Zahlenspiele
Lokales Netzwerk aufbauen
Handarbeit
Soll der Router Ihrem Rechner beim Identifizieren der MAC-Adresse eine spezielle IP-Adresse zuweisen, stellen Sie das per Hand ein. Dazu rufen Sie ein Terminal auf und geben /sbin/ifconfig | grep Hardware ein. Hinter Hardware Adresse sehen Sie eine durch Doppelpunkte separierte Zahl – die MAC-Adresse (Abbildung 3). Suchen Sie in der Konfigurationsoberfläche des Routers nach einer Möglichkeit, einer MAC- automatisch eine feste IP-Adresse zuzuordnen und tragen Sie beide Werte ein.
Daten sammeln
Bevor Sie eine feste IP-Adresse vergeben, benötigen Sie ein paar wichtige Informationen über Ihr lokales Netzwerk. Das setzt eine funktionierende Verbindung zum Router voraus. Zunächst bestimmen Sie dessen Gateway-Adresse sowie die IP-Adresse des DNS-Servers:
route -n | grep UG | tr -s ' ' | cut -d " " -f 2
Die Ausgabe des einfachen Befehls
route -n
verrät zudem in der Spalte Genmask – in der ersten Zeile – die Subnetzmaske des Netzwerks (Abbildung 4), die Sie ebenfalls notieren sollten (sie lautet für private Netzwerke meist 255.255.255.0).
Die Gateway-Adresse und Subnetzmaske zeigen, dass Ihr Rechner zu einem Subnetz gehört, dessen IP-Adressen mit 192.168.111.* beginnen. Rechner in diesem Netzwerk dürfen also IP-Adressen nutzen, die anstelle des Sternchens Werte zwischen 1 und 254 enthalten. Da die Gateway-Adresse die Zahl 254 bereits belegt, suchen Sie eine feste IP-Adresse aus dem Bereich zwischen 1 und 253 aus, im Beispiel etwa 192.168.111.253.
Nun brauchen Sie noch die IP-Adresse des DNS- bzw. Nameserver. Geben Sie im Browser als URL http://www.linux-community.de ein, passiert nichts, solange Ihr Rechner keinen DNS-Server kennt, der die Adresse in eine IP-Adresse übersetzt. Im Privatnetz ist die Gateway-Adresse häufig mit der IP-Adresse des DNS-Servers identisch – aber nicht immer. Geben Sie nslookup 127.0.0.1 | grep Server ein, antwortet der DNS-Server mit seiner IP-Adresse, hier im Beispiel mit der 192.168.111.254.



