Auf die meisten Neuerungen von OpenOffice 3.2 stoßen Sie in der Tabellenkalkulation und bei der Diagrammerstellung. Die anderen Modulen bringen vorwiegend kleinere Verbesserungen und Bugfixes mit, die das Arbeiten mit der Software erleichtern. Wie üblich bei kleineren Releases macht die neue Version nicht alles anders oder völlig unerwartet – vielmehr handelt es sich um eine konsequente Weiterentwicklung der mit dem Release 3 auf den Weg gebrachten Anpassungen.
Writer: Weniger statt mehr
In puncto Textverarbeitung bringt das kommende Release keine neuen Features mit. Tatsächlich wurde – neben vielen Bugfixes – eine Funktionalität sogar aus Writer entfernt: Die bisher direkt integrierte Mediawiki-Unterstützung steckt nun in der Wiki-Publisher-Erweiterung. Sie ermöglicht es, Open-Office-Dokumente direkt in einem Format für MediaWiki zu speichern; Sie finden sie im offiziellen Portal für Erweiterungen (Abbildung 1) von OpenOffice [1].
Neues vom Im- und Export
Einen hohen Stellenwert in der Entwicklung von OpenOffice nimmt traditionell die Kommunikation mit der "Außenwelt" ein, die – in den meisten Fällen – die Sprache von Microsoft Office beziehungsweise dessen XML-Dateiformaten spricht. So gibt es zahlreiche Fehlerkorrekturen, um die Kompatibilität zu erhöhen sowie Verbesserungen an den Im- und Exportfiltern. Bisher war es zum Beispiel unmöglich, Dokumente in Microsofts neuem OOXML-Format zu importieren, wenn ein Passwort diese schützte. Ab Version 3.2 öffnen Sie solche Dokumente problemlos auch in OpenOffice – vorausgesetzt Sie kennen das schützende Passwort. Auch der umgekehrte Weg funktioniert nun: Beim Speichern im Binärformat für Microsoft Word (.doc) erlaubt OpenOffice nun ebenfalls einen Passwortschutz – dies klappte bisher nur bei OpenDocument-Formaten. Darüber hinaus importiert OpenOffice nun auch Pivottabellen, OLE-Objekte und Formularkontrollfelder aus Excel-2007-Dokumenten.



