Hilfreiche Design-Tools

Gittersysteme und andere Web Frameworks helfen Ihnen, Ihre kreative Arbeit mit Inkscape besser zu organisieren. Aber wenn Sie eine professionelle Seite entwerfen und dabei Inkscape einsetzen, macht es Sinn, zu weiteren Open-Source-Werkzeugen zu greifen, um die Lücken zu füllen, die Inkscape und die Vorlagen nicht abdecken.

Eins dieser Tools ist ein guter Farbauswähler. Nutzen Sie am besten Gnomes Farbtool Agave [7] und den Farbpalettenkonvertierer SwatchBooker [8]. Agave erlaubt es Ihnen, harmonische Farben basierend auf einer Vielzahl an Farbkreisbeziehungen zu entdecken (Abbildung 11). SwatchBooker importiert Farbpaletten anderer Anwendungen wie Gimp, Krita und sogar Photoshop und verwandelt diese in ein für Inkscape lesbares Format.

Abbildung 11: Neue Farbschemata erstellen Sie in Ubuntu mit Agave. Die Gnome-Anwendung installieren Sie über das Software-Center.

Arbeiten Sie mit einer hochfrequentierten Website, müssen Sie sich meist Gedanken über die Größe von Dateien machen. Hier integrieren Sie Optimierer für Bilddateien wie etwa die Kommandozeilen-Werkzeuge pngcrush oder optipng. Testen Sie die Kompressionseinstellungen, bis Sie auf eine gute Balance zwischen Größe und Bildqualität stoßen.

Natürlich helfen auch vollwertige Webeditoren wie Bluefish und Kompozer dabei, CSS-, JavaScript- und HTML-Inhalte zu bearbeiten – die mit Inkscape erzeugten HTML- und CSS-Dateien sind nur ein Startpunkt, kein finales Produkt.

Die Zukunft des Designs

Inkscape ist ein quirliges Projekt und die entwickelnde Community spricht unter anderem davon, bessere Unterstützung für CSS und andere Webtechnologien direkt in Inkscape zu integrieren. Aktuell gibt es noch keine Lösung, CSS-Regeln auf Texte oder SVG-Objekte anzuwenden. Die Möglichkeit, formatierte HTML-Instanzen direkt in Inkscape zu erzeugen, würde die Tür für weitere Designoptionen öffnen – auch wenn Inkscape bereits jetzt eine nützliche Waffe für Web Designer ist.

Glossar

SVG

Scalable Vector Graphics basieren auf mathematischen Funktionen. Das macht sie skalierbar, was bedeutet, dass sie sich beliebig verlustfrei vergrößern lassen.

Content-Management-Systeme

Webseiten baut man heute in der Regel nicht mehr selbst, sondern greift zu fertigen, meist modular aufgebauten, Content-Management-Systemen. Joomla, Drupal oder auch Wordpress stehen kostenlos bereit und bringen eigene Galeriemodule und Nutzerverwaltungen mit.

Grafikprimitive

dabei handelt es sich um die essentiellen mathematischen Funktionen, auf deren Basis Inkscape und andere Vektorgrafikprogramme ihre Grafiken erzeugen.

Slices

Slices sehen aus wie ein Schnittmuster – aber nicht für Kleider, sondern für Webseiten. Sie schneiden zum Beispiel die rein grafischen Teile aus, die Sie nicht in HTML umsetzen können und exportieren sie dann in Form von HTML- und CSS-Dateien.

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Ubuntu User ist bis Ausgabe 02/2013 vierteljährlich erschienen, aktuelle Artikel zu Ubuntu finden sich ab Ausgabe 04/2013 im LinuxUser.

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