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© Andrejs Pidjass, 123rf.com

Frühjahrsputz

Die neuen Features von Ubuntu 10.04 LTS

29.04.2010
Eigentlich sollen sich die Entwickler bei den LTS-Versionen von Ubuntu vor allem auf die Stabilität konzentrieren. Dennoch bringt auch Ubuntu 10.04 eine beachtliche Anzahl neuer Features mit.

Keine Experimente? Wer mit seinem Betriebssystem einfach nur arbeiten will, nicht ständig die neueste Version einer Software braucht und auch nicht jedes halbe Jahr das komplette System umkrempelt, sollte Ubuntu 10.04 einsetzen. Die LTS-Version verspricht Stabilität und richtet sich an Anwender, die dem Motto "Never change a running system…" folgen.

LTS vs. Normal

Ubuntu erscheint in einem festen Release-Zyklus. Jedes halbe Jahr bringen Canonical und die Ubuntu-Community eine neue Version der Distribution auf den Markt. Aber nur alle zwei Jahre erscheint eine so genannte LTS-Version. Die Abkürzung steht für Long Term Support: Nutzer dieser Variante müssen ihr System nicht mehr halbjährlich upgraden, sondern wechseln nach zwei Jahren direkt zur nächsten LTS-Version.

Diese Langzeitversionen haben per Definition nicht die neuesten Features an Bord, sondern sollen ihren Job vor allem zuverlässig erledigen – insbesondere auf Servern. Kritische Funktionen und Neuerungen, führt das Projekt daher meist schon in den vorhergehenden Releases ein, zum Beispiel das Dateisystem Ext 4 und den neuen Bootloader Grub 2. So werden die gröbsten Fehlerquellen bereits im Vorfeld entdeckt.

Canonical versorgt die Desktop-Variante der LTS-Versionen offiziell drei Jahre lang mit Sicherheits-Updates und Fehlerkorrekturen, die Server-Variante erhält sogar fünf Jahre Unterstützung. Diese betrifft allerdings nicht alle Ubuntu-Derivate, sondern aktuell lediglich Kubuntu und Ubuntu 10.04 – die Netbook Edition darf das LTS-Kürzel beispielsweise nicht tragen. Der Support bezieht sich zudem auf eine fest definierte Gruppe von Paketen aus Ubuntus gesamten Softwarefundus.

Da sich in den zwei Jahren bis zur nächsten LTS-Version hardwaremäßig einiges tut, liefert das Ubuntu-Projekt zusätzlich in den so genannten Point Releases (etwa 10.04.1, 10.04.2) Treiber für neue Hardware sowie die bis dahin angefallenen Fehlerkorrekturen aus. Das erste Point Release erscheint drei Monate nach der Veröffentlichung des fertigen 10.04, neue Versionen folgen dann alle sechs Monate.

Knöpfchen-Gate

Zwar wurde das Aussehen von Ubuntu 10.04 komplett überarbeitet, aber kaum eine der Neuerungen verursachte so viel Wirbel, wie die verschobenen Knöpfchen in der Fensterleiste. Konkret ordneten die Designer die Knöpfe zum Schließen, Verkleinern und Vergrößern eines Fensters in der linken oberen Ecke der Fensterleiste an statt wie bisher in der rechten (Abbildung 1). Während die sonstigen Änderungen am Design kaum nennenswerte Reaktionen hervorriefen, lieferten sich die Fans und Gegner der neuen Anordnung längliche Wortgefechte in Blogs und auf Ubuntus Plattform Launchpad. Einige Anwender forderten Mark Shuttleworth – den Geldgeber des Projekts – dazu auf, die Änderung zurück zu nehmen.

Abbildung 1: Knöpfchen-Gate: Kleine Änderung, großer Wirbel. Das Verschieben der Knöpfe in der Fensterleiste führte zu angeregten Debatten in der Ubuntu-Community.

Der aber wiegelte ab. Einerseits, so Shuttleworth, sei das nicht seine, sondern eine Entscheidung des Design-Teams, andererseits wolle er den restlichen Platz für andere Funktionen freihalten. Shuttleworth gilt als treibende Kraft hinter den neuen visuellen Entwicklungen. Vor etwa zwei Jahren hatte er angekündigt, er wolle aus Ubuntu ein Kunstwerk machen – wohl auch, um beim Konkurrenten Apple auf Kundenfang zu gehen. Klar ist, dass Ubuntu 10.04 optisch einen weiterer Schritt auf Mac OS X zugeht.

Knöpfchen-Gate war deshalb ein Sturm im Wasserglas, weil Sie die Knöpfchen auf Wunsch ganz einfach wieder an den alten Platz verfrachten. Dabei hilft der Befehl:

gconftool -s /apps/metacity/general/button_layout -t string menu:minimize,maximize,close

Alternativ erledigen Sie den Schritt mit Hilfe des Gconf-Editor. Drücken Sie [Alt]+[F2], geben sie gconf-editor ein und manövrieren Sie im selbigen zum Eintrag apps | metacity | general. Den Eintrag button_layout öffnen Sie per Doppelklick und tragen menu:maximize,minimize,close ein. Nun sollten sich die Knöpfe wieder am alten Platz befinden.

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Kommentare
Thunderbird 3.0.4
Markus Berlin, Donnerstag, 29. April 2010 20:09:51
Ein/Ausklappen

... "ist leider nicht besonders aktuell"? Wo gibt es eine aktuellere Version?



Bewertung: 219 Punkte bei 28 Stimmen.
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Re: Thunderbird 3.0.4
Skomli (unangemeldet), Freitag, 30. April 2010 01:40:59
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Das ist doch die derzeit aktuellste Version:

http://de.www.mozillamessaging.com/de/thunderbird/


Bewertung: 217 Punkte bei 30 Stimmen.
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Infos zur Publikation

Ubuntu User ist bis Ausgabe 02/2013 vierteljährlich erschienen, aktuelle Artikel zu Ubuntu finden sich ab Ausgabe 04/2013 im LinuxUser.

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