eine Beschreibungssprache im Textformat, die den Austausch von Daten zwischen gänzlich verschiedenen Programmen über Tags und Schemata ermöglicht.

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Ubuntu User ist bis Ausgabe 02/2013 vierteljährlich erschienen, aktuelle Artikel zu Ubuntu finden sich ab Ausgabe 04/2013 im LinuxUser.

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