Interview mit Benjamin Drung

Aus Ubuntu User 02/2011

Interview mit Benjamin Drung

© Linux New Media AG

"Ein bisschen mehr Liebe"

Der Paketbetreuer Benjamin Drung erzählt, warum er sich um Pakete kümmert (aus Liebe), was er von Windows hält (wenig) wie Canonical, Debian und die Ubuntu-Community zusammenspielen (inzwischen gut).

Ubuntu User: Was ist Deine Aufgabe in dem Ubuntu-Projekt, oder was siehst Du als Deine Aufgabe?

Benjamin Drung: Also, ich bin Ubuntu-Entwickler. Ich kümmere mich darum, dass die Pakete aktuell sind, dass die Fehler behoben werden, dass die Programme gut laufen und integriert sind. Gibt es neue Bibliotheken, müssen diese auch mit den Paketen im Ubuntu-Archiv funktionieren.

UU:Wo wohnst Du genau?

BD: In Berlin.

UU:Und Du bist Student?

BD: Ja, an der TU-Berlin, Studienrichtung “Technische Informatik”.

UU:Bist Du da der einzige, der Ubuntu benutzt?

BD: Nicht der einzige, es gibt noch andere Ubuntu-Nutzer. Aber ich glaub in meinem Studiengang wahrscheinlich der einzige Ubuntu-Entwickler.

UU:Welche Programme betreust Du? Kennt man welche davon?

BD: Die bekanntesten sind wahrscheinlich VLC Mediaplayer, Audacity, Eclipse und Eclipse-Plug-ins. Dazu kommen eine Handvoll Mozilla-Firefox-Extensions, wie etwa Adblock Plus und weitere kleinere Tools wie Dvdbackup und andere.

UU:Sind das Programme, die Du persönlich benutzt?

BD: Im Normalfall habe ich mich um Pakete gekümmert, die ich selber verwende und bei denen ich bemerkt habe, da kümmert sich keiner drum oder die brauchen ein bisschen mehr Liebe. Deswegen habe ich angefangen, mich intensiver mit einem Paket auseinander zu setzen und angefangen, es zu pflegen.

UU:Und wie ist die Zusammenarbeit mit Canonical? Du musst ja dann dafür sorgen, dass die Pakete auch in die “Main”-Paketquelle oder die Distribution gelangen, oder?

BD:Ja, aber mit Canonical hat das weniger zu tun. Es gibt ein paar Nutzer, die dürfen Pakete hoc...

[...]

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