Das smarte Notebook
So installieren Sie Ubuntu auf dem Toshiba AC100
Bootloader aktualisieren
Wer jetzt immer noch mitliest und trotz all diesen Einschränkungen Lust auf Ubuntu auf dem AC100 hat, der hält sich am besten an die Anleitung von Til Koteletter [3], die auch diesem Artikel als Grundlage diente. Im ersten Schritt muss man den Bootloader des AC100 ersetzen, damit dieser bei einem Recovery-Start auch auf SD-Speicherkarten und USB-Sticks nach bootbaren Systemen sucht. Erst so ist es möglich, ein anderes System als Android zu booten.
Dazu lädt man sich zunächst von der Nvidia-Homepage das passende Linux-For-Tegra-Paket herunter [4], wir benutzten Version 10.9.3. Die Datei startet man anschließend mit dem Befehl sh linux_for_tegra_os_pack_rel_10.9.3.run und erhält so das Verzeichnis linux4tegra. Darin befindet sich das Tool nvflash, das man für das Backup der aktuellen Bootloader-Partition und die Installation des neuen Bootloaders benötigt.
Neben Linux-For-Tegra ist wie erwähnt der neue Bootloader tegra-2.6.29-arm2-ac100-boot.img nötig. Das Abbild findet man unter [5] und speichert es an einem Ort, an dem man es leicht wieder findet. Nun schließt man das Toshiba AC100 über ein USB-Kabel (Mini-USB auf USB) am Ubuntu-Rechner an und schaltet das AC100 mit gedrückter [Esc]- und [Ctrl]-Taste ein. Haben Sie alles gut gemacht, dann bleibt der Bildschirm des smarten Netbooks dabei dunkel – das bedeutet, dass sich das Toshiba-System im Flash-Modus befindet.
Nun wechseln Sie auf dem Ubuntu-System ins Verzeichnis linux4tegra/nvflash und erstellen zunächst ein Backup der aktuellen Bootloader-Partition (Partition 5):
sudo LD_LIBRARY_PATH=. ./nvflash --bl ../prebuilt/fastboot.stock.bin --read 5 tegra_partition_5.bin --go
Als Resultat erhalten Sie in wenigen Sekunden die Datei tegra_partition_5.bin, die auf unserem Testsystem 242880 Bytes groß wurde.
Lauf der Originalanleitung von Til kann man nun gleich die neue Bootpartition schreiben, das hat bei uns allerdings erst nach einem Neustart des AC100 geklappt und auch einige Forenteilnehmer berichteten davon. Schalten Sie also das AC100 über den Power-Off-Button aus (10 Sekunden gedrückt halten) und anschließend wieder mit gedrückter [Esc]- und [Ctrl]-Taste ein. Nun schreiben Sie das heruntergeladene Abbilddatei tegra-2.6.29-arm2-ac100-boot.img auf die fünfte Partition zurück:
sudo LD_LIBRARY_PATH=. ./nvflash --bl ../prebuilt/fastboot.stock.bin --download 5 /pfad/zum/abbild
Pfad zu Abbild ersetzen Sie dabei durch den absoluten Pfad zur Abbilddatei, zum Beispiel
/home/marcel/Downloads/tegra-2.6.29-arm2-ac100-boot.img
Auch das Zurückschreiben sollte nicht länger als ein paar Sekunden dauern. Sehen Sie den Prompt wieder, können Sie den AC100-Rechner erst mal ausschalten.
Ubuntu-System aufsetzen
Im zweiten Schritt benötigen Sie nun die mindestens vier GByte große SD-Karte oder einen entsprechenden USB-Stick. Laden Sie sich von [6] das aktuell 576 MByte große Ubuntu-Abbild herunter und entpacken Sie es mit folgendem Befehl auf die SD-Karte/den USB-Stick:
sudo tar xzvf tegra-rootfs.tgz --numeric-owner -C /mnt
Den USB-Stick/die SD-Karte muss dazu mit dem Dateisystem Ext3 formatiert und auf /mnt eingehängt sein, also nicht die Automount-Funktion von Ubuntu benutzen, sondern selbst Hand anlegen. Je nach Geschwindigkeit der SD-Karte/des USB-Sticks dauert dieser Vorgang einige Minuten. Im nächsten Schritt schließen Sie den Stick/die SD-Karte ans AC100 an und starten den Rechner mit gedrückter Home-Taste. Sie sehen nun den Auswahldialog für das Android-Recovery. Hier drücken Sie die Taste 1, um Ubuntu von der SD-Karte/vom USB-Stick zu starten. Fertig.




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