Bürobedarf
Neues in OpenOffice 3.2
Dateisperren an oder aus
Beim Betrieb von OpenOffice in größeren Netzwerken, die auf sehr unterschiedliche Systeme setzen, funktionierte mitunter der in Version 3 eingeführte File-Locking-Mechanismus nicht einwandfrei, der Dateien vor ungewollten Veränderungen schützen soll. Öffnet ein Anwender eine Datei in OpenOffice, legt die Software automatisch eine so genannte Lock-Datei an. Diese sorgt dafür, dass sie für andere Benutzer schreibgeschützt ist – auch für solche, die über MS Office auf die Datei zugreifen. In großen Netzwerken kann es vorkommen, dass OpenOffice eine Lock-Datei anlegt, diese aber nicht mehr löschen kann, was zu Problemen führt. In OpenOffice 3.2 kann der Admin nun den dateibasierten Sperrmechanismus über einen Konfigurationseintrag aushebeln. OpenOffice erzeugt dann zwar die Lock-Datei, wertet sie aber nicht mehr aus.
"Kleinkram" in Calc
Die Tabellenkalkulation von OpenOffice ist immer für Verbesserungen gut – gerade auch "im Kleinen". Nutzen Sie Calc intensiv, kennen Sie sicherlich Bereiche, in denen Sie sich Vereinfachungen beim Umgang mit typischen Tätigkeiten wünschen. Für die Version 3.2 haben die Entwickler in mehreren Bereichen aufgeräumt, die für viele Anwender wirklich lästig und nervig waren.
Nutzen Sie in einem Dokument zum Beispiel verbundene Zellen, können Sie nun auch innerhalb dieser Bereiche Spalten einfügen und löschen. Ebenfalls kopieren Sie nun auch verbundene Bereiche, um sie an anderer Stelle wieder einzufügen. Bisher erhielten Sie diesem Versuch solch aufschlussreiche Meldungen wie Kann nicht in zusammengefasste Bereiche einfügen oder Zusammenfassen nicht verschachteln.
Ebenfalls störend in Calc war bisher, dass Sie nur zusammenhängende Zellbereiche mit Umrandungen versehen konnten. Eine Auswahl mehrerer einzelner Zellen verhinderte eine Umrandung. In der neuen Version versehen Sie hingegen beliebige Mehrfachauswahlen mit Zellumrandungen.
Auch an den Copy-&-Paste-Möglichkeiten haben die Entwickler gearbeitet. Sie kopieren in der neuen Version auf Wunsch auch nicht-zusammenhängende Zellen als quadratischen Block und fügen diese dann an anderer Stelle im Dokument ein. Dort bereits vorhandene Inhalte überschreibt dieser Schritt.
Eine weitere Verbesserung der Handhabung betrifft die Tastenkombination [Umschalt]+[ F4]. Diese wandelt innerhalb von Formeln relative in absolute Zellbezüge um und umgekehrt. Bisher konnten Sie die Kombination nur auf einzelne Zellen anwenden, nun funktioniert sie auch für komplette Zellbereiche und sogar Mehrfachauswahlen, die nicht direkt zusammenhängen.



