Das Multitalent
Die vielen Gesichter von Ubuntu
Leichteres Leben
Ubuntu und Kubuntu verrichten zwar auf den meisten Rechnern mit aktueller Hardware problemlos ihren Dienst, bei der als Minimalanforderung angegebenen Hauptspeichergröße von 512 MByte sieht aber keine der zwei Desktopoberflächen wirklich schnell aus. Hier kommt Xubuntu [3] ins Spiel. Der Desktop mit der Maus braucht deutlich weniger Ressourcen und kommt zur Not auch mit 265 MByte RAM zurecht. Dass Sie dabei trotzdem nicht auf optisch sehr ansprechende Effekte verzichten müssen, zeigt Ihnen bereits der Bootbildschirm (Abbildung 7).
Auch auf dem XFCE-Desktop befindet sich das Panel am oberen Bildschirmrand. Die Menüeinträge für die Anwendungen und die Orte decken sich zudem weitgehend mit dem Original-Ubuntu. Lediglich ein separates Einstellungsmenü bringt Xubuntu nicht mit, Sie finden die Konfigurationsmöglichkeiten für den XFCE-Desktop im Menü Application | Einstellungen.
Als Paketmanager setzt Xubuntu auf das sehr schnelle gnome-app-install, der Dateimanager heißt hier Thunar. Den größten Unterschied werden Nutzer von OpenOffice feststellen: Aus Platz- und Performancegründen hat das Xubuntu-Team die fette Office-Suite durch zwei kleinere Programme ersetzt: Abiword zur Textverarbeitung und Gnumeric für die Tabellenkalkulation. Auch der Audioplayer Rhythmbox musste weichen, stattdessen ist das Leichtgewicht Exaile an Bord. Die Handhabung von Xubuntu unterscheidet sich abgesehen von der Programmauswahl kaum von den meisten modernen Desktopsystemen, sodass Sie sich schnell zu Hause fühlen werden.
Glossar
Derivate
Besondere Versionen einer Linux-Distribution, die zwar auf den gleichen Wurzeln beruhen, sich aber in eine andere Richtung entwickelt oder auf einen bestimmten Bereich spezialisiert haben.
Infos
[1] Kubuntu: http://www.kubuntu.org
[2] EasyPeasy: http://www.geteasypeasy.com
[3] Xubuntu: http://www.xubuntu.org



