Als Herrscher über ein kleines Volk gilt es im Echtzeitstrategiespiel Widelands einen möglichst florierenden Wirtschaftskreislauf aufzubauen, Armeen auszubilden und natürlich Land zu erobern. Spielprinzip und Grafik lehnen sich sichtlich an „Die Siedler II“ an. Das gilt auch für den Detailgrad: Überall wuseln emsig arbeitende Siedler umher. Fans des Strategieklassikers dürften sich folglich sofort heimisch fühlen.
Ich hab' Kreislauf
Ähnlich wie im kommerziellen Vorbild darf man in Widelands derzeit zwischen drei verschiedenen Völkern oder Rassen wählen. Jedes von ihnen verfügt nicht nur über seine eigenen Grafiken, sondern unterscheidet sich auch leicht in seinen Fähigkeiten und Wirtschaftskreisläufen.
In jedem Fall beginnt der Spieler zunächst mit einem Hauptquartier, das gleichzeitig als Warenlager dient. Von diesem ausgehend errichtet er weitere Arbeitsstätten, in der Regel beginnt man mit einem Holzfäller um Baustoffe für weitere Arbeitsstätten zu erhalten. Um nicht nach kurzer Zeit ohne Wald dazustehen, muss ein Förster her, ein Steinbruch liefert Steine, was wiederum größere Gebäude, wie etwa eine Festung ermöglicht.
Langer Marsch
Um einen möglichst schnellen Transport der Waren zu gewährleisten, verbindet man alle Produktionsstätten über Straßen. Zwischen den mit Fähnchen ausgewiesenen Knotenpunkten postieren sich automatisch Träger, die die Waren an ihren Bestimmungsort – wie etwa eine neue Baustelle – weiterreichen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Strategiespielen ist man bei Widelands für den Straßenbau selbst verantwortlich. Weite Wege und ein verschachteltes Straßensystem rächen sich in langen Lieferzeiten, was im schlimmsten Fall zu Produktionsausfällen führt. Effiziente Straßenplanung bildet somit zwangsweise eine wesentliche, strategische Komponente.




