Silberscheiben

In der Rubrik Massenspeicher melden Sie das vorhin angelegte Festplattenabbild als erste Festplatte (Primärer Master) an (Abbildung 4). Ein CD- beziehungsweise DVD-Laufwerk fehlt allerdings noch. In der mittleren Liste auf Abbildung 4 sehen Sie alle Datenträger, welche der virtuellen Maschine zur Verfügung stehen. Um ein CD-Laufwerk zu ergänzen, klicken Sie auf den Eintrag mit dem CD-Symbol und der Bezeichnung leer. Auf der rechten Seite finden Sie weitere Einstellungen. Der Slot bezeichnet den Anschluss auf der (virtuellen) Hauptplatine. Belassen Sie ihn auf seiner Vorgabe. Direkt darunter wählen Sie ein reales Laufwerk, das VirtualBox der virtuellen Maschine spendieren soll. Setzen Sie ein Kreuzchen bei Passthrough, um dem Gastbetriebssystem uneingeschränkten Zugriff zu erlauben.

Abbildung 4: Das Fenster zur Verwaltung des Massenspeichers bindet ein reales CD-Laufwerk ein.

Alternativ binden Sie ein CD- oder DVD-Image ein. Dazu klicken Sie auf das Symbol rechts neben der Ausklappliste (mit dem gelben Verzeichnis und dem grünen Pfeil), was den Manager für virtuelle Medien. Wählen Sie Hinzufügen, suchen Sie auf der Festplatte das gewünschte ISO-Image, markieren Sie es und klicken Sie auf Auswählen. Das Image erscheint jetzt sowohl hinter CD/DVD-Laufwerk als auch in der Liste unter Massenspeicher. Um Ihrer virtuellen Maschine weitere Festplatten oder CD-Laufwerke zu spendieren, markieren Sie in der Liste Massenspeicher den IDE-Controller und klicken dann auf eines der beiden rechts daneben erscheinenden Symbole.

Aufgeweckt

Stimmen alle Einstellungen, klicken Sie auf OK und legen die Installations-CD Ihres Betriebssystems in das Laufwerk, so Sie denn von CD booten. Dann rufen Sie zum ersten Mal Ihre virtuelle Maschine über die Schaltfläche Starten auf. VirtualBox öffnet ein neues Fenster, das als Monitor für die virtuelle Maschine dient. Die Meldungen zur Tastatur, Maus und verwendeten Farbtiefe von VirtualBox nicken Sie einfach mit OK ab. Über die Symbole am unteren Fensterrand beobachten Sie von links nach rechts die Aktivität der Festplatte, des CD-Laufwerks und der Netzwerkkarte.

Nun installieren Sie das gewünschte Betriebssystem, wobei die Maus noch dem Wirtssystem Ubuntu gehört. Um sie in der virtuellen Maschine zu nutzen, klicken Sie einmal in das Fenster und bestätigen die Meldung mit Fangen. Um den Zeiger später zurück zu holen, drücken Sie [Strg-rechts]. Vorsicht bei den speziellen Tastenkombinationen: [Strg]+[Alt]+[Entf] startet Ihr Ubuntu neu und nicht die virtuelle Maschine. Das trifft selbst dann zu, wenn das Fenster aktiviert und der Mauszeiger gefangen ist. In solchen Fällen hilft das Maschine-Menü, über das Sie nicht nur die genannte Tastenkombination an die virtuelle Maschine senden, sondern diese auch pausieren lassen oder gewaltsam ausschalten (MaschineSchließen). Um die Medien im CD-Laufwerk zu wechseln, nutzen Sie das Menü Geräte.

Ähnliche Artikel

  • Zweit-PC für lau
    Linux-Anwender experimentieren oft mit verschiedenen Linux-Distributionen und nutzen auch gelegentlich Windows-Programme. Um bequem zwischen den verschiedenen Betriebssystemen zu wechseln, empfiehlt sich der Einsatz eines PC-Emulators – wie etwa VirtualBox, dessen Version 3.1 wir hier beschreiben.
  • Virtuelle Welten
    Suns Virtualbox startet Windows 7 unter Linux – und umgekehrt. Windows-7-Nutzer können Linux optional auch im XP-Modus ausführen.
  • Windows 8 mit VirtualBox unter Linux nutzen
    Der Dual-Boot-Betrieb von Linux und Windows 8 lässt sich bequem umgehen, indem Sie Windows in einer virtuellen Maschine installieren. Dann nutzen Sie zudem Anwendungen beider Systeme gleichzeitig und müssen seltener booten.
  • VirtualBox 4.2.4 gegen VMware Workstation 9
    Wenn Sie Windows-Programme unter Linux verwenden wollen, ist Virtualisierung noch immer die einzige hundertprozentige Lösung: Dabei installieren Sie Windows in einem virtuellen Computer. Wir haben die aktuellen Versionen von VirtualBox und VMware Workstation verglichen.
  • VirtualBox einrichten und bedienen
    Wer dem Windows-System nicht endgültig abschwören kann oder will, dem bietet VirtualBox eine elegante Lösung für den gelegentlichen Einsatz von Windows – ohne Reboot und umständliche Konfiguration.
Kommentare

Infos zur Publikation

Ubuntu User ist bis Ausgabe 02/2013 vierteljährlich erschienen, aktuelle Artikel zu Ubuntu finden sich ab Ausgabe 04/2013 im LinuxUser.

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 2 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

Rootpasswort
Jutta Naumann, 29.01.2015 09:14, 1 Antworten
Ich habe OpenSuse 13.2 installiert und leider nur das Systempasswort eingerichtet. Um Änderungen,...
Neue SuSE-Literatur
Roland Welcker, 14.01.2015 14:10, 1 Antworten
Verehrte Linux-Freunde, seit Hans-Georg Essers Buch "LINUX" und Stefanie Teufels "Jetzt lerne ich...
DVD abspielen unter openSUSE 13.1
Michael Pfaffe, 12.01.2015 11:48, 6 Antworten
Hallo Linuxer, Bisher habe ich meine DVD´s mit linDVD unter openSUSE abgespielt. Mit der Versi...
Kontrollleiste SuSE 12.3 gestalten
Roland Welcker, 31.12.2014 14:06, 1 Antworten
Wie bekomme ich das Icon eines beliebigen Programms (aktuell DUDEN) in die Kontrollleiste und kan...
flash-player
roland reiner, 27.12.2014 15:24, 7 Antworten
Mein Flashplayer funktioniert nicht mehr-Plug in wird nicht mehr unterstütz,auch über google chro...