Wie sich ein kleiner Koch auf einem Baugerüst, umzingelt von heimtückischen Würstchen und Eiern fühlt, beantwortet das fesselnde Plattformspiel BurgerSpace.
In BurgerSpace steuert der Spieler die Geschicke von Peter Pepper. Der kleine Koch hat die schwierige Aufgabe, mehrere überdimensionale Hamburger herzustellen. Ihre Bestandteile liegen in einem Baugerüst, welches Peter Pepper über Leitern erklimmt. Sobald der Koch über eine Brötchenhälfte, das Salatblatt oder die Fleischscheibe läuft, fällt sie im Gerüst eine Ebene nach unten. Ein Burger ist fertig, wenn alle seine Zutaten auf dem Teller am unteren Bildschirmrand angekommen sind. Wurden schließlich alle vier Pappbrötchen zusammengestellt, gelangt man in den nächsten Level, wo ein komplexeres Gerüst wartet.
Da kommt der Eiermann
Peter Peppers Arbeit erschweren Mr. Hot Dog, ein aufrecht gehendes Würstchen, Mr. Pickel, ein fieses grünes Gürkchen und schließlich noch Mr. Egg, das nervende Ei. Sie fallen in mehrfacher Kopie über das Gerüst her und versuchen dem Koch das Handwerk zu legen. Jede Berührung mit einem der Gegner kostest ein Spielerleben.
Glücklicherweise ist Peter Pepper mit einem Pfefferstreuer bewaffnet. Eine gezielte Prise reicht, um einen Widersacher vorübergehend außer Gefecht zu setzen. Dummerweise sind die Pfefferladungen begrenzt. Nachschub erhält nur, wer schnell genug die zufällig auftauchenden Bonusgegenstände einsammelt. Alternativ darf man die Gegner auch unter herunterfallenden Hamburgerbestandteilen zerquetschen.
Alter Bekannter
BurgerSpace ist ein Remake des Videospiels Burgertime aus dem Jahr 1982. Spielprinzip und Grafik erinnern ein wenig an Pac Man.
BurgerSpace gibt es derzeit nur im Quellcode, zur Inbetriebnahme sind folglich ein paar Handgriffe notwendig. Zunächst installiert man über den hauseigenen Paketmanager die Entwicklerpakete zu SDL, SDL_Mixer und SDL_image. Hinzu kommt noch der g++-Compiler.
Als nächstes greift man auf der BurgerSpace-Homepage [1] zu den burgerspace und flatzebra-Archiven. Das letzt genannte entpackt man zuerst, wechselt in einem Terminalfenster in das neu erstellte Verzeichnis und ruft dort nacheinander die Befehle
./configure make sudo make install
auf. Das gleiche wiederholt man mit dem burgerspace-Archiv. Damit wäre das Spiel installiert und startet nach einem Aufruf von
burgerspace
Peter Pepper steuern die Pfeiltasten, eine Priese Pfeffer verstreut [Strg] und die Leertaste startet das Spiel. Beenden sollte man es allerdings nur über [ESC], ein Klick auf das Schließen-Symbol in der Fensterleiste brachte BurgerSpace auf unserem Testrechner reproduzierbar zum Absturz.
Fazit
Die Grafik ist zweckmäßig und nicht das, was man von einem zeitgemäßen Remake erwarten würde. Das mindert jedoch nicht den Spielspaß – das erledigt der extrem hohe Schwierigkeitsgrad. Schon kleinste Berührungen mit den viel zu zahlreichen Gegnern führt zum direkten Tod des Protagonisen und einigen Frust. Gleichzeitig entsteht dieses erhebende Rachegefühl, wenn eines der fiesen roten Würstchen unter einer Brötchenhälfte eine geplättete Form annimmt. Wer somit Pac Man und Plattformspiele wie Loderunner mag, wird auch BurgerSpace lieben.
BurgerSpace
| Bezugsquelle: | http://perso.b2b2c.ca/sarrazip/dev/burgerspace.html |
| Entwickler: | Pierre Sarrazin |
| Lizenz: | GPL v2 |
| Preis: | kostenlos |
| Voraussetzungen: | Halbwegs aktuelle Linux-Distribution (2D-Grafik) |
Infos
[1] Projekt-Homepage: http://perso.b2b2c.ca/sarrazip/dev/burgerspace.html




