Schön bunt

Die Bedienung der Firewall über die Kommandozeile ermöglicht die volle Kontrolle über Ihre persönliche Firewall, aber Sie sind nicht gezwungen, die Kommandozeile zu nutzen, wenn sie es nicht wollen. Karmic bietet eine recht robuste GUI-Anwendung, bekannt als Gufw (Abbildung 1). Gufw gehört nicht zur Ubuntu-Standardinstallation, Sie müssen das Programm deshalb zunächst über das Software-Center oder ein sudo apt-get install gufw nachinstallieren. Sie finden es danach unter System | Systemverwaltung | Firewall configuration.

Abbildung 1: Gufw zeigt eine einfache Firewall-Konfiguration, die den Zugriff per SSH (Port 22) und für Bittorrent-Programme erlaubt.

Erste Schritte mit Gufw

Genau wie bei UFW, müssen Sie Ihr Passwort eingeben, um Gufw zu starten. Um eine neue Regel hinzuzufügen, stehen Ihnen drei Registerkarten zur Verfügung (Abbildung 2):

  • Einfach: Hier können Sie schnell eine bestimmte Portnummer und einen Dienst hinzufügen.
  • Vorkonfiguriert: Gufw listet hier alle erreichbaren Dienste und Programme auf, für die Sie neue Regeln aufstellen können.
  • Erweitert: Ermöglicht die Formulierung von feineren Regeln, auch für Quell- und Ziel-Portnummern, sowie für Quell- und Ziel-IP-Adressen oder Adressbereiche.

Abbildung 3 zeigt, wie man eine erweiterte Regel hinzufügt, die den eingehenden Datenverkehr vom System mit der IP-Adresse 10.168.1.8 zum lokalen System für beide Protokolle TCP und UDP verweigert.

Abbildung 2: Wählen Sie aus drei Regelmöglichkeiten aus.
Abbildung 3: Eigene Regel mit Portangabe und IP-Adresse.

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Ubuntu User ist bis Ausgabe 02/2013 vierteljährlich erschienen, aktuelle Artikel zu Ubuntu finden sich ab Ausgabe 04/2013 im LinuxUser.

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