Home / Online-Artikel / Ubuntu User / 2010 / 02 / Mobiler Koala

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(233 Punkte bei 16 Stimmen)
Re: War doch klar...
(162 Punkte bei 6 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Kubuntu verliert Finanzierung
(130 Punkte bei 4 Stimmen)
Offen fürs Geschäft
(80 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Mobiler Koala

UMTS-Sticks unter Ubuntu 9.10

14.02.2010 Mittlerweile unterstützt Ubuntu mobile Datenverbindungen immer besser. Das aktuelle Release 9.10 (Karmic Koala) kommt mit vielen gängigen UMTS-Sticks zurecht und soll sich kinderleicht einrichten lassen – so die Theorie. Ob die Praxis das bestätigt, zeigen wir in diesem Artikel.

Beinahe monatlich unterbieten sich die Netzbetreiber mit immer neuen Angeboten für mobiles Internet. Mussten Sie vor einigen Jahren noch für wenige MByte an transferierten Daten ein Vermögen bezahlen, gehen Sie heute schon für wenige Euro im Monat mobil online. Weit verbreitet sind dabei UMTS-Sticks, die Sie einfach an den USB-Port stöpseln.

Unser Testsystem bestand aus einem gewöhnlichen Notebook mit der aktuellen Version 9.10 von Ubuntu inklusive aller Updates und dem Kernel 2.6.31. Dort testeten wir den T-Mobile Web'n'walk Stick Fusion, den Vodafone Mobile Connect USB Stick K3765-HV sowie den O2 Surfstick Speed auf ihre Linux-Tauglichkeit. Primäre Zielgruppe der Anbieter ist – wie so oft – vor allem der gemeine Windows-Anwender – bestenfalls liefern die Anbieter noch brauchbare Treiber für Mac OS X mit. Doch Linux-Nutzer müssen nicht verzweifeln: Ubuntu und Co. bringen von Haus aus alles mit, was Sie brauchen, um online zu gehen. Mit ein wenig Handarbeit steht dem mobilen Surfvergnügen meist nichts im Weg.

Ein wenig Theorie…

Moderne UMTS-Geräte arbeiten in zwei Betriebsmodi. Nach dem Einstecken erscheint das Gerät gewöhnlich als ganz normaler Datenträger – genau wie bei einem herkömmlichen USB-Stick (Abbildung 1). Auf diesem Datenträger haben die Hersteller neben der Anleitung auch den eigentlichen Treiber und die Einwahlsoftware gespeichert: So haben Windows- und Mac OS X-Anwender die Installationsdateien immer zur Hand. Nach der Installation sorgt der Treiber dafür, dass das Betriebssystem den Stick beim nächsten Einstecken automatisch als Modem erkennt. Linux-Anwender schauen hier erst einmal in die Röhre, denn fertige Treiberpakete der Hersteller sind eine wahre Seltenheit.

Abbildung 1: Die meisten UMTS-Sticks verhalten sich nach dem Einstecken zunächst wie normale Datenspeicher.

Um den UMTS-Stick auch als Modem zu nutzen, muss er zunächst seinen Betriebsmodus wechseln, wozu ein spezieller Befehl an den USB-Bus geht. Zudem muss der Linux-Kernel das neue Modem erkennen und mit einem Schnittstellentreiber verknüpfen, dann erst gelingt die Einwahl. Nur bei einigen – insbesondere älteren – Geräten klappt das vollautomatisch. So etwa beim O2 Surfstick Speed: Ihn stecken Sie einfach ein, und er steht sofort als Modem zur Verfügung. Das Problem bei anderen Sticks besteht darin, dass der Befehl zum Umschalten keineswegs genormt ist, sondern jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht. Der Weg ändert sich zudem mitunter von Modell zu Modell. Kurz: Sie müssen stets die korrekte Befehlskette kennen.

Schneller Wechsel dank "usb_modeswitch"

An dieser Stelle kommt das praktische Tool usb_modeswitch ins Spiel, das Sie unter Ubuntu und seinen Derivaten einfach über den Paketmanager installieren. Jeden UMTS-Stick kennzeichnet eine so genannte Hardware-ID, an der usb_modeswitch erkennt, um welches Modell es sich handelt und welchen Befehl es für die Umschaltsequenz benötigt. Im einfachsten Fall steht Ihr Stick nach der Installation des Pakets schon automatisch als Modem zur Verfügung, ohne dass Sie weiter Hand anlegen müssen. Das klappte im Test aber weder bei dem Vodafone-Gerät noch beim Kandidaten von T-Mobile. Für diese Geräte müssen Sie die Konfigurationsdatei bearbeiten.

Die Software usb_modeswitch rufen Sie entweder manuell auf, wobei Sie zuerst die Datei /etc/usb_modeswitch.conf bearbeiten und dann sudo usb_modeswitch eingeben. Oder Sie verknüpfen sie mit einer Udev-Schnittstelle.

Der Linux-Dienst Udev überwacht unter anderem Aktivitäten auf dem USB-Bus: Beim Einstecken und Entfernen von USB-Geräten führt er dann bestimmte Befehle aus. Über eine entsprechende Udev-Regel sorgen Sie dafür, dass Ubuntu den Umschaltvorgang beim Einstecken eines UMTS-Sticks automatisch einleitet – genauso wie bei den Nutzern von Mac OS X oder Windows. Da der Udev-Weg wesentlich komfortabler ist, beschreiben wir ihn im folgenden.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share

10208 Hits
Wertung: 258 Punkte (33 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Florian Effenberger

Florian Effenberger

Florian Effenberger engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für freie Software. Er ist Mitglied im Board of Directors der Document Foundation. Zuvor war er fast sieben Jahre im Projekt OpenOffice.org aktiv, zuletzt als Marketing Project Lead. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen darüber hinaus in der Konzeption von Unternehmens- und Schulnetzwerken samt Softwareverteilungslösungen auf Basis freier Software. Zudem schreibt er regelmäßig für zahlreiche deutsch- und englischsprachige Fachpublikationen und beschäftigt sich dabei auch mit rechtlichen Fragestellungen.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_01

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen

Ubuntu User erscheint vier mal jährlich und kostet 7,90 EUR pro Ausgabe. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der Ubuntu-User-Homepage.

Das Ubuntu-User-Jahresabo (4 Ausgaben) kostet in Deutschland 26,90 EUR, in Österreich 29,90 und in der Schweiz 53,90 CHF. Details zum Abo finden Sie im LNM-Shop.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

Ubuntu 11.10 Compiz 3D Cube flackern
Moritz Obenauer, 12.02.2012 12:25, 0 Antworten
Hallo! Ich habe Ubuntu 11.10 mit Unity und den Compiz 3D Cube ein gerichtet. Er funktioniert...
Suse 12.1 Bootvorgang bleibt seit Update stehen
Wimpy *, 12.02.2012 09:22, 2 Antworten
Seit Update auf Kernel 3.1.9-1.4-desktop i686 bleibt der Bootvorgang stehen. Es erscheint der gr...
N24 Stick (Huawei E173) und Ubuntu 11.04
Patrick Obenauer, 11.02.2012 11:54, 1 Antworten
Hallo zusammen! Ich benutze einen alten Laptop, der mit Ubuntu 11.04 flott und problemlos läuft....
Wie kann man beim Einsatz von Compiz die Fenster-Dekoration einstellen?
GoaSkin , 10.02.2012 20:12, 0 Antworten
Hallo, ich nutze Linux Mint mit dem Gnome-Derivat Mate. Da die Distribution Compiz nicht autom...
rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...