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KDEs Informationsverwaltung
Kalender
KOrganizer ist die Kalenderanwendung für KDE. Sie umfasst eine Vielzahl von Ansichten und Optionen zum Kalender-Sharing. Die Software orientiert sich dabei eher an geschäftlichen als an privaten Bedürfnissen, speichert Informationen zum Aufenthaltsort und zur Geheimhaltungsstufe (Öffentlich, Privat, Vertraulich) und bringt eine Möglichkeit mit, Termine mit einem Anhang zu versehen. Als Heimanwender ignorieren Sie diese irrelevanten Funktionen einfach.
Wie viele Kalender kämpft KOrganizer mit dem Problem, detaillierte Informationen auf dem begrenzten Raum eines Anwendungsfensters präsentieren zu müssen. Weder löst KOrganizer dieses Problem, noch stellt sich die Software besser an, als andere Kalender. Die linke Spalte enthält drei Bereiche, mit einer Wochenübersicht, den Details zu einem Termin und einem Feld, das die verfügbaren Kalenderdateien anzeigt. Der rechte Bereich ist für die aktuelle Kalenderansicht reserviert. Der Platz genügt häufig nicht, um die Inhalte adäquat darzustellen, auch wenn Sie das umgebende Kontact-Fenster maximieren (Abbildung 5).
Auch wenig gelungen ist, dass man Ereignisse zwar im 15-Minuten-Takt eintragen kann, der Kalender diese aber nur im Halbstundentakt anzeigt. Bei kürzeren Intervallen bleibt nur noch eine Linie auf dem Schirm übrig.
Zur Kompensation betrachten Sie die Informationen von KOrganizer in Form einer To-do-Liste oder einer Ereignisliste. Diese Ansichten entschärfen das Bildschirmproblem, auch wenn sie nicht so überzeugen, wie der Blick auf den kompletten Kalender. Weniger klar ist, warum Kontact die To-do-Liste und die Standardansicht von KOrganizer, die Journal heißt, als zwei separate Anwendungen auflistet.
Haben Sie sich einmal an das Layout gewöhnt, erweist sich KOrganizer als zuverlässiges Werkzeug, braucht aber von allen Anwendungen in Kontact am dringendsten einen Facelift. Die aktuelle grafische Oberfläche ermutigt potenzielle Anwender nicht gerade, das Programm länger zu erforschen.
Feed Reader
Ein RSS Feed Reader fällt nicht wirklich in die Kategorie "Personal Information Management". Rufen Sie Kontact jedoch als erste Anwendung nach dem Anmelden auf dem Desktop auf, ergibt die Integration der Software Sinn.
Bei Akregator handelt es sich um einen Feed Reader, dessen Oberfläche Sie in Sekunden verstehen. Sie enthält im linken Bereich eine Liste mit RSS-Feeds, rechts oben die gesamten Beiträge eines Feeds und darunter den Inhalt des zur Zeit ausgewählten Beitrags (Abbildung 6). Die Werkzeuge, um einen Feed zu ergänzen, einen existierenden zu aktualisieren oder ihn als gelesen zu markieren erreichen Sie sowohl über die Werkzeugleiste als auch über das Kontextmenü. Einträge öffnen Sie entweder in einem Reiter oder im Browser.
Die Konfigurationseinstellungen umfassen die Möglichkeit, die angezeigten Farben zu ändern, die Frequenz der Updates und andere grundlegende Funktionen. Auch praktisch: Sie lassen die Beiträge eines Feeds nach ein paar Tagen automatisch löschen, und wichtige Nachrichten archivieren Sie per Mausklick.
Die einzige Schwachstelle ist, dass Sie ständig den linken Bereich weiter aufziehen müssen, um die Anzahl der gelesenen und ungelesenen Beiträge zu erkennen. Aus irgendeinem Grund stellt sich in gewissen Intervallen wieder die Originalbreite des Bereichs ein. Darüber hinaus verursacht Akregator keine Probleme, tut aber auch nichts Innovatives, sondern erfüllt seine zugedachten Aufgaben.



