Als Schlussauswertung zu unserem Sommer-Spezial haben wir sämtlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein paar Fragen gestellt. Hier die Antworten von Toja Drees, die sich nach anfänglicher Euphorie und später viel Frust am Ende nun fragt: Linux und ich, oder doch eher ich und Linux?
Die Hardware
Als Preis für den Umstieg erhielten sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Netbook. Dazu meint Toja::
Mein Eee PC 1000 von Ixsoft ist ein süßes, stabiles, akkumäßig tolles Gerät. Jaja, ich weiss, ich mag kleine Knubbelsachen :-). Die Tasten sind groß genug und z.T. mit Mehrfachbelegungen ausgestattet, die mir sehr gefallen haben. Dass der Akku wirklich so viele Stunden reicht ist toll. Es gibt nichts Mühsameres als mitten im Arbeiten, auf einer Zugfahrt etc., wenn der Akku den Geist aufgibt. Die Größe des Eee-PC ist super, er passt in meine Handtasche.
Die Auflösung ist ohne Makel, das Touchpad ist für mich gewöhnungsbedürftig, da unwahrscheinlich sensibel. Das heißt, es hat meistens viel mehr gemacht als nur das was ich wollte. Deshalb habe ich meistens mit einer Maus gearbeitet. Mit dem externen CD/DVD Brenner, den ich natürlich auch extra schmal gekauft habe, damit auch er in meine Handtasche passt, war ich gut ausgestattet. Chatten oder skypen war toll mit der integrierten Kamera und dem integrierten Mikrofon. Ich habe es sehr genossen. Die Qualität der internen Lautsprecher ist ok.
Meine Speicherkarte der Digitalkamera machte keinerlei Schwierigkeiten und wurde sofort erkannt. Meine kabellose Maus von Logitech hat ohne Installation sofort problemlos funktioniert.
Die grafische Oberfläche
Mein Linux heißt Xandros. Ich denke, ich habe eine KDE Oberfläche. Mir war dieses Xandros viel zu spielerisch und einfach. Es hat nette große Symbole für Anwendungen. Doch die meisten dieser Anwendungen habe ich mir nur einmal angeschaut, da sie mich nicht interessierten. Spiele, Mathematik, Chinesisch lernen zum Beispiel. Ich habe versucht, das Advanced Xandros zu installieren. Obwohl ich die Anleitung dazu exakt abgeschrieben habe, passierte leider nichts. Ach doch, das Startmenü, das ich in der Konsole an meine Bedürfnisse anpasste, war danach verschwunden.
Mit OpenOffice zu arbeiten, ist immer wieder ein Vergnügen, auch unter Linux. Es ist anwenderfreundlich und bietet trotzdem viele Möglichkeiten. Gnome habe ich mir installiert, da ich viel mit Fotos arbeite. Ich habe mich schnell darin zurechtgefunden. Das Mühsame war, dass wohl der Arbeitsspeicher vom Eee PC nicht so groß ist und sich das Arbeiten mit mehreren Bildern sehr langsam gestaltete, was mich ziemlich nervte. Nur schon die Mini-Darstellung in der Dateiverwaltung dauerte eine Ewigkeit und erinnerte mich an die Anfangszeiten meines PC-Lebens.
Dafür funktionierte das Internet über WLAN gut, und ich schaute oft TV oder Videos. Naja, außer in der Zeit wo mein Internet allgemein Probleme hatte und ich keine Verbindung hatte.



