Test: Toshiba NB100 10X mit Ubuntu Netbook Remix

Netbook-Remix

Im Unterschied zum traditionellen Ubuntu-Desktop zeigt die Netbook-Version als Desktop eine Menü-Zusammenstellung aus Schnellstartern, Menüeinträgen und dem Orte-Menü an. Programmfenster zeigt die Distribution stets im Vollbildmodus an, die Titelleiste erscheint in der oberen Kontrollleiste.

In elegantem Schwarz: Die Netboo-Remix-Version des Toshiba-Netbooks

Um ein Fenster zu verkleinern muss man mit der rechten Maustaste auf die Titelleiste klicken und den Menüpunkt Verschieben auswählen. Ein Arbeiten mit zwei Fenstern macht die Netbook-Version quasi unmöglich, auf 1024 x 600 Pixeln arbeiten aber vermutlich eh die meisten Nutzer im Vollbildmodus. Das traditionelle Menü findet man beim Netbook-Remix ebenfalls nicht, das Ubuntu-Logo in der oberen linken Ecke hat keine Funktion, ein Druck auf die Windows-Staste bewirkt ebenfalls nichts. Sehr schlecht gelöst fanden wir das Network-Manager-Applet: es ist auf dem schwarzen Hintergrund kaum zu erkennen. Wie bereits erwähnt kommt Firefox in der Grundeinstellung mit dem extra Toolbar von Google. Dieser bringt zwar manche tolle Funktion mit, benötigt aber auf dem kleinen Display unnötig viel Platz.

Die Google-Toolbar belegt unnötig viel Platz auf dem kleinen 9-Zoll-Display

Die meisten [Fn]-Tasten sind korrekt belegt, so funktionieren die Lautstärkesteuerung und die Funktionstasten zur Helligkeitsänderung ohne manuelle Konfiguration. Das Netbook bringt auch eine Funktionstaste mit, um den Lüfter ein- und auszuschalten (die CPU taktet dabei nicht hoch/runter). Einzig die Zoom-Tasten für das Vergrößern oder Verkleinern des Bildschirminhalts waren nur teils belegt. Die Netbook-Version bringt keine zusätzlichen Codecs mit, wer MP3- oder DIVX-Dateien abspielen möchte, muss dazu erst die entsprechenden Codecs nachinstallieren.

Hardware und Powermangement

Das Toshiba-Netbook verfällt beim Schließen des Displaydeckels automatisch in den Suspend-to-RAM-Zustand und wacht beim Aufklappen aus diesem auch zuverläßig wieder auf. Das System verbraucht im Normalbetrieb zwischen 16 und 18 Watt bei voller Displaybeleuchtung und eingeschaltetem WLAN. Der 38-Wh-Akku hält mit diesen Einstellungen rund 2,5 Stunden durch. Setzen Sie die CPU auf 800 Mhz herunter und reduzieren die Hintergrundbeleuchtung liegen bis zu 3,5 Stunden drin. Wer auf die 80-GByte-Festplatte verzichten kann und diese durch eine SSD ersetzt, dürfte auf Laufzeiten von 4,5 Stunden kommen. Der CPU-Lüfter des NB100 läuft permanent auf kleiner Stufe und erzeugt dabei ein relativ leises Geräusch. Unter Last wird er allerding ziemlich laut.

Die Tastatur fällt wie bei einem 9-Zoll-Netbook üblich relativ klein aus, weist aber einen angenehmen Druckpunkt auf und sämtliche Tasten sind dort, wo man sie bei einem deutschen Layout erwartet. Das Touchpad ist sehr klein, reagiert aber angenehm. Bei den zwei Maustasten hat sich Toshiba etwas spezielles einfallen lassen und die rechte Maustaste deutlich kürzer als die linke gemacht. Das erleichtert das Linksklicken, beim Rechtsklich muss man dafür genauer zielen.

Die interne Webcam liefert ein sehr gutes Bild und arbeitet mit den Uvcvideo-Treibern unter jeder aktuellen Distribution. Für das WLAN-Modul von Atheros setzt die Netbook-Remix-Version noch auf den Madwifi-Treiber, aktuelle Distributionen unterstützen dieses Modul aber bereits über den ath5k-Treiber. Die Installation von OpenSuse 11.1 und Fedora 10 verlief denn auch ohne Probleme, sämtliche Hardware des NB100 wird voll unterstützt.

Auch OpenSuse 11.1 lässt sich auf dem NB100 problemlos installieren.

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